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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

ich habe auch eben den Bericht ber Borderliner bei Stern TV

Kundenfrage

ich habe auch eben den Bericht über Borderliner bei Stern TV gesehen und vieles von dem eben Erwähnten ist meiner Familie und mir selbst bekannt, da unser Vater leider auch Borderliner ist. Alle Menschen in seinem Umfeld, wissen dass er dringend die Hilfe eines Psychiaters in Anspruch nehmen sollte. Nur weigert er sich beharrlich, da er fest der Meinung ist, dass er "nomal" ist und alle anderen Menschen "total gestört" sind und ihn loswerden wollen... egal, was man tut, es ist verkehrt und wird einem als enormen Vertrauensbruch übel genommen. Hinzu kommt, dass er seit unsere Mutter sich vor Jahren von ihm hat scheiden lassen, messiehafte Züge entwickelt und mit sich und seinem Leben komplett überfordert ist.
Gibt es irgendeine Chance, die Situation in den Griff zu kriegen??? Was können mein Bruder und ich tun, um unseren Vater zu einem Therapeuten zu bewegen?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort. Julia
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !
Es ist etwas problematisch aus einer Fernsehsendung heraus eine Diagnosezuordnung zu machen. Eine Borderline-Störung ist weit mehr als Verhaltensauffälligkeiten oder Reizbarkeit und Impulsivität. Aber natürlich kann sehr gut eine Persönlichkeitsstörung vorliegen. Man müsste aber eben auch an eine paranoide Verarbeitung von Wahrnehmungen um ihn herum denken.

Hier werden sie aber keine Handlungsmöglichkeiten haben, solange keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht. Ihn mit guten Worten zu einem Arzt oder Therapeuten zu bewegen, wird wenig bringen. Und um ehrlich zu sein : Selbst wenn er zu einem Psychiater gehen sollte, würde ja nicht innerhalb weniger Sitzungen eine Änderung erzielt werden. Vielleicht könnte man ihn etwas medikamentös stabilsieren. Eine Psychotherapie ist (im fortgesetzen Alter) bei einer solchen Problematik mehr als langwierig und meist prognostisch nicht besonders erfolgreich.

Eher könnte man versuchen, über eine Anbindung an eine Tagesstätte oder zunächst Tagesklinik eine Beschätigung und Strukturierung zu erreichen. Vermutlich wäre auch eine Gesetzliche Betreuung denkbar. Wobei vermutlich ihr Vater dem nicht zustimmen würde und ein Gericht gegen seinen Willen es nicht einrichten wird.

Leider ist somit wenig möglich, was ihrem Vater helfen könnte. Es ist eine bittere Realität, dass man einen Menschen eben nicht in eine Therapie zwingen kann. Selbst wenn die Eigenwahrnehmung und Beurteilung krankheitsbedingt verändert ist, gibt es da leider keine "Wundertricks"