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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Mein Mann hat immerwiederkehrende Depressionen.Es ist jetzt

Kundenfrage

Mein Mann(47) hat immerwiederkehrende Depressionen.Es ist jetzt das vierte mal er nimmt Trazodon und Cipralex 20 mg seit 6 Wochen es wirkt aber nicht. Er ist verzweifelt und traurig (weint sehr viel).Er hat vor 5 Jahren eine Therapie gemacht(2Jahre lang) ,die Therapeutin meinte er sei verschlossen und sie konnte nicht an ihn rankommen um ihm zu helfen.Jetzt macht er auf Esoterik aber es hilft natürlich auch nichts,außer das es viel kostet.Meine Frage wie kann ihm geholfen werden.Andere Tabletten? Ein guter Therapeut in München? Oder irgend eine neue Therapie für sehr verschlossene Männer?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Wenn ich Sie richtig verstehe, hat ihr Mann eine chronisch rezidivierende depressive Störung. Grundsätzlich ist Cipralex als SSRI-Hemmer ein gutes Medikament, ggf. könnte man die Dosis noch etwas erhöhen. Trazodon wirkt ähnlich, aber eher sedierend am Abend. Nach 6 Wochen sollte aber eigentlich eine Wirkung zu sehen sein.

Welche medikamentöse Behandlung erfolgte denn damals ? Grundsätzlich sollte man bei fehlendem Ansprechen auf eine Behandlung auch an eine stationäre Behandlung denken, beispielsweise in München am Max-Planck-Institut für Psychiatrie bzw. der Unipsychiatrie. Hier würden weitere nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten wie Schlafentzug, Lichttherapie, ggf. aber auch Elektrokrampftherapie zur Verfügung stehen, sicher aber eben eine optimale medikamentöse Einstellung ermöglicht werden. Hier denke ich an die Kombination von Antidepressiva mit einem atypischen Neuroleptikum sie Seroquel long (zur Nacht) oder aber die Auswahl höher potent wirkender Antidepressiva (z.B. Jatrosom).

Wenn sie eine "neue" Therapie für verschlossene Männer ansprechen : Ein Freund von mir hat ein Verfahren entwickelt, dass eher an die Reperatur eines PC als an klassische Psychotherapie erinnert. Es geht darum, Gefühle in innere Bilder zu übersetzen und dann über Augenbewegungen (wie im Traumschlaf, nur tagsüber) einer Verarbeitung zugänglich zu machen. Das ist keine etablierte Therapie, aber vielen meiner Patienten hilft es erstaunlich gut.

Wenn ihr Mann sein depressives Gefühl in einer Bild-Form beschreiben sollte :
Wäre es schwer oder leicht ?
eher rund oder eher eckig ?
Rauh oder eher glatt an der Oberfläche ?
Warm oder eher kalt ?
Passt eine Farbe dazu ?
Bewegt sich die Form ?