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iveschaaf
iveschaaf,
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2012
52810516
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Guten Tag, ich habe mich nun endlich dazu entschlossen,

Kundenfrage

Guten Tag,

ich habe mich nun endlich dazu entschlossen, diese Frage zu stellen:

mein Kind (18Monate alt) wackelt seit langer Zeit (seit er so ca. 8 Monate alt ist) mit seinem Kopf hin und her. Er macht das intensiv beim Einschlafen und sofort beim Aufwachen. Wenn er wach ist, macht er es (wenn man ihn nicht gezielt dabei unterbricht) auch gerne mal ne ganze Stunde. Seit er laufen kann (hat er erst mit 16Monaten gelernt) wackelt er am Tag weniger. Er ist sehr aktiv und neugierig, auch sehr kommunikativ, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt wo er sich auf den Boden legt und das Wackeln anfängt.Er macht das dann kurz und steht dann aber wieder auf. In der Zeit in der er wackelt, ist er aber ansprechbar und man kann ihn (leichter als am Morgen nach dem Aufwachen) leicht wieder "rausholen". Beim Wackeln hat er zumeist seinen überaus geliebten und wichtigen Ball ganz fest im Arm. Der Ball hat eine große Bedeutung für ihn. Er muss immer dabeisein. Ich als seine Mutter, und auch sein Vater dürfen manchmal gar nicht so nahe an ihn heran, d.h. er schubst uns während des Wackelns manchmal weg und will nur den Ball fest drücken. Er lässt körperliche Nähe aber schon zu, z.B wenn er müde ist oder weint etc.Ansonsten ist er aber kein Kuschelkind.
Mir macht das Wackeln Sorge, weil er das schon so lange macht. Im Bett stößt er sogar seinen Kopf an das Bettgestell, so als ob er sich dadurch spüren müsste. Auch wenn andere Kinder da sind, zieht er sich manchmal alleine in ein Zimmer zurück und wackelt. Er wackelt auch wenn er ein neues Spielzeug bekommt und sich darüber freut. Dann legt er sich hin und betrachtet das Spielzeug beim wackeln. Wenn er müde und wenn ihm langweilig ist wackelt er auch.
Man muss dazu sagen, dass er beim wackeln immer singt, bzw. lalalal macht. Es scheint ihm Spaß zu machen, er wirkt dabei nicht traurig oder verkrampft oder so.
Ich weiß nicht, ob das einfach eine Angewohnheit ist bzw. eine Strategie um sich zu beruhigen und sich zu spüren oder ob das Formen von Hospitalismus, Autismus etc. sind. Er wächst in einer liebevollen Familie auf, und wir tun wirklich alles dafür, ihm Liebe und Geborgenheit zu geben. Er war auch nicht getrennt von uns o.ä.
Ich wäre Ihnen dankbar dafür, wenn Sie mir einen Rat geben könnten, wie und ob ich einen therapeutischen Weg einschlagen soll.
Vielen Dank
Karin Wegenstein
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  iveschaaf hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend Frau Wegenstein,

Ihrer Schilderung ist sehr klar zu entnehmen, dass Sie Ihrem Kind in absolut adäquater Weise Aufmerksamkeit und Sorge entgegen bringen. Jetzt sind Sie an einem Punkt, an dem Sie sich fragen, ob es richtig ist, weiter nur zuzuschauen und die Situation allein bewältigen zu wollen oder ob es nicht fahrlässig ist, keinen fachlichen Rat einzuholen. Ihre Beurteilung und die sich daraus ergebenden Fragen würde ich ganz genauso sehen wie Sie. Und ich teile auch Ihre Einschätzung, dass sie sich vergewissern sollten, dass alles für Ihr Kind getan wird, um nichts zu verpassen.
An sich haben Sie diese Entscheidung schon deutlich früher getroffen, weil Sie den Kinderarzt und die Physiotherapeutin zu Rate gezogen haben. Beides war offenbar nicht hilfreich.
Zu einer hilfreichen Einschätzung und entsprechenden Tipps für Sie sollte der Kinderpsychologe kommen. Leider bekommt man schlecht Termine. Daher würde ich Ihnen empfehlen, kurzfristig einen Termin beim Neurologen zu machen, damit der Ihnen helfen kann, die weiteren Weichen zu stellen, so dass es Ihrem Sohn bald besser geht.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.


Dr. Schaaf