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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Tag, mein Sohn (35) hat seit der Kindheit sehr ausgepr gt

Kundenfrage

Guten Tag,

mein Sohn (35) hat seit der Kindheit sehr ausgeprägt ADHS und ist ständig in Behandlung. Er nimmt täglich Ritalin.
Da er auf dem Darß an der Ostsee wohnt, sind Spezialisten für eine gesamtheitliche Behandlung dünn gesäht bzw. weit entfernt (wobei die Entfernung keine Rolle spielt).
Ich selbst (meine Frau ist vor 2 Jahren gestorben) bin 67 Jahre alt und sein einziger Ansprechpartner. Ich suche eine Lösung, wie "der Junge" dieses Leben meistern kann, wenn ich nicht mehr zur Verfügung stehe.

Können Sie mir weiterhelfen?

Dr.-Ing. Hans-Jürgen Trapp
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  iveschaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag, ich bin Fan der Davis Methode für solche Patienten, weil sie den Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe beibringt, so dass sie selber ihr Leben besser meistern können. Therapeuten finden Sie unter www.dyslexia.com, weil die Methode zuerst für Legastheniker entwickelt wurde. Sie hilft aber nicht nur bei Legasthenie und Dyskalkulie, sondern gerade auch bei ADHS.

Im Übrigen kennt Dr. Hippocrates gute Anlaufstellen, um sich behandeln zu lassen. Ich leite Ihre Frage an ihn weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
die Behinderungen bei meinem Sohn wirken sich auch stark auf die Feinmotorik aus. Das geht so weit, dass er auch kaum verständlich spricht, obwohl jahrelang in logopädischer Behandlung. Andererseits ist er ein guten Golfspieler (Grobmotorik!).
Könnte auch eine stationäre Therapie angebracht sein?
Wo gibt es geeignete Kliniken?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !
Ich schalte mich mal mit ein, weil ich in einer solchen Klinik arbeite (wenn auch nicht mehr im ADHS-Bereich, den ich mit aufgebaut habe).

Rostock und Colla sind ja Top-Adressen.
An Reha-Kliniken im Angebot wären :
1. Klinik Lüneburger Heide, Bad Bevensen
2. Medizinisch-Psychosomatische Klinik Bad Bramstedt
3. Deister-Weser-Klinik Bad Münder

Wobei zu klären wäre, ob ihr Sohn das überhaupt will. Zudem ist mir noch nicht ganz klar, WAS GENAU denn im Zentrum der Probleme steht. Er kommt mit seinem Leben offenbar nicht klar, was ja an den Selbstorganisations- und Selbstregulationsproblemen liegen kann. Was genau sollte nach einer Reha anders sein ?

Hat er jetzt in irgendeiner Weise Coaching ? (Ich frage, weil ich morgen wieder angehende Coaches von www.adhs-coaching-deutschland.de ausbilden fahre in Münster. Das Buch "Suche Dir Menschen, die dir gut tun" von Christine Beerwerth kann ich in diesem Zusammenhang sehr empfehlen..)

Die Sprachproblematik könnte natürlich ein Problem für eine stationäre Reha sein, weil da viel gesprochen wird. Aber natürlich kein "Ausschlusskriterium")
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ein Coaching hat Matthias nicht. Das stelle ich aber mir notwendig und positiv vor.

Eine Therapie an der Neurologischen Klinik in Rostock (Prof Dr. Benecke ist ein Golffreund von Matthias) wurde durch Dr. Wandschneider durchgeführt. Sie brachte keinen Erfolg, weil 1. nur alle 4 Wochen eine Sitzung, oft nur sehr kurz. 2. scheint dieser Arzt einer solchen Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Vertrauen konnte er nicht aufbauen. Er wurde auch von anderen Patienten sehr schlecht beurteilt.

Eine Selbsthilfegruppe in Rostock löste sich sehr schnell wieder auf. Auch hier war W. als Betreuer am Werk.

Das Hauptproblem von M. ist das fehlende Selbstbewusstsein. Aussagen wie "Ich bin der Versager der Familie" oder "Ich kann nichts" oder "Ich fahre gegen die Wand" erschrecken mich und seine Mitarbeiter und Bekannten. Psychologische Betreuung wäre also nötig. Er fängt Arbeiten nur an, wenn er sieht, dass er auch das Ende erreicht (typisch für ADHS). Zum Glück habe ich ein eigenes Unternehmen, in dem er einen festen Job hat. Er würde fremd nie einen bekommen, da er die Einstellungsgespräche nicht besteht. Er ist ein riesiges Kind, hat einen IQ von 145 wird aber als "Schwachkopf" - auch von seinen Kollegen angesehen. Er hat das Abi geschafft, ohne einmal Aufgaben gemacht zu haben!

Ich bin sicher, dass er suizit-gefährdet ist. Eine Frau, die er sehr gene hätte, ist natürlich in weiter Ferne. Menschen, die ihm gut tun, gibt es an der Ostseeküste kaum. Die Golffreunde sind alle viel älter, junge Leute müssen in den Westen, um Arbeit zu finden.

Also ein Problempaket ohne Ende. Ich bin als einzige Bezugsperson (Unternehmer) oft insbesondere zeitlich überfordert. Haben Sie den ganz hheißen Tip für mich? Geld würde keine Rolle spielen.

Vielen Dank für Ihren Rat im Voraus

H.J. Trapp
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Na gut, dann kommen die "Insider"

1. Wenn es um Selbstwertgefühl etc geht, kann man mit einem hochbegabten ADHSler keine Psychotherapie im herkömmlichen Sinne machen. Der ist doch zu schlau für Psychologen oder Ärzte. Ich selber habe da sehr gute Erfahrung mit der Arbeit über innere Bilder gemacht. Klingt erstmal blöd, ist aber sehr sinnig, da ADHSler eh in Bildern fühlen.

Noch wichtiger aber ist die gesammte Theorie dahinter (ich werde am 10.3. dazu in Köln auf der ADHS-bei-Erwachsenen-Tagung den Abendvortrag gestalten). ADHSler können Emotionen schlechter verarbeiten (u.a. weil ihnen Traumschlaf fehlt). Be-Lastungen werden unter Stress dann wie Traumata gespeichert und bei ähnlichen Anforderungs- oder Kritiksituationen wieder aufgeworfen. Mehr dazu unter http://www.emoflex.de/5.html

Wenn es mein Sohn wäre, würde ich ihn entweder zu mir oder aber Johannes Drischel in Gifhorn zu Therapieeinheiten schicken :-)

Ein weiterer heisser Tip wären Kurse in Süddeutschland bei Cordula Neuhaus. Eine tolle Therapeutin in Sachen ADHS und die Seminare zu Selbstwert bzw. Kommunikation sind sehr hilfreich.

Mein Vorschlag wäre aber, dass sie ihren Sohnemann irgendwann wenn das Wetter besser wird ins Auto setzen und ihn zu einer Runde Golf (in Bevensen, besser natürlich eher in St.Dionys, meinem ehemaligen Heimatverein) jagen und dann zu einem Termin bei uns in der Klinik. Vielleicht an einem Wochenende, an dem ich Dienst habe (letztes Januar-WE)
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
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