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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Bei meiner Tochter wurde mehrfach durch Gutachten und in der

Kundenfrage

Bei meiner Tochter wurde mehrfach durch Gutachten und in der Uniklinik Rostock, ADHS, Borderline, histrionische Persönlichkeitsstörung, Zwangshandlungen diagnostiziert. Jetzt ist sie seit 4 Monaten mit Beschluss in einer heimatnahen Psychiatrie und wird auf hebephrener Schizophrenie behandelt, weil die dortigen Ärzte die anderen Diagnosen nicht akzeptieren, sie sagen dass wäre falsche Diagnosen, nur sie alleine können die richtige Diagnose stellen. Sie hat daraufhin Seroquel tgl. 600mg verweigert, jetzt bekommt sie eine Zwangsmedikation, und zwar Zyprexa und wird fixiert. Sie ist sehr depressiv geworden, auch traumatisiert, wegen der Fixierung, dass ist alles sehr schlimm. Ich habe schon mit den Ärzten gesprochen, aber sie bleiben nach wie vor bei der Diagnose "hebephrener Schizophrenie"!! Wie kann ich meiner Tochter helfen. Der Beschluss endet am 02.12.2010. Sie kann aber nur in eine andere Klinik, wenn sie aus der jetzigen entlassen wird.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Die Uniklinik Rostock ist mir in Hinblick auf ADHS bei Erwachsenen sehr gut bekannt. Der zuständige Kollege ist sehr erfahren und ich würde mal behaupten, dass er sehr wohl eine Hebephrenie von ADHS unterscheiden kann. Allerdings ist es ausgesprochen schwierig, die sekundären Folgen bei ADHS von einer psychotischen Problematik zu unterscheiden. Gerade bei Traumata / Dissoziationen sind die Übergänge fliessend.

Ich habe aber auch letzte Woche einen jungen Mann kennengelernt, der berechtigt die Diagnose Schizophrenie hat (sich aber selber für ADHS hält).

Was genau hat zur Einweisung geführt ? Hat sie eine gesetzliche Betreuung ?

Warum genau verweigert sie die Medikation ? Ich frage deshalb, weil man durchaus ja auch bei Borderline plus ADHS eine derartige Medikation überlegen kann. Wir haben bei uns beispielsweise derzeit eine hoch traumatisierte ADHS-Patientin, die 200 mg Neurocil plus 600 mg Seroquel erhält UND KEINE Psychose hat. Nicht, dass ich die Medikation nun richtig finde. Aber es kann ja sein, dass Stimulantien bzw. Strattera bei ihrer Tochter derzeit eben nicht hilfreich sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls bei ADHS im Erwachsenenalter bei einer derartigen Konstellation schon machen müssen.

webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie hat eine gesetzliche Betreuerin, die auch der Meinung ist, dass die Ärzte in Rostock eine falsche Diagnose gestellt haben. Sie unterstützt meine Tochter in keinster Weise. Meine Tochter hat im März 2010 einen Vorgespräch zu einem Therapieplatz in der Uniklinik in Heidelberg. Sie wurde auf die Warteliste für die Borderlinestation gesetzt. Als sich die Betreuerin (war zur Zeit ein Betreuerwechsel) mit Heidelberg in Verbindung setzte, wurde sie plötzlich von der Warteliste gestrichen. Die Betreuerin hatte eine Aufnahme verhindert. Meine Tochter rastet schnell aus. Zur Aufnahme kam es, weil sich der Freund von ihr trennte (Stalking) Sie konnte das nicht akzeptieren. Ausserdem hatte sie einen Wasserschaden in ihrer Wohnung, bedingt durch den massiven Waschzwang. Weil sie sehr laut war, hat der Hausmeister die Polizei gerufen, dann kam die Betreuerin und der Krankenwagen und sie kam in die Klinik. Seroquel sagt sie, nimmt sie nicht, weil sie keine Schizophrenie hat und auf Borderline und den Waschzwang behandelt werden möchte. Der Waschzwang wird in der Klinik nicht behandelt. Das Pflegepersonal geht sie immer verbal an, sie solle nicht alles nass machen. Solle das gefälligst lassen! Aber ohne Hilfe geht es einfach nicht! In Rostock hat sie Medikinet ret. 5omg tgl. bekommen, das hat ihr geholfen und eine Besserung gebracht. Aber in der Klinik wo sie jetzt ist, lehnt man das ab.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Na ja. Das Verhalten ist schon ziemlich borderline-typisch. Sie begibt sich in lauter Zwickmühlen und rastet dann aus, wenn das Verhalten der Pflegekräfte und Ärzte nicht passend ist.

Das hat allerdings mit Psychose wenig zu tun. Ob allerdings Medikinet nun ihr Problem lösen kann, möchte ich auch stark bezweifeln. Ich habe in den letzten 10 Jahren sehr viel Erfahrung im Bereich Borderline (in Bad Bramstedt) und eben ADHS im Erwachsenenalter gesammelt. Egal, wie man die Diagnose nun nennt. Seroquel müsste nicht unbedingt verkehrt sein (obwohl ich da kein grosser Freund bin).

Ihre Tochter könnte ja beim Amtsgericht eine Beschwerde einlegen und einen Betreuerwechsel anregen. Wichtiger erscheint mir aber, dass sie raus aus dieser Konfliktsituation kommt, egal welche Therapie da jetzt gerade erfolgt.

Eine Unterbringung (auch auf Betreuungsbeschluss) kann ja eigentlich nur bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung in dieser Form aufrecht erhalten werden. Selbst wenn es noch bis Dezember dauern sollte, ihre Tochter sollte sich "anpassen" und dann sich um eine Klinik wie beispielsweise Bad Bramstedt oder auch Bad Bevensen kümmern. Bad Bramstedt vereint die Schwerpunkte Borderline und ADHS im Erwachsenenalter (Chefarzt Dr. Armbrust), Bad Bevensen eben letztlich auch. Bei beiden Kliniken wäre ein Vorgespräch erforderlich.

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