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Psych1967
Psych1967, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 125
Erfahrung:  Verhaltenstherapie Psychologie
55160262
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Guten Tag. Ich bin Krankenschwester und leide an Depressionen.

Kundenfrage

Guten Tag. Ich bin Krankenschwester und leide an Depressionen. Dies war mir nicht immer bewusst. Hatte mich anfangs nur gefragt warum ich so niedergeschlagen, hoffnungslos und müde bin. Da ich aber nun Krankheitsbilder kenne und viel erlebt habe diesbezüglich ist mir mittlerweile klar was mir fehlt. Ich weiß leider nur nicht was ich jetzt für mich tun kann. Auf einen Termin beim Psychiater wartet man ewig. Als ich es probierte sollte ich ein halbes Jahr darauf warten. Nun noch ein wenig zu meiner Lebensgeschichte: Ich bin 30 Jahre alt und hatte eine behinderte Schwester, welche verstarb als ich 13 war. Als ich 21 war starb mein Vater an Krebs und ich habe bis zum Schluss alles gemacht und miterlebt. Das ist das schlimmste Ereignis in meinem Leben gewesen bis heute und ich kann es nicht wirklich verarbeiten. Immer wieder holt es mich ein und ich weine und vermisse ihn so. 2005 habe ich eine Tochter bekommen. Als ich mit meinem Sohn schwanger war 2007 hatte meine Mutter einen Unfall und dadurch Gehirnblutungen. Sie wäre fast gestorben und das ganze zog sich über zwei Jahre bis sie wieder halbwegs richtig auf den Beinen war. Dezember 2007 habe ich meinen Sohn bekommen. Ich habe eine tolle Familie. Alle sind gesund und ich bin auch seit zehn Jahren mit dem Vater der Kinder zusammen. Vor allem für ihn ist mein Zustand oft sehr schwierig. Er weiß oft nicht wie er mit mir umgehen soll, wenn ich mal wieder einen extremen Schub habe und kaum von der Couch aufstehen kann und niemanden sehen will. Vor kurzem hatten wir nun noch großen Streit mit dem Freundeskreis, was mich sehr fertig macht. Freunde sind mir mit das wichtigste im Leben aber mein Stolz ist zu groß nachzugeben wenn ich mich schlecht behandelt fühle. Auf Arbeit passiert leider auch einiges, was ich psychisch nicht mehr aushalten kann. Zu viel Arbeit, Verantwortung und man wird komplett allein gelassen. Es gab vor kurzem einen Vorfall wo jemand unter meiner Schicht verstorben ist und ich mache mir Vorwürfe deswegen.Ich habe meine Kündigung bereits geschrieben, weil ich unter diesen Arbeitsbedingungen keine Verantwortung mehr für Menschenleben übernehmen werde. Habe mir eine neue Arbeit gesucht. Ich denke immer öfter das ich nichts mehr wert bin und keinen Sinn mehr habe. Was kann ich jetzt tun um wieder auf die richtige Bahn zu kommen? Ich trinke leider auch immer mehr Alkohol. Möchte aus diesem trostlosen Kreis wieder raus irgendwie. Für meine Familie und für mich natürlich. Ich habe Angst das meine Kinder irgendwann mitbekommen was mit mir los ist. Möchte das es für sie so normal weitergeht wie bisher, aber das ist manchmal wie gesagt Quälerei für mich, wenn ich mich kaum bewegen kann vor Grübelei. Sollte ich vielleicht in die Psychiatrie für eine Weile? LG Dana
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Psych1967 hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Patient bzw. Patientin, das hört sich alles sehr schlimm an für Sie. Auf jeden Fall können Sie das so nicht stehen lassen, Sie müssen wohl oder übel einen Termin bei einem Fachmann (Psychiater) nehmen. Das ganze belastet ja auch Ihre Familie ganz massiv und ein Alkoholproblem haben Sie auch schon. Das ist ja schon ein Notfall. Das würde ich auf jeden Fall bei Vereinbarung eines Termines auch so herausstellen. Ich weis nicht wie das bei Ihnen mit Suizid Gedanken aussieht, auch das wäre ein Grund Notfall mäßig einen Termin zu bekommen. Eine Einweisung in die Psychiatrie würde dafür sorgen das Sie erst mal untersucht werden und entsprechende Maßnahmen Medikationen etc. eingeleitet werden. Ich würde auf jeden Fall kein halbes Jahr warten. Machen Sie das was für Sie sofort verfügbar ist. Wenn Sie sich bei Ihrem Hausarzt eine Überweisung holen dann kann der eventuell ja auch einen Kontakt für Sie herstellen und dafür sorgen das das alles auch mit entsprechendem Nachdruck gemacht wird. Wenn ich so das höre was Sie schreiben würde ich mir schon Sorgen machen wenn da nicht relativ Fix was passiert. Ich hoffe das ich Ihnen ein wenig Mut machen konnte.