So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an webpsychiater.
webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
53212237
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Hallo mein Name ist Silvia L her, ich bin 33 Jahre alt. Mein

Kundenfrage

Hallo mein Name ist Silvia Löher,
ich bin 33 Jahre alt.
Mein Mann ist letzten Jahres verstorben,
ich bin bis jetzt noch nicht mit der Trauer
klar gekommen.
Im gegensatz ich sehe abends meistens ein dunklen schatten
über dem fenster genauso wie gesternabend,
der schatten verfolgte mich durch die ganze wohnung.

Ich versinke immer mehr in Trauer rein.
Ich habe 5 Kinder....
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Wenn man seinen Partner so jung verliert, aber Kinder bzw. das normale Leben einem zum "Durchhalten" zwingen, bleibt die Trauerarbeit leider häufig auf der Strecke. Die Verarbeitung des Verlustes, aber auch die eigene Überlastung mit dieser Situation fertig zu werden, bleiben irgendwie auf der Strecke. Zudem ist das Alleinsein ja verdammt schwer auszuhalten.

Glaube und Gespräche mit ihrem Mann können da eine Unterstützung sein. Aber sie benötigen aus meiner Sicht auch so Hilfe. Dies kann durch weitere Familienangehörige sein, ggf. aber auch durch das Jugendamt zur Unterstützung im Umgang mit den Kindern. Einfach, damit sie auch einmal Zeit für sich allein haben.

Auch wenn Trauer ein sehr individueller Prozess ist, der eben unterschiedlich lange dauern darf, so sollten sie sich aus meiner Sicht neben seelsorgerischer Unterstützung auch im Rahmen einer Psychotherapie Hilfe suchen. Über den Verlust sprechen bzw. neue Bewältigungsmöglichkeiten und eine Neuorientierung zu entwickeln könnten wesentliche Themen einer solchen psychotherapeutischen Begleitung sein.

Daneben könnte man daran denken, ihre derzeitige Situation medikamentös mit einem Antidepressivum zu verbessern. Hier könnten beispielsweise Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (z.B. Cipralex) eine Hilfe sein. Die Schatten bzw. ihre Beschreibung lassen mich sehr an eine Depression mit Anklingen von psychotischen Merkmal denken, so dass sie sich hier mit einen Arzt bzw. Psychiater austauschen sollten.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Kann man wegen so einer Sache auch von einer Arbeit

befreit werden,bis man dies ganze alles irgend wie verarbeitet hat.

 

 

können sie mir sagen ob eine ambulante therapie oder stationäre therapie möglich ist oder notwendig ist.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein. Prinzipiell könnten sie natürlich eine Krankschreibung versuchen zu bekommen. Aber da würde ich von Abraten. Kurzfristig für ein paar Tage bei einer Krise schon. Aber ihr Problem erfordert ja eine längerfristige Aufarbeitung und eine längere Krankschreibung würde einerseits ihr Rückzugsverhalten nur noch verstärken und andererseits sicher auch mehr oder weniger ihren Arbeitsplatz gefährden.

Zunächst würde ich versuchen, eine ambulante Therapie zu bekommen. Leider gibt es häufig fürchterlich lange Wartzeiten. Stationär wäre eher eine Reha-Klinik zu empfehlen, wenn die Versorgung ihrer Kids sichergestellt wäre.