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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Kundenfrage

Was ist los?

Seit 3 Jahren gehts mir schlecht. Vor und nach der Geburt meines Sohnes hab ich mir das Leben, vornehmlich die abendlichen Stunden, mit Cannabis verköstigt. Hinzu kam ein abendlicher Alkoholkonsum, um die ganzen Probleme sowie Existenzängste hinwegzuspülen, was auch prima funktionierte. Das Kind hat geschlafen, die Frau lag auf der Couch, ich war in meinem Büro, wo ich mich ganz meinem Studium und dem Rausch hingeben konnte.
Als ich dann bemerkte, dass ich eigentlich gar nicht mehr nach meiner Freundin bzw. nach meinem Sohne schaute (max. 30 Minuten am Tag), beendete ich den ganzen Spuk. Ich nahm (im betrunkenen Zustand) das Marihuana und den Alkohol und kippte es ins Klo. An dieser Stell endet meine „Drogenkarriere“. 3-4 Tagen nach diesem "Ende" wurde ich Nachts wach. Mein Herz raste (Puls 170!), ich dachte zu ersticken. Es war schrecklich. Daraufhin
wurde in den folgenden 7-10 Monaten öfters mal der Notarzt konsultiert, wegen diesen beschriebenen Problemen. Ich kam sodann ins Krankenhaus, wo man ich auf den Kopf
gestellt hatte (von EPU(!) bis Lumbalpunktion). Alles war oB.

So, dies mal zur Vorgeschichte. Wie gehts mir heute? (2.5 Jahre später) total beschissen.

Ich fühlte mich, als ich aus Watte sei. Ab und an denke ich darüber nach, wie es wäre, wenn ich einfach nicht mehr hier wäre, ohne diese lästigen Symptome (Schwindel, Schwäche, Atemnot, Extrasystolen etc.). Was mich aber erschüttert ist die Tatsache, dass sich tatsächlich in meinem Hirn solche Gedanken von Zeit zu Zeit bemerkbar machen.

Mein leben ist nicht mehr so wie es mal war. ... Meine Lebensfreude ist weg. Ich lebe nur noch in den Tag hinein, in der Hoffnung, einen ganz normalen Tag, ohne Stress mit meiner Gesundheit zu haben. Nur ein Tag, ohne Schwindel, einfach nur mal normal leben können. Einmal nicht selbst in mich herein horschen. …

Gerade bekam ich einen Heulkrampf, ohne zugrundeliegende Ursache. Schon das zweite mal für diese Woche. Seit Heiligabend lieg ich im Bett. Hab weder die Wohnung noch das Haus verlassen (wohne wieder bei meiner Mutter, die das gar nicht lustig findet).


Ich fühle mich schwach. Meine Lebenslust tangiert gegen Null. Es erscheint fast schon zynisch überhaupt von Lebenslust zu sprechen. Gestern Nacht lag ich im Bett und bekam irgendwie schlecht Luft. Mein Brustkorb und Bauch gribbelte und vibriert ganz seltsam. Am liebsten hätte ich mich wie eine Kellerassel zusammengerollt und wäre in der Matratze versunken, dort geblieben und nicht mehr hervorgekrochen. Ich habe 15 KG verloren, keine Lust zu essen.

Heute ist Silvester. Lieber liege ich im Bett und tue gar nichts. Ich fühle mich total ausgebrannt. Gern würde ich wieder ein „Mensch“ sein und an den schönen Dingen des Leben teilnehmen. Mir fehlt aber die Kraft mich aufzuraffen. Es kommt mir so vor, als ich in meinem eigenen Körper gefangen wäre, der eine wohl organisch funktionierende, aber sonst leblose Hülle meines „Ichs“ darstellt. Nichts mehr füllt mich aus. Mein dreckiger, wohl nur scheinbar gut funktionierender Körper beherrscht mich von Tag zu Tag mehr. Jedes Kribbeln, Zwicken, Stechen löst in mir eine Alarmrekation aus. Jede Harmlose Extrasystole meines Herzens raubt mir für eine Sekunden die Luft. Wie soll es nur weitergehen? Der Zustand hält nun schon fast drei Jahre an. Meine Nerven liegen total blank. Zwar konnten die hochgeschätzten Mediziner nachweisen, dass auch meine Muskeln in Takt sind. Aber was nutzen einem Muskeln, wenn die Kraft fehlt, diese irgendwie zu betätigen. Jeder Schritt fällt mir schwer. Meine Beine sind zu schwach mich zu tragen, ich hab das Gefühl, ein Loch im Kreuz zu haben(?!). Von Tag zu Tag, Woche zu Woche, Monat zu Monat geht an sich wertvolle Zeit verloren, in der ich „leben“ könnte, es aber nicht kann. Warum? Ich weiss es nicht. Es scheint so, als es im inneren der Erde einen Strudel gäbe, der mich langsam anzieht und mich nicht mehr loslassen mag. Ich bin einfach nur fertig. :-( Ich kann nicht mehr.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen und ein besseres 2011 !

