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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten AbendZur Zeit habe ich meine Tochter, 25 Jahre, zu

Kundenfrage

Guten Abend
Zur Zeit habe ich meine Tochter, 25 Jahre, zu Hause. Sie hat
wegen Angst- und Panikzuständen und Kontrollzwängen ihr Studium
abgebrochen. Vergangene Woche war es so schlimm, dass ich den Notarzt
holen musste. Leider hat sie ihr Versprechen, eine Therapie zu machen
nicht wahr gemacht und heute ist es leider wieder so weit, dass ich nicht
mehr weiter weiss.
Was raten Sie mir?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !

Welche Art von Therapie hat ihre Tochter denn schon probiert bzw. erhalten ?
Typisch für Ängste bzw. Zwänge ist ja das Vermeidungsverhalten, d.h. der zunehmende Rückzug vor möglichen Auslösern. So wie sie es schildern wird eine ambulante Therapie kaum zielführend sein, bzw. einfach zu lange dauern bis man eine Therapeutin findet UND die Therapie Erfolge zeigt.

Hier wäre dringend eine tagesklinische oder stationäre Behandlung angezeigt. So nett es auch ist, dass sie ihrer Tochter zu Haus Unterschlupf bieten. Es wird nur das Vermeidungsverhalten eher noch verstärken bzw. zu einer Chronifizierung beitragen.

Sie sollten ihr ein Ultimatum stellen, dass sie sie rausschmeissen, wenn sie sich nicht glaubhaft um eine Therapie entweder tagesklinisch oder ggf. auch in einer spezialisierten Reha-Klinik (beispielsweise Roseneck, Bad Bramstedt oder andere entsprechende verhaltensththerapeutische Einrichtungen) kümmert und dort auch hinfährt.

Hier könnten sie sich ggf. auch vom Sozialpsychiatrischen Dienst am Gesundheitsamt beraten lassen, welche Hilfsangebote des psychosozialen Netzes vor Ort zur Verfügung stehen.

Zuwendung und Liebe sind toll als Mutter. Aber als Therapie eignet es sich eher nicht. Auch Gespräche werden wenig fruchten, wenn sie nicht Konsequenzen für Nicht-Handeln spürt bzw. sie diese auch durchsetzen. Das ist aber meist mit dem "Mutter-Herz" für die Tochter nicht vereinbar. Daher wäre es gut, wenn sie eine aussenstehende Person wie einen Hausarzt oder einen Freund der Familie mit einbeziehen, der etwas mehr "Härte" gegenüber ihrer Tochter zeigt und sie bestimmt aber freundlich unter Druck setzt, eine Änderung in Richtung Therapie zu machen.