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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Bin allein Erziehend und bin rund um die Uhr nur mit der kleinen.Ist

Kundenfrage

Bin allein Erziehend und bin rund um die Uhr nur mit der kleinen.Ist manchmal etwas schwierig aber machbar.
Nun, vor paar Monate konnte ich nicht schlafen und schaute "Ungeklärte Morde" und da ging es um eine Frau die ihr Kind brutal Tötete.
Paar Wochen später ist eiene Frau Amok gelaufen in Lörach.
Da fing ich an drüber nach zu denken was die Frauen wohl dazu gebracht hat so zu Handeln, so mit eigenen Kindern umzugehen.
Dann wurde mir richtig schlecht weil ich Angst hatte, daß ich vielleicht auch so durchdrehe und meiner kleinen weh tuh.Es sind keine gelüsste es ist nur Angst, daß ich vielleicht ihr was an tu. Ich weiß nur ich will so nicht mehr Denken und nicht so Angst haben
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag

Ihre Situation ist sicher sehr belastend, zumal sie eXXXXX XXXXX Stress allein aushalten müssen. Nun kennen aber quasi alle Eltern mal das Gefühl, dass sie "ihrem Kind etwas antun" könnten. Das ist völlig normal, weil die lieben Kleinen eben auch wirklich mal zu Tyrannen werden können und uns an den Rand der Kompensation bringen können.

Die Amoktaten haben aber weit mehr Gründe als nun der Stress oder die Hilflosigkeit mit dem Kind. Hier werden sehr alte Traumata bzw. Hilflosigkeitserfahrungen aus der eigenen Kindheit immer und immer wieder aktiviert. Zudem verleugnen die Betroffenen ja quasi immer, dass sie selber ein Problem haben (sie sehen alle anderen als verantwortlich für das miese Leben und haben eher Rachephantasien).

Dennoch steht ihnen Hilfe zu. Wenn es in der eigenen Familie nicht mal eine Möglichkeit gibt, dass eine Oma oder sonstiger Angehöriger aufpasst (damit sie auch mal ein wenig Zeit für sich selber haben), sollten sie versuchen Kontakt und Hilfe über das Jugendamt zu organisieren. Hier kann eine Familienhilfe oder aber auch Gruppen für Kinder eine wesentliche Entlastung sein. Ganz wichtig ist eben auch, einen Gesprächspartner für seine Gedanken und Ängste zu haben.

Last but not least : Können sie ihren Hausarzt einweihen ? In den meisten Gegenden ist es zwar verdammt schwierig, psychologische oder psychiatrische Hilfe zu bekommen. Aber der Hausarzt kennt eben doch Ansprechpartner vor Ort, die ggf auch ehrenamtlich eine alleinerziehende Familie unterstützen mögen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
danke, daß Sie sich melden.
Zu Oma und Opa ist manchmal möglich jedoch nicht länger als 2 std. Denn die sind dann auch Überlastet weil die lieber alleine die Zeit zusammen genießen.Und zugleich möchte ich meiner kleinen auch nicht das Gefühl vermitteln, daß Ihre Mama jetzt nicht bei Ihr bleiben möchte.Und mein Hausarzt weiß bescheid.Er gab mir auch eine Überweisung an die Psychiatrie,konnte bis jetzt aber keine Hilfe bekommen.Und da fühlt man sich richtig im stich gelassen
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das ist zumindest ein kleiner Anfang. Könnten sie sich vorstellen, sich beim Jugendamt Hilfe zu holen ? Zumindest mal eine Beratung ?

Das Problem mit den Psychiatern ist eindeutig, dass es zu wenig Termine (und eine zu kurze Abfertigung) gibt. Das ist häufig keine gute Lösung. Eher schon , wenn der Hausarzt eine vorrübergehende Medikation mit einem Antidepressivum wie einem Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wie Cipralex überlegt, damit ihre "inneren Batterien" wieder etwas Kraft sammeln können.