So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Psych1967.
Psych1967
Psych1967, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 125
Erfahrung:  Verhaltenstherapie Psychologie
55160262
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Psych1967 ist jetzt online.

Guten Tag, hier meine Situation / mein Problem Ich bin 57

Kundenfrage

Guten Tag,
hier meine Situation / mein Problem: Ich bin 57 Jahre, Gymnasiallehrerin,seit 30 Jahren verheiratet. Mein Mann (58 Jahre), ebenfalls Gymnasiallehrer, an der gleichen Schule (Gesamtschule) wie ich tätig, erlitt am 12. Juli 2010 einen Herzinfarkt. Gottseidank hat er diesen - trotz der Schwere - gut überstanden, seine Werte sind gut. Körperlich fühlt er sich besser als vor seiner Erkrankung.
Seit seinem Herzinfarkt hat er sich sehr verändert: Er ist sehr verletzlich geworden, weint viel; wenn es mal Streit gibt, wirft mir mein Mann vor, dass ich ihn in den Tod treibe. Der Streit entsteht immer um eine neue Kollegin ( 43, verh. 2 Kinder) an unserer Schule, die seit einem Jahr seine Ko-Klassenlehrerin ist. Er ist an der Schule ständig mit ihr zusammen, sodass es schon anderen Kollegen auffällt, beide rufen einander nachmittags häufiger noch an, er würde auch gern ab und zu abends mit ihr ausgehen. Manchmal lässt er durchklingen, dass er am liebsten sein Leben nochmal von vorn beginnen möchte, dann sagt er, dass er mich doch auch liebhabe, aber die Kollegin eben sehr möge, sie toll finde. Ich soll diese Freundschaft akzeptieren, es sei ja schließlich keine sexuelle Beziehung. Er möchte grundsätzlich bei mir bleiben, wenn ich allerdings zu eifersüchtig werden solle, gehe das vermutlich nicht mehr, was ihm allerdings leid täte. Was in unserer Ehe wohl immer ein bißchen gefehlt habe, sei ein gewisses Maß an Bewunderung für ihn, isch sei ihm gegenüber zu kritisch.
Ich bin sehr unglücklich, völlig verunsichert, möchte ihn nicht verlieren, kann andererseits auch kein vernünftiges Gespräch mit ihm führen. Er sagt, dass er seine Kollegin auch gar nicht im Alltag näher kennenlernen möchte, sondern eine unbeschwerte Beziehung genießen möchte. Mal behauptet er, diese Beziehung tangiere unsere Ehe überhaupt nicht, dann wieder räumt er ein, dass sie schon ein größeres Maß an Emotionen von mir 'abziehe'.Er habe auch ein schlechtes Gewissen, könne auf diese Freundschaft auf gar keinen Fall verzichten. Was ich auch nicht verstehe, wie mein Mann von Freundschaft reden kann, wenn er einräumen muss, das er sie eigentlich nicht so genau kenne. Er redet hauptsächlich mit ihr über Schule, Urlaub, was man im Fernsehen sieht ... Die Schule gibt meinem Mann Halt, Struktur in seinem Leben, er ist ein begeisterter Lehrer.
Eine ratlose Fragerin
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Psych1967 hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag!
Das ist ja eine schlimme Situation mit der Sie da zu kämpfen haben.
Schlimm das Ihr Partner nach so langer Ehe alles noch mal in Frage stellt, denn so sieht es aus. Natürlich kann so ein Herzinfarkt wie er ihn hatte ein umdenken zur Folge habe auch ein "neu Ausrichten" des Lebens.
Schlimm das Sie darunter leiden jetzt. Natürlich sieht er in dieser Kollegin eine Person die zu ihm aufsieht. Dadurch das Sie beide den gleichen Beruf haben und auch an der gleichen Schule arbeiten ist die Achtung der beruflichen Fähigkeiten natürlich nicht so wie er es sich wünscht. Denn Sie leisten das gleiche wie er. Bei der Kollegin liegt der etwas Fall anders und da gibt es mehr Achtung vielleicht himmelt sie ihn sogar an. Es ist sehr schwer seine Aussagen zu werten. Zum einen spielt er es herunter auf der anderen Seite verletzt er Sie ganz bewusst und stell seine Beziehung zu ihr in Vergleich mit Ihrer Ehe. Gegen eine gute Freundschaft unter Kollegen ist ja nichts einzuwenden wenn es denn dabei bleibt. Wenn er dort die Beruflichen Dinge bespricht und sich seine Bewunderung holt die Sie ihm nicht geben können da Sie quasi auf gleicher Augenhöhe sind ist das, denke ich auch ok und gut für sein ( durch den Herzinfarkt ) angekratztes Inneres. Vielleicht kann es sich sogar positiv auf Ihre Ehe auswerten wenn er den Job bei ihr lassen kann. Schwierig ist das er über Ihre Eifersucht schimpft aber diese ganz klar provoziert. Sie müssen Ihm sagen das Sie diese Freundschaft akzeptieren wenn es auch nur eine Freundschaft bleibt und auch nicht mehr. Des weiteren solle ganz offen sein damit, um jeden Grund zum Zweifeln und aufkommender Eifersucht von vorn herein auszuschließen. Denn wenn es nur reine Freundschaft ist dann kann er ja auch ganz offen sein. Er solle Ihnen ganz klar sagen was ihn stört und was bzw.wie er sich das denkt oder wünscht.
Am besten versuchen Sie ihn dazu zu überreden eine Ehe und Paar Beratung zu besuchen. Wenn er zickt dann sagen Sie ihm das wäre nur wegen Ihnen und nicht wegen ihm aber Sie brauchen ihn eben dabei. Außerdem hätte er ja nichts zu befürchten er könne die Sache mit ihr ja auch von seiner Sicht aus schildern und damit helfen die Situation zu entschärfen. Ich denke auf diesem Wege können Sie beide wieder glücklich werden und Ihr beider Leben neu organisieren. Es ist gut möglich das es nötig ist nach solch einem gravierenden Erlebnis wie diesem Herzinfarkt und der langen Ehezeit.
Auf jeden Fall versuchen Sie erst mal nicht Eifersüchtig zu sein auch wenn es schwer fällt und ich das vollkommen verstehen kann. Auch sollten Sie mal versuchen sich auch Freunde zu suchen mit denen Sie Ihre Probleme besprechen und ebenfalls Dinge unternehmen die Ihnen Spaß machen. Vielleicht bringt das ein wenig neuen Wind in die Ehe. Auf jeden Fall versuchen Sie das mit der Ehe Beratung.
Experte:  Psych1967 hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo, habe Ihnen vor einiger Zeit auf Ihre Frage geantwortet. Da ich nichts mehr von Ihnen gehört bzw. gelesen habe, gehe ich davon aus das alle Fragen ausreichend beantwortet wurden und Ihnen geholfen wurde. Daher bitte ich Sie auch mir zu helfen und die Antwort zu akzeptieren und meine Mühe damit zu honorieren. Danke!