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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Ich habe einen Menschen kenngelernt,der schon 30 Jahre unter

Kundenfrage

Ich habe einen Menschen kenngelernt,der schon 30 Jahre unter Depressionen leidet.

Meine Frage an Sie:besteht die Hoffnung,daß er wieder völlig gesund wird?

Und wie kann ich ihm helfen ?

Er leidet unter Verlustangst.

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Liane Satzky
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Es ist eine Frage, wie sie "gesund" definieren ... Und natürlich auch eine Frage, in welcher Form nun die Depression sich bemerkbar macht.

Es gibt sog. "rezidivierende Depressionen", die mit mehr oder weniger grossen Abständen ins Leben treten. Manchmal jahreszeitlich gehäuft, manchmal ohne erkennbaren Grund. Dabei kann in den "Zwischenräumen" das Leben völlig beschwerdefrei weiter laufen.

Wieder andere Betroffene leiden eher "chronisch" unter einem Verlust der Lebensfreude und Vitalität.

So wie sie es andeuten, besteht ja eher insofern ein "chronisches Problem", dass das Zusammenleben mit anderen Menschen durch seine Angst vor Verlassenwerden oder Verlust geprägt ist. Hier sprechen Psychotherapeuten auch häufiger von einer Persönlichkeitsstörung, da es sich um quasi fest "eingebrannte" Überzeugunen und Schemata handelt.

Wenn sie eine direkte Antwort erwarten würde ich schreiben : Nein, völlig gesund wird er nicht. Aber ich kenne auch so kaum Menschen, die nun in allen Bereichen ihres Lebens gesund wären.

Die Frage ist halt eher, wie schränkt seine Besonderheit nun seine Lebensqualität und das Miteinander LEBEN ein ? Wo hat er Stärken und Ressourcen, die ihn zu einem besonderen Menschen machen ? Was schätzen SIE besonders an ihm ?

Ich persönlich denke, dass Freunde oder eine Partnerin eben gerade nicht als Therapeut denken und handeln sollte. Sondern als Freund. Insofern sollten sie ihn so behandeln, wie sie es gegenüber anderen Menschen auch tun würden.

Vor allem aber sollten sie aufpassen, dass sie nicht in eine Art Helfersyndrom verfallen und versuchen wollen, ihn zu retten. Das braucht er nicht und kann sie sowohl emotional (manchmal aber auch finanziell) im schlimmsten Fall "aussaugen", wenn sie ihre Grenzen nicht wahren können.

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