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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Meine Tocher und ich haben uns seit Jahren nicht mehr gesehen.

Kundenfrage

Meine Tocher und ich haben uns seit Jahren nicht mehr gesehen. An Weihnachten gab ich meinem Sohn einen Brief für sie mit. Heute kam ihre Antwort darauf. Ein 11 Seiten langer Brief. Am Anfang schreib sie: ich bin...einfach ohne Gefühl für dich. und weiter: Liebe ist kein Indikator für Reife, Verantworungsgefühl, auch die Namensgebung "Corinna" lat. Mädchen" war bereits zu dieser Zeit ein glatter Irrtum. Sie rechnet ab mit mir, ich hätte sie nie als Mensch wahrgenommen. Ich selbst sei oberflächlich und sollte weiter meine Fassade pflegen un nicht zu tief in mich selbst hineinsehen. Ich würde fern der Realität leben und sollte noch ferner von Ihr leben und sie in Frieden lassen.
Sie ist selbst Mutter und lebt mit Ihrer Tocher das seelenverwandte Glück.
Der Brier macht mich sehr traurig. Was kann ich da noch machen wenn sie nur in Fieden leben und mich vergessen will?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Die positive Seite zuerst : Immerhin hat ihre Tochter sich offenbar viel Zeit und Gedanken gemacht, wenn sie 11 Seiten schreibt.

Nun zum ABER : Sie macht ihnen Vorwürfe bzw. hat offenbar ein klares Opfer - Täter - Bild.

Was auch immer da vorgefallen sein mag, sie scheint (derzeit) nicht in der Lage zu sein, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und auch ihre Position mit einbeziehen zu wollen / können.

Man kann seine Mutter nicht vergessen oder verlegen wie ein Schlüssel. Man muss aber eben sein Verhältnis vielleicht ändern. Von Mutterliebe zu gegenseitigem Respekt.

Leider werden sie derzeit aber sich damit abfinden müssen, dass ihre Tochter dazu noch nicht bereit ist. Wie alt sind denn ihre Enkel ? Häufig ist es so, dass diese Zerwürfnisse erst besser werden, wenn die eigenen Kinder sich auch mal gegen die Mutter auflehnen und ihre Tochter mal spürt, wie es sich anfühlt, wenn Kinder sich so gegen die Mutter verhalten.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Meine Enkelkinder sind Denise´15Jahre und René13 Jahre. René hat mich nie kennen gelernt und Denisé war nur ganz wenig bis zum 3. Lebensalter bei mir.

Meine Tocher schreibt, ich zitier: "Du hast dein Schicksal gewählt. Die Maske glänzend wahrend, der materielle Anspruch ungemindert hoch, tauschtest du Freiheit und Persönlichkeit, als Gesellschafterin eines selbstverliebten Psychophaten, gegen die Heilung der eigenen Seele, welche jedem so unverkennbar psychisch kranken Menschen zusteht, ein.Unverständlich für mich die Umstände deiner derzeiten Lebenssituation. Doch im Gefühl nachgegraben findet sich die Erklärung: Labil, abhängig, berechnend ein verkümmemmertes, verletztes Selbst, krank an Körper und Geist."

Ich fühle mich herabgesetzt, erniedrigt mit meinem Partner und Ehemann in den Dreck gezogen. Bin seit 20 Jahren mit meinem 2. Mann verheiratet. Der 1. Ehemann und Vater meiner Tocher 33 Jahre und meines Sohnes 37 Jahre hat sich bis heute nicht um seine Kinder gekümmert.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Meine Güte, ihre Tochter drückt sich aber "gewählt" aus. Aber irgendwie scheint sie das mit dem Vater nicht so recht verwunden zu haben und schiebt ihnen die Schuld zu. Versucht es mit ihren Kindern nun "alles besser" zu machen. Hat aber nicht kapiert, warum sie so gequält ist.

Nach ihrem Schreibstil könnte es auch durchaus nach einer Art "Gehirnwäsche" einer Sekte oder anderen einflussreichen Person aussehen. Aber das ist vielleicht auch eine Unterstellung. Normal ist das jedenfalls auch nicht, wie sie schreibt.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein, keine Sekte oder so was. Sie ist damals in der Schule zu einem Schulpsyschologen gekommen. Es ging damal darum, dass sie mit 17 zum Freund und dessen Familie ziehen wollte. Ich war dagegen. Ihr Vater hat darauf hin eine Änderung des Sorgerechtes Beantragt und das Gericht änderte das Aufenthaltsbestimmungsrecht für meine Tocher zu ihrem Gunsten nund überließ das weiter Sorgerecht bei mir. Darauf hin zog meine Tocher in die Familie zu ihrem Freund - sie wurde mit 19 Mutter , war mit 21 zum zweiten Mal Mutter und mit 22 geschieden. Lebte bis Oktober 2010 mit einem Mann zusammen, von dem sie sich nun auch getrennt hat. Deshalb dachte ich, weil sie jetzt wieder alleine mit 2 Kindern dasteht, ich könnte es mal wagen mit ihr einen zarten Kontakt aufzubauen. Deshalb gab ich an Weihnachten meinem Sohn einen Brief für sie mit. Heute kam darauf hin die 11 Seiten Demütigung.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lassen Sie das erstmal sacken. Ich glaube, es arbeitet in ihrer Tochter. Und sie wird emotional gesehen irgendwann abkühlen und dann auch mal erkenne, dass alle Dinge mindestens 2 Seiten haben.

Sie hat einfach zu viel Umbruch bzw. Verletzung erlebt, um es ausgeglichen sehen zu können. Aber ihr Brief wird nachwirken.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich Danke Ihnen,
aber auch ich bin verletzt, habe beide Kinder alleine groß gezogen und bekomme dafür keinen Respekt, keine Achtung.
Ich habe es satt an allem "Schuld" zu sein, dass der Lebensweg meiner Kinder steinig ist.

Ich hatte Brustkrebs und bin in Erwerbsunfähigkeitsrente. Ich kann Ihnen leider nicht mehr als die 35€ zukommen lassen aber das Geld zahle ich ihnen von Herzen gerne.
Mit internettem Gruß
Manuela
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich danke Ihnen !

Ich kann die Verletzung nicht lindern, nur nachempfinden. Ich finde ja auch, dass sie Respekt verdienen. Ich kann das etwas nachempfinden, weil meine Mutter selber ähnliche Erfahrungen mit meinen Stiefgeschwistern gemacht hat (die sie nach Suizid ihrer leiblichen Mutter aufgenommen hatte). Famiienstreits dieser Art gehen für die Mütter häufig wirklich ungerecht aus.