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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Mein Sohn ist 19 Jahre alt, eher berdurchschnittlich intelligent.

Kundenfrage

Mein Sohn ist 19 Jahre alt, eher überdurchschnittlich intelligent. Er hat mit knapper Not den Pflichtschulabschluss geschafft, aus Mangel an Motivation zum Lernen, zeitweise schwänzte er die Schule, sodass ich ihn mit 14 in einer Jugendpsychiatrie abklären ließ. Es wurde eine Anpassungsstörung und grenzwertiges ADHS diagnostiziert, was mir nicht weiterhalf.
Mein Sohn begann dann eine Elektrikerlehre, anfangs ging es gut, dann täuschte er immer öfter diverse Krankheiten vor, um nicht hingehen zu müssen. In der Berufsschule im Internat schaffte er die ersten zwei Klassen, danach weigerte er sich weiter hinzugehen. Er ging als externer Schüler und schaffte die Schule bisher nicht, da er einfach zu viele Fehlstunden hatte. Im Dezember kam es zu einer einvernehmlichen Kündigung seiner Lehrstelle ohne Lehrabschluss. Mein Sohn sagt, dass er den Beruf als Elektriker sicher nie ausüben will, weil es eine "Scheißarbeit" ist, er aber den Lehrabschluss auf alle Fälle machen möchte, da er weiß, dass dieser Vorraussetzung für alle möglichen Ausbildungen ist. Was er genau später machen will, weiß er nicht.
Jetzt wollte mein Sohn als externer Schüler die Schule besuchen, hat auch selber die Kosten dafür bezahlt, aber er geht fast nie hin, sagt dass er das schon alles machen wird und schaffen wird (so wie beim letzten Mal).
Das selbe ist mit dem Führerschein, er hat ihn angefangen, macht ihn aber nicht fertig, sodass er demnächst verfällt (sowohl der einbezahlte Betrag als auch die geleisteten Stunden).
Wenn man mit ihm darüber redet, dann tut er so, als wüßte er ganz genau was gut für ihn ist, was er machen muss, um seine Ziele zu erreichen, aber er handelt dann ganz anders.

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, bin meistens sehr grantig zu ihm, da ich nicht einsehe, dass ich arbeiten gehe, alles für ihn besorge und er nur daheim ist. Den Computer haben wir ihm vorgestern weggenommen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Ich arbeite schwerpunktmässig in einer Klinik mit jungen Erwachsenen, die solche Probleme haben. Selbst wenn ich ADHS-Experte bin : Was ist denn ein "grenzwertiges" ADHS ?

Wer sowas diagnostiziert, wäre ein grenzwertiger Diagnostiker und vermutlich ein fürchterlicher Therapeut. Insofern hätte ihr Sohn schon Recht, was die Bewertung seiner Helfer angeht.

Was nicht heisst, dass er so weitermachen kann.
Hatte er Jugendhilfemaßnahmen bzw. ist er noch im Bereich der Jugendhilfe ?
Wurde er mal auf ADHS medikamentös behandelt ?

Gibt es Aufgaben bzw. Hobbies, wo er sich zielgerichtet verhält und Durchhaltevermögen hat ?

Vermutlich wäre für ihn eher ein hochstrukturiertes Setting in einem Berufsbildungswerk geeignet. Besondere Erfahrungen mit diesen "Jungs" hätten die BBW in Waiblingen, das Berufsförderungswerk in Hamburg oder das BBW in Buggenhagen bei Lübeck.