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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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ein sehr guter freund von mir hat vor kurzem erfahren dass

Kundenfrage

ein sehr guter freund von mir hat vor kurzem erfahren dass er an ms leidet, seitdem verhaltet er sich ziemlich seltsam... gerade noch von was geschwärmt im nächsten atemzug wird das selbe verdammt??? es macht mich ratlos?? das problem an der ganzen sache ist das ich ihm gesagt habe dass er mir sehr wichtig ist und ich ihn sehr mag, seit dem er dass weiß ist er mir aus dem weg gegangen und hat mich weg ignoriert!!! habe ihn mir vor kurzem geschnappt um ihn darauf anzusprechen-er meinte er hätte seine gründe dafür die er mir aber niiieemals verraten würde... jetzt hat er auch noch von mir verlangt seine nummer zu löschen da er findet sein leben wäre ab jetzt privat und würde mich nichts mehr angehen... ist das normal??? ich kann ihn da absolut nicht verstehen da wir an diesem abend eigendlich ausgemacht haben... ich weiß nur dass er als er mir diese nachricht geschrieben hat in der klinik war... deshalb meine frage: können die medikamente die er für seine sm krankheit bekommt solche emotionalen effekt handlungen auslösen oder werde ich langsam blöd?? bitte helft mir- ich verzweifle...
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Sicherlich kann die MS in mehrfacher Hinsicht auch erhebliche psychische Veränderungen auslösen. Das kann einerseits durch Entzündungsherde im Gehirn, einer emotionalen Labilität und Reizbarkeit bzw. Neigung zu Stimmungsschwankungen, durch Auswirkungen der Medikation oder aber - leider häufig - als Fehlanpassung auf die Erkrankung selber passieren.

Häufig ist es halt so, dass die Diagnose MS ein Schock ist. Jeder Mensch reagiert anders darauf. Aber von Freunden abhängig sein möchten in diesem Zustand viele Betroffene nicht. Sie sind dann pseudo-autonom und brechen gerade gute Freundschaften erstmal ab. So nach dem Motto : Damit ich Niemandem zur Last fallen muss, kämpfe ich für mich allein (oder habe mich aufgegeben). Manchmal ist es aber auch schlicht so, dass eben die Auseinandersetzung mit der Erkrankung noch nicht abgeschlossen ist und eine Mischung oder ein Wechsel aus Verleugnung und totalem Selbstmitleid besteht. Auch nicht gerade einfach

Hier wäre häufig eine Selbsthilfegruppe für Betroffene ein guter Mittelweg zur Krankheitsbewältigung.

Die Medikamente würde ich zunächst eher als "unschuldig" ansehen. Zwar kann es zu depressiven Veränderungen unter Medikation kommen, seltener aber zu solchen Persönlichkeitsveränderungen oder extremen Reaktionen, die zum Kontaktabbruch führen.

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