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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Wie verhalte ich mich richtig Ich vermute, dass mein Partner

Kundenfrage

Wie verhalte ich mich richtig? Ich vermute, dass mein Partner vom Burnout betroffen ist?
Er selbst ahnt es auch, aber will es nicht akzeptieren. Statt dessen zieht er sich total zurück, wirkt abweisend und desinteressiert an allem und in allen Bereichen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Der Begriff "Burnout" ist ja keine klassische psychiatrische Bezeichnung, steht aber meist für eine depressive Symptomatik aufgrund einer Anpassungsproblematik an Überforderungen oder scheinbar unlösbarer Probleme (z.B. am Arbeitsplatz). Das Problem ist dabei, dass aufgrund der Depressionen, die Urteilsfähigkeit eingeschränkt ist und man eben keine Entscheidungen für Veränderungen oder aber zum eigenen Schutz machen kann. Soziales Rückzugsverhalten ist dann häufig schon ein Alarmzeichen.

Wenn ihr Partner ahnt, dass "etwas nicht stimmt", wäre zumindest ein Gang zum Hausarzt dringend anzuraten. Damit man die Schilddrüse, den Schlaf (z.B. Schnarchen und Atemaussetzer) und andere Ursachen für Erschöpfung ausschliessen kann. Dabei kann der Arzt häufig schon den Betroffenen in ein Gespräch verwickeln, dass sich auch auf die Lebenssituation bezieht. Und Hilfe anbieten.

Männer können schlechter über Gefühle "reden". Manchmal können sie sie besser in Bildern bzw. abstrakt ausdrücken. Dazu empfehle ich ein Verfahren, das man nach einem Workshop auch selber anwenden kann (siehe www.emoflex.de). Hilft gut gegen die häufig auftretenden Schlafprobleme bzw. Sorgenmühlen.

Sie selber sollten offen ansprechen, dass sie sich Sorgen machen. Sie können ja - je nach seinen Interessen - ruhig mal auf dramatische Beispiele wie den Torwart Enke verweisen. Wegschauen bei Depressionen und Burnout ist sicher keine Lösung, sie können aber einen Betroffenen leider auch nicht zur Therapie zwingen.

Reden wird er aber kaum darüber. Gut sind gemeinsame positive Aktivitäten und ggf. eine Auszeit in Form eines Kurzurlaubs (obwohl das für viele Betroffene eher zum "Abstürzen" in Traurigkeit bzw. eine Erschöpfung führt, weshalb sie das Ablehnen).

Mehr können sie realitisch gesehen kaum machen, da Veränderung immer von den Betroffenen selber ausgehen muss.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Kann ich etwaige Rückfragen zu meiner Antwort noch beantworten ? Sonst würde ich mich über das Akzeptieren der Antwort freuen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Er ist bereits so tief in diesem Sumpf, dass kein an Ihn ran kommen mehr möglich ist. Auch nicht wenn ich meine Bedenken äussere. Stattdessen hat er nun die Beziehung beendet. Was kann ich nun noch tun? Es einfach akzeptieren, obwohl ich weis er ist nicht er selbst? Bin auch davon überzeugt, dass ihm selbst klar ist was mit ihm passiert und tut nichts dagen. Glaubt mit Alkohol seine Probleme lösen zu können.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Alkohol war noch nie ein dauerhaft guter Problemlöser, ist aber vielen Männern näher als ein Gespräch oder die Auseinandersetzung mit Problemen. Sie werden leider derzeit die Aus-Zeit akzeptieren müssen. Ich vermute aber, dass er recht bald auf Knien angekrochen kommt und sein Leid jammert.

Sie können ihm ein Angebot machen, dass sie für ihn da sind. Sie können ihn aber leider nicht zur Auseinandersetzung mit seinen Problemen zwingen. Jeder hat leider das Recht, sich unglücklich zu machen.
Ungerecht daran ist, dass sie als Partnerin mitleiden müssen
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Besten Dank.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gern geschehen ! Und viel Erfolg !