Vordergründig haben sie eine Angststörung und eine vermutlich in der Folge entstandene gehörige depressive Symptomatik. Für eine genauere Zuordnung reichen ihre Beschreibungen nicht so recht aus, da müsste man schon bei einer Facharzt für Psychiatrie bzw. Psychotherapeutische Medizin ein paar Termine investieren.

Was mich nachdenklich stimmt, war der Zusammenhang mit dem Cannabis bzw der "Schreck" als Auslöser dieser Problematik. Ich habe eine Reihe von jungen Erwachsenen kennengelernt, bei denen die verzerrte drogeninduzierte Problematik zu einem Enfremdungserleben führte, bei der quasi der innere Emotionsfaden bzw. Zusammenhang von Fühlen, Denken und Handeln irgendwie zerrissen scheint. Das ist wie eine Traumastörung, aber eben nicht ausgelöst durch ein schreckliches Ereignis, sondern durch die Wahrnehmungsstörungen der Droge zusammen mit einer vorbestehenden Anspannung und dann einer Alarmsituation.

Nun könnte man zunächst versuchen, mit herkömmlicher Psychiatrie bzw. Psychotherapie ihnen zu helfen. Das wären dann wohl Antidepressiva, die auch eine angstlösende Wirkung haben (beispielsweise SSRI oder Venlafaxin). Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass dies nur begrenzt hilft. Statt dessen wende ich ein Verfahren an, dass aber nicht zu den offiziellen Therapiemethoden gehört. Dabei übersetze ich Gefühle in innere Bilder.

So wie ihr Strudelbild, dass sie zu Boden zieht.

Ich würde also wissen wollen, wie sich das Gefühl als Bild beschreiben lässt :
Wäre es schwer oder eher leicht ?
Rund oder eckig ?
Bewegt es sich ?
Wäre es warm oder kalt ?
Hat es eine Farbe ?
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung: Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

zunächst bedanke XXXXX XXXXX dass sie sich meiner auf diesem Wege angenommen haben und mir eine erste Einschätzung mit auf den Weg gegeben haben. Gerne möchte ich noch einmal auf Sie zurückkommen:

 

Während dem Konsum der Droge Cannabis (am Ende, es lief 3 Jahre) hatte ich im Rausch das Gefühl, wie es sein würde, tot sein. Ich stellte mir vor, es wäre wie ein Knall, ein "Gefühl der absoluten Freude und Leichtigkeit". Es machten sich wohl unbemerkt "Selbstmordgedanken" breit. Dies war auch mithin das Auslöser, warum ich das Zeugs in den Müll geworfen hab und von heut auf morgen kein Alkohol und Cannabis (außer Nikotin) mehr zu mir genommen haben.

 

Zu ihrer Rückfrage:
Der Strudel stellt eine Metapher dar, die darstellen sollte, wie ich mich in den Momenten fühle. Ich kann dies keinem Bild direkt zuordnen. Aber ich versuche es mal weiter zu konkretisieren:

 

Ich fühle mich leicht, meine beine Kribbeln, durch meine Arme läufen Ameisen, allg. Schwäche. Wenn ich nach draußen gehen, dauert es nicht lange, und der Boden wird weich. Meine Beine sind dann wie gelähmt. Es ist ziemlich verwirrend. Es kommt mir so vor, als ich meine Beine selbst nur bedingt steuern könnte. Ich hab mittlerweile Angst, alleine nach draußen zu gehen, bzw. längere Wege auf mich zu nehmen. Ich achte darauf, dass immer medizinisches Personal erreichbar, sollte mir etwas zustößen. Ich weiss, es klingt sehr bekloppt :-( Aber das was ich erlebe, ist so sehr real. Ich bilde mich das nicht ein, die Symptome sind real, fassbar, spürbar, erlebar. Irgendwie beherrscht mein Körper mein Geist. Ich spüre alles was in mir vorgeht. Ich kann meine Herzfrequenz bestimmen, ohne den Puls anzutasten. Ich spüre es einfach.

 

So, nun versuche ich meine Gefühle mal in einem Bild darzustellen:

Das Bild hätte keine konkrete Struktur, keine Umrisse, es wäre nicht wirklich als solches erfassbar. Es sieht aus wie eine graue Nebelsuppe, die sich leicht dreht. Diese Nebelsuppe ist eher hell und grell, sie blendet, wie wenn man in ein starkes helles Licht reinblickt. Es ist ein eher unangenehmes Bildnis. Das Bild steht nicht still, es bewegt sich. Es bewegt sich nicht in eine Richtung. Die Richtung der "Farben" sind unwillkürlich, links - rechts - oben - unten, ohne eine Struktur. Stellen Sie sich vor, sie geben einem 3 jährigen Kind Papier, Wasserfarben und Deckweis. Das Kind mischt sich eine Graue Farbe an. Dabei verwendet es zu 80% weiss. Dann bemalt es das Bild unwillkürlich und legt es nach draußen. Es beginnt zu regnen. Alles verschwimmt, die Farben velieren ihre Stärke, sie laufen vom Blatt herunter. Der Wind weht das bemalte Blatt davon.

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