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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Abend, unser Sohn wurde am 02.04.2010 geboren. Er wurde

Kundenfrage

Guten Abend, unser Sohn wurde am 02.04.2010 geboren. Er wurde mit der Saugglocke geholt, da seine Herztöne am Ende der Geburt immer schwächer wurden. Seit einiger Zeit haben wir festgestellt, dass er zwar krabbeln möchte, dennoch kein vorankommen gelingt. Er versucht, sein Po zu heben und die Arme zu strecken (sieht aus wie ein Fisch oder Trockenschwimmen). Der Kinderarzt meinte, dass er in seinem Alter bereits robben müßte und gab uns eine Heilmittelverordnung (Bobath, Diagnose: F82.9 G). Da unser Sohn auf dem Rücken schläft, ist auch sein Hinterkopf platt. Müssen wir uns über die Diagnose ernsthafte Gedanken machen, haben wir als Eltern etwas falsch gemacht bzw. wie können wir mitwirken? Hat die Diagnose Spätfolgen und wo besteht die Urasche?
Für Ihre Antwort danken wir herzlichst.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Ihr Arzt hat eine umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen diagnostiziert und damit genau die Diagnosezuordnung getroffen, die sie ja von der Symptomatik her beschreiben. Jedes Kind hat seine eigene Entwicklungsgeschwindigkeit. Komplikationen unter der Geburt, aber auch Veranlagung können einen Einfluss darauf haben, wie sich das Kind entwickelt bzw. in welcher Geschwindigkeit bestimmte Entwicklungsstufen genommen werden.

Eltern sind daran NICHT schuld, da man eher von einer noch nicht ausreichenden Vernetzung der Nervenzellen bzw Zentren im Gehirn ausgeht bzw die Verbindung von rechter und linker Hirnhälfte durch die Bobath-Therapie gefördert werden soll. Ich habe selber ein Kind mit Entwicklungsstörungen (das wir erst spät zu einer Therapie geschickt haben). Ich kann nur bestätigen, wie hilfreich die Bobath-Therapie bzw Förderung dann für die Entwicklung war.

Die Therapeuten werden ihnen einige praktische Tips vermitteln, wie sie Lagewechsel etc entwicklungsentsprechend anregen können (damit auch das Plattliegen des Kopfes verändert wird). Aber Schuldvorwürfe brauchen sie sich nun wirklich nicht zu machen !
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für die Antwort. Somit brauchen wir keine Bedenken haben, wegen irgendwelchen Spätfolgen?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Zumindest nicht im Sinne von "Schuld". Man kann nie vorhersagen, wie sich das Kind entwickelt. Die Frühförderung erzielt aber meist so gute Ergebnisse, dass er sich vermutlich völlig normal entwickelt. Wichtig ist aber eben eine Förderung. Vielleicht wird er auch weitere Schritte anders als andere Kinder machen. Wichtig wäre dann, dass er sie macht (weniger WANN).

Wenn - wider Erwarten - Auffälligkeiten dauerhaft bestehen bleiben, kann man eben der Sache dann weiter auf den Grund gehen. Einige dieser Kinder entwickeln Störungen (z.B. Aufmerksamkeitsstörungen). Der weitaus grössere Teil ist einfach etwas sensibler und besonders auf seine Art. Nicht gestört, sondern anders. Geben sie ihrem Kind die Chance zum "anders" sein fernab von den Definitionstabellen der Neurologenbücher. Es wird sich toll entwickeln und sie brauchen keine Angst um Spätfolgen haben.