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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, in meiner Ehe krieselt es im Moment gewaltig. Wir

Kundenfrage

Hallo,

in meiner Ehe krieselt es im Moment gewaltig. Wir haben einen 10 jährigen Sohn, der kurz vor einer entscheidenden Entwicklung Richtung weiterführender Schule steht.
Meine Frau ist m.E. noch immer durch den leider zu frühen Tod Ihrer noch viel zu jungen Mutter (42 Jahre, mittlerweile 14 Jahre verstorben) traumatisiert. Hinzu gekommen sind finanzielle Engpässe und sonstige Kommunikationsprobleme. M.E. sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, was mir von meiner Frau aktuell verneint wird. Sie ist ausserdem zuckererkrankt und m.E. depressiv. Sie möchte keine Hilfe in Anspruch nehmen. Einen ärztlich verordneten Besuch bei einer Therapeutin hat sie, sie musste lange warten, nicht wahrgenommen. Jegliche Einwürfe von mir werden abgeschmettert. Ich habe Angst, meinen Sohn und meine Frau zu verlieren, finanziell eine Krätsche hinzulegen. Meine Frau lehnt im Moment jegliche Kommunikation ab.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !

Ihre Sorge ist ja sehr gut zu verstehen und nachempfindbar. Allerdings versuche ich mich auch in die subjektive Lage ihrer Frau zu versetzen. Nehmen wir einmal an, sie ist wirklich "traumatisiert" bzw. emotional labilisiert, d.h. sehr empfindlich. Dann wird sie auf Druck eher mit Rückzug und Verweigerung reagieren und möglicherweise auch depressiv gefärbt gar keine Aussicht auf Veränderung oder Hilfe sehen können.

So gut gemeint also ihr Vorgehen ist, so sehr mag sie derzeit all die Angebote für Therapie und Beratung eher als Tribunal oder eben einseitige Schuldzuschreibung verstehen. Natürlich sicher aus ihrer Sicht völlig unberechtigt.

Über ein Trauma wird man als Betroffene auch nicht mal so eben reden können. Hier benötigt es zunächst Sicherheit bzw gezielte Stabilisierung.

Und dies wäre auch mein Vorgehen. Ich frage mich, WER oder WAS könnte ihrer Frau das Gefühl von Unterstützung und Sicherheit geben. Leider werden Sie das derzeit nur bedingt leisten können. Hier wären also ggf andere Familienmitglieder, Freunde, ggf. auch ein Kirchenvertreter oder andere Vertrauenspersonen ihrer Frau gefragt.

Bei einer akuten Eigengefährdung könnte man auch eine Unterbringung gegen ihren Willen veranlassen, davon würde ich (nicht zuletzt weil diese Bedingung nicht erfüllt ist) aber abraten.

Sonst gilt es Geduld zu üben, auch wenn eigentlich dies eine Alarmsituation ist. Aber je weniger Druck entsteht, desto eher wird sie ihre Position aufgeben bzw. überdenken können.