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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 159
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
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Dr. med. St. Berghem ist jetzt online.

Bin letzte Woche nach Konsum von Haschisch nachts aufgewacht

Kundenfrage

Bin letzte Woche nach Konsum von Haschisch nachts aufgewacht und hatte akuten Drehschwindel und Übelkeit.Wachgelegen bis Besserung dann gut geschlafen.Seitdem kein Konsum mehr, aber ausgelaugtes Gefühl.
Es folgten starke Bauchschmerzen und nach Besuch beim Innere Arzt ist Blutbild und Sono ok.
Habe eindeutig weiter schwindelgefühle und Übelkeit und weiß nicht weiter.
Angst vor Folgen, fühle mich in meiner Haut unwohl und möchte nichts lieber als normal essen , arbeiten und gesund sein.
Habe vor allem mit Schwindel und Druckgefühl im Kopf zu kämpfen.
Sind das Schizophrene anzeichen?Habe liebevolle Familie und Freund der sich gut kümmert. Auch meine Chefin macht keinen Druck.
Was ist nur mit mir?
Für einen Virus zu lange, außerdem macht mir der Auslöser( wahrscheinlich nächtl. Zusammenbruch) große Sorgen)
Viele Dank für Hilfe.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Patient/in,
Schwindel und Druck im Kopf sind keine Anzeichen für Schizophrenie. Da müssen Sie sich also keine Sorgen machen. Die Symptome können einerseits im Zusammenhang mit dem Haschisch-Konsum stehen. Andererseits kann bei Ihnen aber auch - völlig unabhängig vom Haschisch - eine Störung Ihres Gleichgewichtsorgans vorliegen. Um hier Gewißheit und eine adäquate Therapie zu erhalten, sollten Sie sich bei einem HNO-Arzt vorstellen.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie bei einem abrupten "Absetzen" der Droge - einen längeren und intensiven Haschischkonsum vorausgesetzt- damit rechnen müssen, Entzugserscheinungen zu bekommen. Besser verträglich wäre ein langsameres Ausschleichen der Droge. Sonst müssen Sie mit Albträumen, Depressionen und anderen unangenehmen Nebenwirkungen rechnen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Ich hatte in der letzten Zeit Probleme mit Übelkeit bei Zug/Busfahrten, was auf eine Störung des GGO hindeuten könnte.
Wie lange halten mögliche Entzugserscheinungen an und womit muss ich rechnen?
Soll ich mich deswegen (Entzugstherapie) an einen Psychiater vor Ort wenden?
Oder muss ich dazu in eine Klinik?
Und wie sind meine körperlichen Symptome wie Übelkeit und Bauchschmerzen zu erklären?
Am schlimmsten ist jedoch ein Gefühl von Schlaffheit und Drehschwindel.
Vor allem macht mir die Ungewissheit zu schaffen.Ich bin dankbar über jede Information die sie mir noch zukommen lassen.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
die Schwere und Dauer der Entzugserscheinungen hängt entscheidend von Ihrem bisherigen Konsum ab. Je mehr und je länger Sie konsumiert haben, desto ausgeprägter der Entzug. Die Symptome reichen von Aggressivität/Reizbarkeit, über die erwähnten Albträume, Schlaflosigkeit, Antriebsschwäche, aber auch Agitiertheit, Depressionen, Appetitlosikeit, Übelkeit, bis hin zu Wahnvorstellungen (ist aber eher selten). Ob Sie den Entzug in einer Klinik oder für sich allein durchführen, hängt von Ihrer persönlichen Entscheidung ab. Viele Cannabiskonsumenten schaffen es allein und kommen mit dem Entzug gut zurecht. Hilfreich sind dabei aber auch Selbsthilfegruppen wie z.B. in Berlin die "Grasshopper". Dort kann man sich mit anderen darüber austauschen und sich Tipps holen. Wenn Sie sich zu labil fühlen, wäre die Unterstützung durch einen Therapeuten sinnvoll, jedoch ist meist ein stationärer Entzug nicht notwendig.
Bzgl. Ihrer Übelkeit und des Bauchschmerzes kommen mehrere Ursachen in Betracht. Neben einer möglichen Begleitreaktion Ihres Drogenverzichts (wäre aber eher unwahrscheinlich) könnte es sich hier noch um ein Magen- oder Darmgeschwür, eine Magenschleimhautentzündung (beides bei Cannabiskonsumenten nicht selten) oder aber einen Magen-Darminfekt handeln. Um das Geschwür oder die Magenschleimhautentzündung auszuschließen, könnte eine Magenspiegelung durchgeführt werden. Bestätigt sich der Verdacht, ist die Therapie in der Regel unkompliziert und schnell erfolgreich.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!!!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gern geschehen und alles Gute für Sie!