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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Guten Tag, habe eine Situation in der Sie mir sicher helfen

Kundenfrage

Guten Tag,
habe eine Situation in der Sie mir sicher helfen können. Ich habe seit meiner Kindheit eine generalisierte Angststörung. Nach einigen Therapien, die jeweils für einige Zeit halfen und Zeiten in denen ich mich gegen Medikamente innerlich gewehrt habe, habe ich irgendwann beschlosse, dass ich nicht mehr leiden möchte und nehme seit dem Cipralex und 2 mg Diazepam ein. Ich weiß, dass Diazepam nicht gut ist, aber es hilft mir. Seit einiger Zeit trinke ich regelmäßig 1-2 Gläser Rotwein am Abend und habe ein wahnsinnig schlechtes Gewissen. Welche vorgehensweise würden Sie mir vorschlagen, um sowohl ungute Tabletten, als auch den Alkohol wieder los zu werden, aber dennoch arbeitsfähig zu bleiben?
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Freundliche Grüße
Andrea J.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wie genau machen sich die Generalisierten Ängste bei ihnen bemerkbar ? Häufig sind es ja auch eher Bilder bzw. Befürchtungen, die sich auf fast alle Lebensbereiche beziehen.

Könnten Sie sich ihre Ängste abstrakt als Formen, Bilder oder Videos vorstellen ?

4 Wochen Klinikaufenthalt ist wirklich nicht viel bei einer GAD. Welche sonstige Psychotherapie haben sie gehabt ? Verhaltenstherapie ? Irgendwelche Erfahrungen im Bereich Traumatherapie ?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Abend,

als Kind fingen die Ängste mit Schul- und Prüfungsangst an. Dann bekam ich schon auf der Grundschule Migräneanfälle. Diese hörten dann irgendwann wieder auf, dann bekam ich irgendwann eine Magenschleimhautentzündung und so ging es weiter bis ich in der Oberstufe während einer Klausur einen Blackout hatte und 3 Wochen zu Hause bettlägrig war. Zu der Zeit ist keiner auf den Gedanken gekommen, dass es etwas psychisches sein könnte. Als erstes mit ca. 18 Jahren habe ich dann autogenes Training gelernt, half mir gegen Stress, dann später mit Anfang 20 kam meine erste Therapie als Gruppentherapie, hat mir super geholfen. War immer eher schüchtern und hatte ein schlechtes Selbstwertgefühl - die Rollenspiele dort haben mir Kraft gegeben. So ging das dann jahrelang auf und nieder...

2006 hat sich mein damaliger Mann dann ganz plötzlich von mir getrennt und ich bin in ein ganz tiefes Loch gefallen. 4 Wochen Klinik (Oberbergklinik Extertal) haben mich da echt gerettet. Bin auf eigenen Wunsch nach 4 Wochen nach Hause, weil ich selbständig bin und Geld verdienen musste. Ängste machen sich bei mir durch Zittern und Unsicherheit, durch Herzstiche und Konzentrationsschwäche bemerkbar. Durch die Medikamente hab ich keine Panikattacken mehr und die Gedanken sind eher ängstlich, aber ich arbeite immer daran sie in gute Gedanken umzudrehen.

Aber irgendwie hab ich dennoch einen riesen Belastungsklotz auf der Brust. Eigentlich müssten alle schlimmen Erlebnisse (Vater wurde krank als ich 6 war/Eltern tranken/etc.) therapiert, dennoch hab ich immer das Gefühl mich hält ein Gummiband unten.

Traumatherapie sagt mir nichts.

Zukunftsangst, Verlustangst, Angst nicht gut genug zu sein - denke das sind meine zentralen Probleme.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 7 Jahren.
Auch wenn es blödsinnig klingen mag :

Könnten Sie mir BILDLICH den Belastungsklotz und dann das Gummiband beschreiben ? Können sie sich das also vor ihrem inneren Auge vorstellen ?

Wenn der Klotz ein Gewicht hätte, wäre er schwer oder leicht ?
Wäre es ein Quadrat oder eher Mehreckig ? Wären die Kanten abgerundet oder scharf ?
Wie wäre die Oberfläche des Klotzes ? Rauh oder glatt ?
Warm oder kalt ?
Welche Farbe hätte der Klotz ?
Bewegt er sich ?
Wie weit wäre von ihnen entfernt ?

Nun machen sie einmal 10 Augenbewegungen von rechts nach links (oder tippen sich abwechselnd auf die rechte und linke Schulter). Verändert sich der Klotz ?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

 

Also der "Klotz" ist schwer und eher dunkel und abgerundet - vielleicht wie ein großer Stein. Er verändert sich nicht.

Das "Gummiband" ist wie ein dickes Seil, das mich vom Po an die Erde bindet und sich bei aller Anstrengung dehnt - ich aber nicht wirklich weg komme....

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 7 Jahren.
Könnten Sie sich auf einer Zeitleiste, die sie sich vorstellen überall dort einen kleinen Stein vorstellen, wo das Klotzgefühl schonmal aufgetreten ist. ?

So wie eine Art Graffiti-Spray ?