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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Morgen,ich habe eine Angstst rung und Depressionen,

Kundenfrage

Guten Morgen,
ich habe eine Angststörung und Depressionen, bekomme tägl. 300 mg Venlaflaxin und 4,5 mg Bromazepam. Durch mein Verhalten, was ich subjektiv vollkommen in Ordnung finde, habe ich keinerlei soziale Kontakte mehr und neige zu extremer Impulsivität, die ich nur schwer , manchmal auch nicht unterdrücken kann. Zwanghafter Wunsch nach Nähe, geliebt und anerkannt zu werden, nebst der Wunsch nach Sicherheit, wobei ich gerne alleine lebe.
In der Kindheit habe ich emotional ca. 12 Jahre unter meinen unberechenbaren Vater gelitten.
Was mir aktut Sorgen bereitet, denn es geht mir sehr schlecht, dass ich niemanden langfristig "mag", ich langfristig nicht gemocht werde, ich alles verloren habe, was man verlieren kann, seit 5 Jahren kämpfe, falle, wieder aufstehe und ich nun einfach "müde" geworden bin, aufgeben möchte. Die Gefühle sind unglaublich heftig und sind die Hölle. (Ganz ähnlich wie bei einem Burnout) Am liebsten würde ich mich sozusagen in Luft auflösen, denn ich schade damit Anderen. ( Psychisch - meiner Tochter zum Beispiel )
Ich gelte als "austherapiert" und weiß nicht, was ich noch machen kann.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erstmal klingt es ja wirklich heftig, was sie schon erlebt haben bzw. welche Therapien und Kliniken sie durch haben. War Bad Bramstedt die Station 10 bzw. der Bereich Persönlichkeitsstörungen ? Haben Sie Erfahrungen mit Skills-Training ?
Welche sonstigen Ressourcen könnten Sie nutzen ?

Könnten sie ihre Gefühle in Bild-Form beschreiben ?

Wie fühlt sich "müde" bzw. das ständige Hinstürzen und wieder aufstehen bildlich an ? Könnten sie sich das wie ein Zeichentrick-Video bildlich vorstellen ?
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Mein Aufenthalt in Bad Bramstedt war auf der Station gegen Angst- und Panikstörungen. Was Sie als Skill-Training bezeichnen, habe ich in der Form noch nicht praktiziert, bin jedoch bei den Achtsamkeitsübungen sehr aktiv.Dazu gibt es ein gutes Forum.
Ich bin dann, nachdem ich bemerkte, dass mir niemand ( auch kein Profi ) weiter helfen konnte, den Weg über die Internetrecherche, "Gehirnforschung", Zusammenspiel Gehirn / Körper, die Rolle des Unterbewusstseins, vielen Büchern, (keine Selbsthilfebücher, die hatte ich alle schon durch) gegangen. (Tolle, Murphy, Wengenroth, Kabat-Zinn, Bittscheidt, Young ... )
Ich habe mich mit dem inneren Kind, meinen persönlichen Altlasten, Verhaltenswiederholungen (Kind / Erwachsen) nebst der vielen unterschiedlichen Arten von Persönlichkeitsstörungen auseinandergesetzt, in der Hoffnung etwas finden zu können, was sich in und bei mir abspielt. Die Übergänge sind allerdings so fließend, dass ich nur ein paar Formen ausschließen konnte, mehr nicht.
Ich habe definitiv Depressionen, das steht fest, wobei die evtl. als Sekundär zu betrachten sind und ich mich auch oft frage: Depressionen oder Trauer?
Ich vermute eher, dass ich aufgrund der immer wieder kommenden und massiven "Schicksalsschläge" von Außen, mit meinem allgemeinen Anspannungsniveau extrem hoch liege. Dazu die zwischenmenschlichen Enttäuschungen.

Ressourcen? Ich kann nur alleine etwas tun, d.h. lernen, üben, konfrontieren, Erlerntes ausprobieren, ertragen. Erstaunlicher Weise findet bei mir nicht einmal eine Desensibilisierung statt. Es ist mal "so", mal "so" und somit kann sich auch kein Sicherheitsgefühl etablieren.

Ich besitze sehr viel Fantasie und so kommt es leider auch immer wieder zum extremen "Kopfkino". (Oft auch Nachts in meinen Träumen.) Natürlich bemerke ich es und je nach Verfassung kann ich dann entweder loslassen oder aber geduldig zuschauen, egal wie lange es dauert. Das Ganze gelingt aber nur Zuhause, denn meine Attacken dauern keine 20 - 45 Minuten, sondern können über Tage gehen, da ich dann "nur" zwischen 40% und 80% pendle, wobei die Depression / Trauer Zuhause im Moment mehr im Vordergrund steht.

