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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
51941891
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drwbischof ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe Schwierigkeiten mich M nnern zu ffnen.

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe Schwierigkeiten mich Männern zu öffnen. In Regel habe ich drei Wochen ein gutes Gefühl und könnte mir auch viele schönen Dinge vostellen die ich erleben möchte. Doch dann kommt plötzlich eine Angstattacke in der nichts mehr geht. Mir die Nähe des anderen viel zu dicht ist und ich ausbrechen muss. Ihm aber auch nicht mehr in die Augen schauen kann wenn ich mit ihm rede oder auch so. Es sind wohl Verlustängste die aus meiner Kinderzeit herrühren. Mein Vater hat mich, als ich 4Jahre alt war verlassen. Er kam mit meiner Mutter nciht mehr zurecht bzw. lag es an beiden Seiten. Meine Mutter hat kein gutes Haar an den Männern gelassen und somit habe ich immer einen schlechten Eindruck von den Männern gehabt. Mit 30Jahren sollte das vielleicht ausgestanden sein, aber das Gefühl sitzt noch so tief in mir, dass ich weinen muss und kaum zur Ruhe komme. Es geht mir so schlecht und die Schuldgefühle und Selbstzweifel sind sehr stark. Ich fühle mich feige Torge gegenüber und weiss nicht wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. Im Augenblick kann ich nicht zu ihm fahren.
Vielen Dank
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

nun das ist ein komplexes Problem. Vielleicht kann ich ein wenig zu Klärung beitragen. Im Laufe unseres Lebens entwickeln sich "in uns" verschiedene Persönlichkeitsanteile. Solange alle Teile miteinander harmonieren geht es dem Menschen gut. Gelegentlich arbeiten diese Anteile aber gegeneinander. Das heißt ein möglicherweise verletzter Teil von ihnen hat Angst vor erneuter Zurückweisung, Verletzung oder dem Verlassenwerden, wenn es denn tatsächlicher enger wird (und sie sich öffnen müssten) und versucht sie auf Abstand zu bringen, in dem dieser Teil die entsprechenden Gefühle (Angst u. Panik) entstehen läßt. Sobald die sichere Distanz da ist, gibt dieser Teil wieder Ruhe und der andere mit dem Bedürfnis nach Liebe und Nähe bekommt wieder die Oberhand und sorgt dafür, dass sie sich wieder auf einen Kontakt einlassen und das ganze beginnt wieder von vorne.

In einer Therapie würde es nun darum gehen, beide Anteile anzuerkennen, zu respektieren, Kontakt zu ihnen aufzunehmen, deren Leistung zu würdigen und nicht zu verurteilen (der eine schützt vor Verletzung, der andere sorgt für Beziehung) und dann einen Weg zu finden, auf dem beide Teile kooperieren könnten und sich nicht bekämpfen. Das wäre der Weg, bei dem sie die Mitte besser finden könnten. Ist natürlich leichter gesagt als getan.

Ich könnte ihnen das Buch "Aussöhnung mit dem inneren Kind" empfehlen. Dort würde dieser Ansatz teilweise verfolgt. Dabei kann man durchaus auch ohne therapeutische Unterstützung Fortschritte machen.

Ein erster wichtiger Schritt wäre aber, beide Teile anzuerkennen. Ja sie sind da. Sicher gibt es Gründe aus ihrer Biographie (Sie haben ja schon konkrete und einleuchtende Vermutungen), weshalb sie da sind. Sie dürfen da sein. Sie müssen nicht mit ihnen hadern. Vielleicht können sie sie ja sogar schon ein wenig annehmen.

Entlastend ist auch, wenn man seinem Partner von den beiden Teilen erzählt. Dann weiß dieser, dass es nicht persönlich gegen ihn gerichtet ist, wenn sie etwas Abstand brauchen.

Ihnen Alles Gute, Dr. B.