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Kategorie: Psychiatrie
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Hallo, ich mache schon seit Jahren (1989 starb meine Mutter

Kundenfrage

Hallo, ich mache schon seit Jahren (1989 starb meine Mutter von heute auf morgen an einer Lungenembolie - gut 5 Monate später fing meine Angst an -das weiß ich jetzt, damals wusste ich nicht was mit mir los ist....als es schlimmer wurde fing ich dann 1995 eine Therapie an bei der Therapeutin wo ich heute noch bin) eine Therapie bei derselben Therapeutin. Am Anfang hat mir die Therapie (Gruppentherapie und Einzelth.) viel gebracht, so dass meine Angstzustände weniger wurden und zeitweise fast verschwunden waren. Dann habe ich mit der Gruppentherapie 1997 aufgehört und nur noch einmal im Monat eine Einzelsitzung gemacht. 1999 starb dann mein Mann von heute auf morgen (plötzlicher Herztod) danach war ich 3/4 Jahr allein mit meinen zwei Jungs (damals 8+12 Jahre alt) allein und versorgte nebenbei noch meinen Vater (80 Jahre). In dieser Zeit war ich aber komischerweise fast angstfrei oder war ich nur benommen von der Trauer und all dem?! Ich lernte dann einen neuen Mann kennen und war auch total glücklich und angstfrei. Mein Vater wurde dann aber immer anhänglicher und ich fühlte mich richtig eingeengt von ihm, weil er von morgens bis abends um einen herum war.
2002 starb dann mein Vater -auch wieder von heute auf morgen-. Mit der Zeit wurden auch meine Ängst wieder mehr....Therapiegespräche führte ich auch immer noch ca. alle 2 Monate....aber diese bringen mir mittlerweile nichts mehr... weil meine Angst auch nicht abnimmt und bei der Therapiesitzung sprechen wir zwar über alles aber so richtig finde ich hilft mir das nicht und wenn ich sage mir gehts nicht gut, bekomme ich ein Rezept für Tabletten -welche ich aber bis heute nicht nehmen- nur in ganz schlimme Ausnahmefällen nehme ich 1/2 bis 1 Tavor. Ich denke ich bräuchte eine Verhaltenstherapie o.ä. ! Ich habe Angstzustände beim fahren auf Autobahnen und längeren Wegstrecken sowie Ängst, dass mir auch etwas passieren könnte und meine Söhne allein wären usw. es fällt mir auch schwer beim Arzt, Frisör ect. zu sein - allein schon der Gedanke XXXXX XXXXX zusitzen oder etwas auszuhalten (Zahnarztbehandlung ect.) macht mir Angst. Wenn ich mich trotzdem durchringe das zu tun - fühl ich mich zwar nicht wohl - nur danach bin ich wie befreit, weil ich es geschafft habe.
Soll ich den Therapeuten wechseln und welcher wäre der Richtige??..oder welche Therapieform??
Vielen Dank XXXXX XXXXX für die Antwort.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  rolandeven hat geantwortet vor 6 Jahren.

Liebe Patientin, neben dem sicherlich wichtigen psychotherapeutischen Ansatz wäre natürlich zunächst die Frage zu klären, ob organische Ursachen insbesondere hormoneller Natur bereits ausgeschlossen wurden. Nicht selten ist die chronisch und oft über jahrelang "symptomlos", d.h. schmerzfrei verlaufende Schilddrüsenentzündung vom Typ Hashimoto Ursache von psychischen Veränderungen, depressiven Verstimmungen und Angstzuständen. Da hier auch eine Wechselwirkung zu den weiblichen Hormonen vorliegt, wäre es darüberhinaus wichtig zu wissen, wie alt Sie jetzt sind. Ferner wäre es hilfreich zu wissen, ob Vorerkrankungen insbesondere Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes oder Störungen des Harnsäurestoffwechsels vorliegen. Nachdem wie Sie schreiben Ihre Mutter plötzlich an einer Lungenembolie verstarb, sollten Sie sicherheitshalber auch bei sich selbst abklären lassen, ob auch Sie eine genetische Disposition für Thrombosen oder Embolien haben. Zusammengefasst sollten daher noch folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

 

1.) Schilddrüsenultraschall, Schilddrüsenlaborwerte:fT-3,fT-4,TSO, TPO-AK, TRAK

2.) Je nach Lebensalter Sexualhormonstatus: LH, FSH, E2, Testosteron, DHEAS, Prolaktin, Androstendion, SHBG

 

zur Abklärung des psychosomatischen Problematik.

 

3.) Zum Ausschluss einer möglichen genetischen Disposition für Thrombosen bzw. Embolien: - Protein C, Protein S, AT-3

 

Begleitend sollten sicherlich psychotherapeutische Massnahmen durchgeführt werden, in welchem Ausmass dies erforderlich ist, kann jedoch erst nach Abklärung der o.g. somatischen Diagnostik beurteilt werden.

 

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Roland Even

Experte:  rolandeven hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Nutzer, Nutzerin,

Sie haben leider die Zeit für eine Antwort Ihrerseits überschritten wie mir das System mitteilte. Ich bitte Sie daher, die von mir gegebene Antwort zu akzeptieren.

 

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Roland Even

Experte:  rolandeven hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo, Sie haben bisher meine Antwort noch nicht akzeptiert. Mich würden die Gründe hierfür interessieren, damit ich Sie evtl. in Zukunft besser beraten kann. Geben Sie mir also bitte in jedem Falle ein Feedback, danke !

 

Mit freundlichen Grüßen !

 

Dr. med. Roland Even