Müde bedeutet: Ich habe einfach keine Lust mehr zu kämpfen, mich zu bemühen und zu leiden, was auf meinem Weg ja eher ein Zulassen ist, ohne wesentlich Erfolge verzeichnen zu können. Ich bin so oft durch die Hölle gegangen, habe mich so oft dramatischen Situationen gestellt ( wie zum Beispiel meiner Scheidung, die letztendlich von mir aus ging )und von Außen kamen immer und immer wieder heftigste "Einschläge", die jeden Gesunden kaputt gemacht hätten.
Dabei bin ich dann nach langen (Monate) Auseinandersetzungen mit der jeweiligen Situation, irgendwann in die Knie gegangen, aber ich bin auch immer wieder aufgestanden und habe weiter gemacht.(Stürzen und Aufstehen) Und ja, das kann ich mir auch als Zeichentrickfilm vorstellen. Visualisierungen, Suggestion, keinen Widerstand leisten, mein täglich Brot.
Leider sind die physischen Symptome schlimm. Im Gegensatz zu vielen Anderen macht mir Herzrasen keine Angst, aber ich habe sehr oft einen "Kloß im Hals", bei dem ich früher glaubte ersticken zu müssen, der Rachen wird derartig trocken, dass es kaum auszuhalten ist. Mit Hilfe der Meditation habe ich schon unglaublich viel erreichen können, aber dieses Symptom hält sich hartnäckig.
Dazu kommen allerdings noch oftmals - und das zermürbt sehr- das Gefühl der Hoffnungs- und Sinnlosigkeit, Müdigkeit und Blei in den Gliedern, da mir ja auch ein Ziel im Leben fehlt. Auch die Machtlosig- und Ungerechtigkeiten machen mir zu schaffen und dann spüre ich, wie ich mich doch dagegen wehre, nicht alles zulassen WILL.
Letztendlich ist es so, dass ich 24 Stunden am Tag alleine Zuhause bin, mir einen Plan mache, was wann zu tun ist oder zu tun sein könnte, mich oft mit dem einfachen "Sein" auseinander setze und im Moment ziehe ich das Bett mit Wärmekissen dem aktiven Umgang mit der Angst und der Depression vor. ( Müde ) Nicht zum Schlafen, sondern zum konfrontieren. Zu meinen Schwächen gehört u.a. das Grübeln und der Wunsch Situationen kontrollieren zu können. Ich wünsche mir so sehr Nähe und Unterstützung, kann extrem schlecht mit dem Egoismus und der Skrupellosigkeit meiner Mitmenschen umgehen.



Diese Darstellung klingt natürlich wie die eines schwer Erkrankten mit verzerrter Wahrnehmung, aber Tatsachen sind Tatsachen und so bin ich nach der Scheidung von einem anderen Mann fast 5 Jahre lang betrogen, bestohlen und hintergangen worden, ohne es zu bemerken. Wohnungseinbruch, Diebstahl meines letzten Hab und Guts, Urkundenfälschung. Jetzt stellte sich heraus, dass er ein "Profi" ist.

Mein PC wurde gehackt, Privates veröffentlicht und meine Anzeige bei der Polizei? Schrecklich und man hilft mir noch nicht einmal.
Die Arge gewährt mir 440,- Euro für Unterkunft, Heizung und Lebensmittel. Mein Einspruch? Der läuft seit 2006. Gericht? Hat zu viel zu tun. Anwalt? Tut gar nichts.
Meine Tochter, der ich meiner Meinung nach alles gegeben habe, was ein Mensch zu geben in der Lage ist? Ist kalt und berechnend.
Mein Bruder? Ein "Dr." und desinteressiert. Meine Mutter? 77 Jahre alt, desinteressiert - und das, wo ich sie während ihrer Angsterkrankung stets begleitete, raus holte, bei mir Zuhause aufnahm, versorgte ...- unsensibel und schroff.
Ich gebe und gebe, mache und tu und bekomme stets einen auf den Hut. Weihnachten sind alle im Urlaub und ich wieder alleine, aber das hatte ich mir inzwischen auch schon gewünscht. Ich bin halt für alle nur noch nervig und anstrengend.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mit der Emoflex-Methode von Johannes Drischel (www.emoflex.de) selber gut mit bzw. gegen ihr Kopfkino Hilfe finden. Das ist ein anderer viel psycho-logischer Ansatz der Veränderung, der bewusst sich an hirneigenen Vorgängen orientiert. Meinen Patienten hilft es schnell und gut. Ein Workshop reich häufig schon, um das Prinzip selber anwenden zu können