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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

hallo ich bin gestern aus der geschlossenen Abteilung einer

Kundenfrage

hallo
ich bin gestern aus der geschlossenen Abteilung einer klinik entlassen worden
bin da eingewisen worden wegen Alkoholmissbrauch und Selbstverletzung
ich leide seit fast 30 jahren an einer generalisierten Anststörung
habe schon verschiedene Therapien gemacht mit nur kleinen Erfolgen
meine Frage : kann ich das Medikament Lyrica bedenkenlos einnehmen ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Lyrica kann man sicher bedenkenlos einnehmen, aber ein Wundermittel gegen ihre Probleme wird es auch nicht sein. Das sollte aber auch klar sein.

Gegen Alkoholmissbrauch im Zusammenhang mit selbverletzendem Verhalten / Angst / Persönlichkeitsstörungen wäre vermutlich eher eine längerfristige Rehabilitation in einer Entwöhnungseinrichtung bzw ggf. Betreutes Wohnen angesagt, um eine Stabilisierung zu erreichen.

Aber die Medikation ist ein (kleiner aber wichtiger) Baustein dafür.

Viel Erfolg und gute Stabilisierung !
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Diese Antwort hat mir nicht sehr viel gebracht
Ich trinke nicht regelmäßig Alkohol --nur wenn ich in diesen extremen Angstsituationen bin
das heißt ..wenn ich in der Arbeit bin ( Bäckereiverkäuferin ) hinter der Verkaufstheke stehe ..viele Menschen da sind und ich keine Fluchtmöglichkeit sehe
Also , wenn ich FUNKTIONIEREN muß
Bin ich daheim , trinke ich nicht einen Schluck
Seit nunmehr 30 Jahren hat mich diese verdammte Angst im Griff und bestimmt mein Leben !! Verschiedene Therapien habe ich schon hinter mir
Ein betreutes Wohnen käme für mich nicht in Frage , da ich in einer festen Beziehung lebe . Aber leider weiß ich nicht , wie lange mein Partner das noch mit macht ..ich will ihn ja auch nicht ständig enttäuschen , mit meinen PROBLEMEN !!
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich gebe gerne zu, dass ihnen die Antwort wenig nützt, aber es war die Antwort auf ihre Frage (ob sie Lyrica bedenkenlos einnehmen können).

Ihr Problem der Angststörung wird damit nicht gelöst. Ich wage mal die Behauptung, dass sie durch sog. Trigger (= emotionale Auslösereize) bei dem Kontakt mit den Menschen in der Bäckerei an alte Traumata bzw. nicht verarbeitete emotionale Vorerfahrungen unbewusst erinnert werden und ihre "Angst" eigentlich ein Trauma ist. Da nun Alkohol drauf zu trinken, damit sie "funktionieren" wird nicht funktionieren. Andererseits sind sie auf den Job wahrscheinlich angewiesen.

Wenn eine Angststörung so lange nicht erfolgreich mit Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie besser wird, stimmt halt häufig die Diagnose nicht. Wurde mal in Richtung "Traumata" gedacht bzw behandelt ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für Ihre Antwort

Nein , in Richtung Traumata hat mich noch keiner behandelt
Aber das wäre zu überlegen
denn ich hatte eigentlich in meiner gesamten Kindheit nur ANGST
meine ältere Schwester litt im Kindesalter und auch noch heute unter Epilepsie
da ich mit ihr ein Zimmer teilte , bekam ich so ständig ihre zum Teil sehr großen Anfälle mit
Leider klärten mich meine Eltern nicht über diese Krankheit auf und somit wußte ich auch nicht , was mit meiner Schwester geschah
Wohin könnte ich mich wenden ??
Danke für ihre Antwort und natürlich werde ich sie aktepteiren
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn ich eine Empfehlung geben sollte, würde ich einen Nicht-Therapeuten empfehlen. Nachteil : Die Therapiekosten muss man selber tragen und es gibt ihn nur einmal (in Gifhorn). Schauen sie mal auf www.emoflex.de. Dieses Verfahren wäre für Ängste bzw. derartige "flache Traumata" sehr hilfreich und ich habe selber sehr sehr gute Erfahrungen damit gemacht bzw. arbeite in der Klinik bzw. hier bei Justanswer quasi ständig damit.

Herkömmliche Psychotherapeuten könnten erstmal gar nicht auf die Idee einer Traumatisierung kommen, weil sie keine klassischen Trauma-Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) haben. Aber heute wissen wir, dass das eben nicht immer sein muss (dazu gibt es auch ein gutes Buch : Die neue Medizin der Emotionen von Servant-Schreiber).

Gerade frühkindliche "Erfahrungen" mit einer "unheimlichen" Erkrankung können traumatisierend wirken. Ich würde der Sache diesbezüglich unbedingt weiter auf die Spur gehen.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich dedanke XXXXX XXXXXür ihre sehr schnelle Antwort
Ich werde Ihren Rat befolgen und diesen Weg einschlagen
Ich würde mir sehr wünschen , vieleicht dadurch meinen Leidensweg zu beenden !!
Mittlerweile bin ich ziemlich "abgestumpt" und voll gepumpt mit verschiedenen Psychopharmaka
Eigentlich möchte ich doch nur wieder ein ganz normales LEBEN führen !!
Vielen Dank

mfg. M. Haas
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gern geschehen und viel Erfolg !

Ich kann es sehr gut nachempfinden, wenn man elendlang nach Lösungen und Hilfe sucht und nicht findet. Natürlich kann und sollte man hier keine Ferndiagnosen stellen. Aber die gleichen Wege zu empfehlen, die alle gehen ist vielleicht manchmal wenig sinnig. DXXXXX XXXXXeber neue Wege, die anderen auch schon geholfen haben !