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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 159
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
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Dr. med. St. Berghem ist jetzt online.

Ich werde nachts wach von einem vom Brustbein strahlenf rmig

Kundenfrage

Ich werde nachts wach von einem vom Brustbein strahlenförmig ausgehendem brennenden Gefühl (kein Schwitzen), das dann den gesamten Oberkörper einschließlich der Oberarme erfaßt. Gleichzeitig friere ich. Wenn ich dann den Blutdruckmesse, liegt er bei ca. 160 zu 94, Puls 64 (normal mit Tabletten Provas und Carmen unter 120 zu 70-75, Puls unter 60 mit 1/2 Querto). Es liegt keine für mich erkennbare Ursache vor. Obwohl ich nicht weiß wieso, denke ich das ist ein psychisches Problem.
MfG
Annegret Grüger
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Grüger,
bevor Ihre Symptome auf die Psyche geschoben werden, sollte zunächst eine organische Abklärung erfolgen. Wenn Sie in der Nacht oder am Abend Blutdrucksteigerungen oder sogar -spitzen entwickeln und noch dazu die vegetativen Begleiterscheinungen wie Schwitzen, Frieren, und das Brennen verspüren, sollten Sie abklären lassen, ob nicht eine Herzkranzgefäßenge vorliegt. Der Blutdruck unterliegt dem hormonellen Einfluß, die Hormone wiederum zeigen einen tageszeitabhängigen Verlauf. In der Nacht und den frühen Morgenstunden kommt es zu einem Anstieg bestimmter Hormone, die zu einer Blutdrucksteigerung führen. Deshalb passieren zu dieser Zeit auch die meisten Schlaganfälle und Herzinfarkte. Die nächtlichen Symptome, die Sie verspüren, sind also durchaus nicht ungewöhnlich.
Ich würde Ihnen empfehlen, entweder bei Ihrem Hausarzt oder gleich einem Kardiologen ein RuheEKG, sowie eine Echokardiographie plus ein BelastungsEKG durchführen zu lassen. Darüber hinaus würde es Sinn machen, Ihren Blutdruck im 24 h Tagesverlauf zu messen - möglicherweise sind Sie mit Ihren bisherigen Medikamenten nicht ausreichend abgedeckt.
Erst wenn bei diesen Untersuchungen nichts herauskommt, kann immer noch an eine seelische Ursache gedacht werden. Aber bis dahin sollte etwas Herzbedingtes ausgeschlossen werden.
Gute Besserung und für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für die schnelle Antwort Herr/Frau Dr. Leinung.
Da diese "Erscheinungen bei mir im Abstand von manchmal Monaten auftreten, haben die auch von Ihnen empfohlenen Untersuchungen nicht weitergeführt. Es wurde nichts gefunden. Für mich stellt sich das Problem, daß ich während dieser "Anfälle" im Bett sitze und Angst habe. Freunde meinten, ich sollte mal die Möglichkeit von Panikattacken in Erwägung ziehen. Das kann ich mir eigentlich selber nicht vorstellen: Ich bin 67 Jahre alt, Rentnerin, verheiratet, ohne finanzielle oder sonstige Sorgen. Ich werde Ihren Rat befolgen und meinen Kardiologen aufsuchen. Die 24 h Messungen ist auf jeden Fall mal wieder fällig. Sollte Ihnen noch etwas dazu einfallen, ich bin für jeden Rat äußerst dankbar.
Freundliche Grüße
Annegret Grüger
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Grüger,
selbstverständlich ist es richtig und wichtig, dass man bei Diagnose und Therapie auch stets die Seele mit einbezieht, also im Verlauf auch ausschließt, dass es sich bei der Ursache Ihrer Symptome um z.B. PanikattacXXXXX XXXXXdelt. Die klinische Erfahrung lehrt jedoch, dass gerade Frauen Ihre Beschwerden gern entweder bagatellisieren oder auf die Psyche schieben, wohingegen die männlichen Patienten oft schon bei kleinen Wehwehchen einen Komplettcheck veranlassen. Ihr Vorhaben, sich noch einmal gründlich untersuchen zu lassen, begrüße ich daher sehr.
Sollte hier nichts herauskommen, würde ich Ihnen empfehlen, sich dann zur weiteren seelischen Klärung weniger mit einem Psychiater, sondern eher mit einem Psychosomatiker zusammenzusetzen. Die Kollegen dieses Fachbereichs sind sehr erfahren darin, die Sprache der Seele zu entschlüsseln und daher die körperlichen Symptome richtig zu deuten. Ich persönlich halte Ihre Symptome eher nicht für Panikattacken. Da die Psychosomatik gern mit Bildern arbeitet, um damit Erkrankungen zu beschreiben, würde Ihr Bild eher so lauten, dass Ihnen etwas auf der Seele "brennt". Eine Belastung, ein Konflikt, möglicherweise etwas, das schon länger zurückliegt - das würde dann der Kollege mit Ihnen eingehend besprechen. Sie können sich jedoch jetzt schon einmal Gedanken dazu machen, ob diese Vermutung auf Sie zutrifft.
Ich wünsche Ihnen gute Besserung und möglichst ruhige und erholsame Nächte! Halten Sie mich gern auf dem Laufenden!

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