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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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mein sohn hat grenzwertig ADHS ,wir geben ihm aber keine Medikamente

Kundenfrage

mein sohn hat grenzwertig ADHS ,wir geben ihm aber keine Medikamente und ich möchte auch das dies so bleibt,aber vielleicht kann man ihm etwas hämopatisches verabreichen.wir waren in der unilikik in würzburg und haben in testen lassen.
Jan war gerade am oberen Bereich was bei dem ADHS test überhaupt dann adhs ist.Er ist sehr clever aber trotzdem auf einer Hauptrschule sein IQ beträgt 112.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Die Uniklinik Würzburg ist eines, vielleicht DAS Kompetenzzentrum im Bereich ADHS-Forschung in Deutschland. Ich kann zwar irgendwo nachempfinden, dass sie einer naturheilkundlichen Behandlung bzw. Homoöpathie nahe stehen.
Hier würde ich aber doch dringend empfehlen, sich zuvor in entsprechenden Elternforen schlauf zu machen (z.B. www.ads-hyperaktiviatet.de oder www.adhs-anderswelt.de). Fast alle Eltern haben diesen Weg mit ihren Kindern erfolglos durch. Sie selber haben schon Zappelin als Kombinationsmittel probiert bzw. Omega-Fettsäuren etc. Ergebnis ? Es wird mal gute Phasen gegeben haben, letztlich geht es ihrem Kind aber schlecht, oder ?

Es wird leider zu selten beachtet, wie sich ADHS-Kinder fühlen. Sie wollen ja aufmerksam sein, sie wollen nicht stören. Sie wollen Freunde haben.

Hier helfen die ADHS-Medikamente nach dem derzeiten Stand der Forschung wirklich am Besten.
Daneben wäre ein Elterntraining sehr sinnvoll. Ich empfehle das Elterntraining nach Neuhaus , das zunehmend angeboten wird.
Daneben wäre ggf. eine Verhaltenstherapie (z.B. THOP nach Döpfner) sinnvoll, ggf. ergänzendend auch Ergotherapie (siehe dazu auch www.adhs.info).

Versuchen sie die tollen Seiten ihres Kindes zu fördern, aber überlegen sie sich das mit der Homöopathie noch mal. Ich bin durchaus der Homöopathie positiv gegenüber eingestellt. Bei ADHS habe ich in über 10 Jahren ADHS-Schwerpunkttätigkeit noch keine Erfolge durch diese Methode gesehen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
sie sagen jan ist nicht glücklich in seiner Haut ,das stimmt so nicht er spielt Fussball und hat sehr viele Freunde und geht eigentlich einem geregeltem Leben nach,in der Uni sagten sie mir das jan LRS hat,komisch buchstabieren konnte er abre fast alle Wörter,jetzt ist er in der 7.M-ZUG H aupt uns bringt manchmal Diktate nach Hause mit der Note 2 oder 3,wenn er sich auf den Unterricht vorbereitet ist die Note immer eine 1 oder 2,nur wenn er nichts macht dann fallen die Noten schlechter,das Jan ja ein paar Probleme hat sehe ich ein,aber ich glaube wenn er Medikamete nimmt sind Nebenwirkungen ja auch nicht ohne
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Diagnose LRS kann man wirklich hinterfragen, dazu kenne ich aber ja auch die Untersuchung nicht. Typisch bei ADHS wäre aber eben genau diese unterschiedliche Leistung bei Motivation, Wettkampf bzw. Herausforderung etc.

Es geht ja auch darum, ob er begabungsadäquat beschult wird mit seinem IQ, der ja eher "hoch" ist. Es kann schnell sein, dass es sich schlicht langweilt.

Zu den Nebenwirkungen : Zu fast 90 Prozent treten gar keine Nebenwirkungen auf. Zugegeben, es kann Probleme geben, wenn das Medikament nicht indviduell abgestimmt gegeben wird. Es kann zu Appetitproblemen oder Kopfschmerzen kommen. Aber : In fast allen Fällen sind die Kinder von der Wirkung sehr positiv überrascht und auch die Eltern entlastet.

Mir geht es nicht um die schulische Leistung. Ich betreue Erwachsene ADHSler und fast alle machen ihren Eltern Vorwürfe, dass sie eben NICHT in der Kindheit richtig behandelt wurden.

Zumindest einen Behandlungsversuch sollte man gemacht haben, wenn dies so von den Therapeuten empfohlen wird. Methylphenidat (Ritalin) wirkt innerhalb von 30 min und wirkt "nur" 3,5 h. Dann ist alles so wie vorher. Innerhalb von ca 1 Woche könnte man sicher sagen, ob ihr Kind davon profitiert. Daher mein Rat sich mit anderen Eltern mal auszutauschen. In den Selbsthifegruppen ist die Stimmung so eindeutig PRO Medikation und gegen die Quacksalberei, die alle hinter sich haben. Müssen sie und ihr Kind diesen Weg auch erst selber gehen ?

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