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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 159
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
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Ich nehme seit mehreren Jahren Oxycodon 40 mg nach einer Bandscheibengeschichte

Kundenfrage

Ich nehme seit mehreren Jahren Oxycodon 40 mg nach einer Bandscheibengeschichte mit 3 Vorfällen und 2 OP, alles war danach immer wieder gut, nur die Schmerzen blieben, bis ein Schmerztherapeut auf die Lösung mit den Oxycodon kam. Die Wirkung ist außerordentlich, ich habe kaum noch Rückenschmerzen und habe das Gefühl, dass zusätzlich auch noch andere Schmerzen überdeckt werden, wobei sich mir die Frage stellt, ob das immer so gut ist. Nun aber zum eigentlichen Problem. Aus verschiedenen Ursachen hat sich bei mir eine hochgradige Depression entwickelt und ich ertappe mich immer häufiger dabei, dass ich die Oxycodon zerbeiße und dann runterschlucke, was eine gewisse euphorisierende Wirkung hat, die ich nutze, um meinen Gemütszustand wenigstens für einige Zeit ins Positive zu bringen. Sicher nicht gut, oder? Aber was tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Psych1967 hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Patient bzw. Patientin, das Präparat was Sie einnehmen ist ein Morphine. Um eine gleichmäßige Wirkung zu erhalten und auch um zu vermeiden das der Patient kurzzeitig "High" ist, ist das Medikament retardiert. Durch die Vermeidung des "High" Zustandes soll eine psychische Abhängigkeit, zu der sowieso bestehenden körperlichen Abhängigkeit vermieden werden. Wenn Sie das Medikament zerbeißen oder durchbrechen erhöhen Sie quasie die sich auflösende Fläche der Tablette und damit die frei gesetzten Morphine. Sie heben damit die Retardierende Wirkung des Medikamentes auf. Durch diesen Flash den Sie "nur kurzzeitig" erreichen erhöhen Sie die Gefahr einer Abhängigkeit. Auch benötigen Sie dadurch immer höhere Mengen. Das durch die Einnahme solcher Medikamente und auch die allgemeine Situation eine Depression entstehen kann ist bekannt. Die einzig richtige Lösung wäre sich mit Ihrem Arzt ehrlich darüber zu unterhalten und sich ein Antidepressiva wie z.B. Citalopram verschreiben zu lassen. Für den Anfang würde ich mal eine Tablette mit 20mg, 1 mal pro Tag versuchen und dann sehen ob es besser wird. Gleichzeitig empfehle ich eine Therapeutische Behandlung der Depression. Das zerbeißen des Medikamentes sollten Sie in Zukunft unterlassen, denn das ist nicht der Sinn eines Retardierten Medikamentes und Sie gefährden Ihre Gesundheit. Ja das ist erst mal das was dazu zu sagen bzw. zu schreiben wäre.

Verändert von Psych1967 am 21.01.2011 um 01:24 Uhr EST

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