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Psych1967
Psych1967, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 125
Erfahrung:  Verhaltenstherapie Psychologie
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Zu mir Ich bin 24 Jahre alt, wohne derzeit alleine in einem

Kundenfrage

Zu mir: Ich bin 24 Jahre alt, wohne derzeit alleine in einem Studentenzimmer, habe weder eine abgeschlossene Ausbildung noch einen Beruf....
Doch wie es zu diesen Umständen gekommen ist, würde ich euch gerne mitteilen...

Bereits als ich klein war, war die Situation in der Familie sehr angespannt, alles ausgehend von meinem Vater. Er war in seinem Leben immer der Ansicht, das seine Kinder (Ich 24, Meine Schwester 28, Mein Bruder 32) genauso werden sollten wie er...

Er ist sieht alles im Leben als erstes aus der Finanziellen Perspektive, er ist selbstständing und verdient ziehmlich gut in einem handwerklichen Beruf als "Ingenieur".

Meine Mutter hatte nie viel zu sagen, war immer unter seiner "Fuchtel". Damals als wie 3 Geschwister noch alle Zuhause waren und mein Vater noch die ganze Woche auswärts war, haben sich meine Geschwister bei Freunden und Partnern "versteckt" bis am Sonntagabend, um Ihn nichtmehr sehen zu müssen.

Aber gut, ich will nicht zu sehr abschweifen...Zu mir: Er hat mir seitdem eingeredet ich sollte werden wie er, habe deshalb mit 18 eine Ausbildung als Metallbauer angefangen, was aber nie mein Wunsch war. Ich will etwas im Wirtschaftlichen Bereich machen, kurz gesagt halt einen Bürojob. Aber das schien er nie akzeptieren zu können. Ich habe die Ausbildung schlussendlich aufgegeben weil es nichts für mich war. Habe Anschließend mein Abitur nachgeholt (zuvor hatte ich einen sehr guten Realschulabschluss, sogar mit Auszeichnung von meiner Gemeinde).

Doch fand ich nie wirklich richtig Anschluss, die Situation Zuhause war eine derartige Belasstung und ich habe nie mit einem darüber gesprochen....Ständiges rumschreien, ständige Anschuldigungen, weil ich, wie ich selbst zugeben muss, viel gelogen habe, da ich genau wusste, eine ehrliche Antwort, zu meiner Sicht der Dinge, hätte wieder im Ärger geendet.

Letztes Jahr im November, 5 Tage nach meinem Geburtstag ging es nicht mehr, ich habe einige Sachen in mein Auto gepackt und bin einfach abgehaun, ohne viel Geld oder Perspektive. Habe 4,5 Monate im Auto geschlafen(für welche die im Norden wohnen und sich erinnern, es war Teilweise - 22 Grad Nachts).
Ich habe mich ihrgendwie aufgerappelt und einen Job an ner Tankstelle angenommen, konnte mir dann im April ein Zimmer nehmen.

Was nun letztendlich mein Problem ist, ist die Tatsache das ich (ohne Egoistisch zu wirken) weis, das ich soviele Möglichkeiten habe, ich habe an einem IQ-Test an einer Uni teilgenommen und war dort mit 8 Punkten Erster mit 145. Meiner Vater fand meine Urkunde und alles natürlich vollkommen unnütz und Worte wie "Gut gemacht" kenne ich nicht.
Vor 3 Wochen habe ich erfahren, das mein Bruder, der alleine lebt ohne Kinder und Frau, zum Psychater geht, wobei meine Vater bei seinen Problemen ebenfalls eine große Rolle spielt, dabei hab ich Ihne immer für stärker gehalten.
(Meine Geschwister und Ich kommen nach meiner Mutter, sind emotionaler und denken erst an Mitmenschen, statt ans Geld wie mein Vater)

Was mache ich jetzt nur, ich sitze hier in meiner Wohnung, werde älter und weis nicht wo ich anfangen soll, kann mich nicht aufraffen um herrauszufinden ob ich eine Finanzielle Hilfe für meine Wohnung und eine Weiterbildung bekomme. Ich bin einfach ganz unten und hatte nichts, woran ich mich hochziehen kann.


Ich wäre für einen Rat oder eine Beurteilung meiner Situation sehr dankbar.

Gruß und danke.
Thomas
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Psych1967 hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Patient bzw. Patientin, angefangen mit Ihrer Kindheit denke ich das Sie die unbedingt aufarbeiten müssen da einige Ihrer jetzigen Probleme dort begründet liegen wie Sie selbst schon erkannt haben. Sie sollten sich hierbei schon einmal Hilfe holen bei einem Psychiater o.ä.. Die Sache mit den Finanziellen Problemen können Sie fürs erste bis Sie einen Job haben mit dem Sie Ihr Leben finanzieren können abfangen, indem Sie zum Arbeitsamt gehen und Hartz 4 beantragen. Beim Amt können Sie sich auch sofort beraten lassen in Sachen Weiterbildung oder Jobsuche. Somit wäre Ihr Überleben fürs erste gesichert. Das würdeh erst mal im Kopf für Entlastung sorgen so das Sie sich mit den weiteren Schritten beschäftigen können und nicht jeden Tag daran denken müssen wie es morgen mit Essen usw. weiter geht. Ich denke das sollten die ersten Schritte sein. Alles weitere richtet sich dann erst mal danach was Ihnen das Arbeitsamt sagt bzw. wie Sie sich mit den Sachbearbeitern über Ihr weiteres Vorgehen einigen. Auf der Psychischen Seite sollte Ihnen wie oben beschrieben ein Fachmann (Psychiater Therapeut usw.) weiter helfen können. Sie müssen dort den weiteren Weg in wenn nötig eine Therapie besprechen. Ich denke schon das Sie auf jeden Fall die Situation aus der Kindheit nicht alleine in den Griff bekommen. Dazu kommt wenn ich das richtig verstanden habe hält diese ja auch bis in die jetzige Zeit weiter an. Ich hoffe das ich Ihnen hiermit den richtigen Anstoß geben konnte. Sollten Sie weitere Fragen haben schreiben Sie mich ruhig an.