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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Hallo! Ich hatte 2006 einen Verkehrsunfall. Hierbei ist mir

Kundenfrage

Hallo! Ich hatte 2006 einen Verkehrsunfall. Hierbei ist mir ein Traktor von rechts ins Auto gefahren. Seither habe ich Beschwerden in der HWS, re. Schulter, re. Arm und vermehrt Taubheit der rechten Hand sowie chronische Kopfschmerzen. Es war zwar ein Wegeunfall aber aus Angst meine Arbeit (ärztl. Sekretärin) zu verlieren bn ich unter starken Schmerzen nach 7. Wochen wieder in die Arbeit gegangen. Dies war für die BG der Anlass mich zu unzähligen Ärzten (Gutachten) zu schicken. Es ging mir immer schlechter und ich hab sogar 2 Mal intensiv über Selbstmord nachgedacht. Ich wollte mich aufgrund meiner Krankheit sogar von meinem Freund trennen. Hab ihm gesagt er solle sich eine gesunde Frau suchen. Hab nämlich auch gut 30 kg zugenommen seit dem Unfall. Das mit den Suizid-Gedanken hab ich bei keinem Gutachten erwähnt aus Angst man würde mich in eine Psychiatrie einweisen. Antidepressivum hab ich auch von einem Neurologen bekommen (hab es selbständig wieder abgesetzt weil ich nicht mehr arbeiten konnte und ich nur noch "neben mir war"). Jetzt dachte ich eigentlich, dass das Sozialgericht meinen Fall abgeschlossen hätte doch an Silvester bekam ich einen Brief (Ladung zur mündlichen Anhörung). Wie kann ich dem Gericht klar machen daß ich immer noch Schmerzen und Angst vorm Autofahren habe (fahr nur noch Kurzstrecken, wenn überhaupt). Zu den Gutachten fuhr mich meist mein Freund oder eine Freundin. Mir wird jetzt schon wieder übel und ich schieb Panik wenn ich an den 19.01. (Gerichtsverhandlung denke). Mit der Bitte um Hilfe! Gruß Frau Lindner
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag !

Wenn sie vor Gericht die gleichen Worte wählen oder diesen Text oben auch nur ablesen, wird man ihnen glauben. Was dann juristisch dabei herauskommt, ist ja leider immer eine andere Frage.

Beim Lesen ihrer Zeilen habe ich gedacht, ob die Ärzte auch an die Möglichkeit einer sog. Posttraumatischen Belastungsstörung in der folge des Unfalls gedacht haben. Sie schildern ja eine Reihe von psychischen Belastungsfaktoren, die jetzt wieder "hoch" kommen. Hier wäre es aus meiner Sicht sehr hilfreich, wenn durch eine Psychologin oder einen Facharzt mit Traumaerfahrung diagnostisch eine sog. PTBS ausgeschlossen bzw behandelt würde und nicht allein die orthopädischen Folgen des Unfalls im Vordergrund stehen.

Keine Sorge, kein Mensch will sie in die Psychiatrie stecken (besonders nicht gegen ihren Willen), es geht nur um Recht und Gerechtigkeit bzw. Wiederherstellung ihrer Lebensqualität.
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung: Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bin jetzt beim Anwalt! Denn der VdK hat mir nicht geholfen! Mein Anwalt wird die Richterin anrufen und hofft auf eine Vertagung des Termins (um sich die Akten anzusehen). Er hat mich gefragt, wie viel % MdE ich erwarten würde! Ich sagte 20%. Mein Anwalt meinte, daß dies zu wenig sei. Ich wär ja froh, wenn ich mehr bekommen würde. Denn 8,5 Std. am Tag Arztberichte tippen geht mittlerweile an die Substanz. Spätestens mittags hab ich einen extremen Leistungsabfall. Nachmittags quäl ich mich zum Schreiben!!! Leider kann ich aus finanziellen Gründen keine Stunden reduzieren. (ein Halbtagsjob wär mein Wunsch). Ich weiß selber, daß meine Psyche ziemlich angegriffen, ich ständig müde bin und vor lauter Frust und Ärger nicht mehr gern aus dem Haus geh und mich mit Essen vollstopfe! Seit dem Unfall hab ich ca. 30 kg zugenommen (auf 4 Jahre). Wieviel % MdE könnte ich noch für mein psychisches Problem (Panikattacken, Angstzustände) bekommen bzw. einklagen??? Gruß Fr. Lindner
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Was sie brauchen ist ein GdB von 30 und der wird in aller Regel auch für psychosomatische Störungsbilder gewährt. Dabei ist das immer eine Art "Summenwert", dh. alle psychischen Faktoren werden da zusammengenommen und ggf. aber auch mit den orthopädischen oder sonstigen Dingen mitgerechnet.

Sie bräuchten aber eben nur einen GdB von 30 und könnten dann einen Gleichstellungsantrag stellen, der sie wie eine Schwerbehinderte "behandelt" ggf. dem Arbeitgeber.

Aber : Das sagt noch nichts über Rente etc oder Reduktion der Arbeitszeit.

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