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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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Ich bin 34 Jahre alt, zwei Kinder, berufst tig. Ich bin seit

Kundenfrage

Ich bin 34 Jahre alt, zwei Kinder, berufstätig. Ich bin seit ca. 1 Jahr trotz kaum Probleme super unglücklich und wenn, dann nur für einen Augenblick. Ich bin sehr oft gereizt, weinerlich bzw lustlos und voller Schuldgefühle für alles was passiert. Ich kann keine positiven Gefühle mehr zulassen und auch geben. Habe ich Depressionen und wie schwerwiegend sind sie? Muss ich zur Behandlung? Zum welchem Arzt? Wie weit hilft da Akkupunktur?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

Sie beschreiben in der Tat eine depressive Symptomatik. Depressionen können sowohl als Folge von seelischen Belastungen und Konflikten aber auch ohne erkennbare Auslöser entstehen. Man vermutet, dass es eine genetische Veranlagung zum „depressiv werden“ gibt. Je größer die Veranlagung, desto kleiner muss der auslösende Faktor sein. Nicht selten kommt es auch vor, dass der betroffene Mensch seine möglichen Probleme und Konflikte zum Zeitpunkt der Depressionen noch gar nicht erkannt hat. Die Depression kann somit ein Hinweis sein "mit deinem Leben stimmt irgendetwas nicht, sieh mal genauer nach.“

Was in ihrem Fall zutrifft, kann ich online natürlich nicht feststellen. Die Symptomatik die sie beschreiben kann aber vermutlich als mittelschwer eingestuft werden. Akupunktur würde ich als eine begleitende Maßnahme empfehlen können. Wichtiger erschiene mir aber zunächst der Kontakt zum Hausarzt, um mit diesem zu klären, ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein könnte. Bei einem Ansprechen auf die üblichen und bewährten Medikamente geht es einem häufig schon nach 2-4 Wochen ein ganzes Stück weit besser. Sollte Ihr Hausarzt sich unsicher sein, wird er einen Psychiater kennen, an den er sie weiterleiten kann. Während dieser Gespräche wäre dann auch zu klären, ob eine Psychotherapie sinnvoll sein könnte, oder ob die medikamentöse Behandlung ausreichend ist.

Insbesondere, wenn sich tatsächlich keine relevanten Probleme im Leben feststellen lassen, ist das Medikament mitunter ausreichend. Üblicherweise wird die medikamentöse Behandlung 6-12 Monate fortgeführt. Bei anhaltender Stabilität kann dann wieder abgesetzt werden.

Folgenden Ratgeber könnte ich ihnen empfehlen: Wenn das Leben zur Last wird (Rolf Merkle)

Ihnen Alles Gute, Dr. B.


Verändert von drwbischof am 05.01.2011 um 15:23 Uhr EST

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