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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Tag, mein Lebensgef hrte erhielt im April diesen Jahres

Kundenfrage

Guten Tag, mein Lebensgefährte erhielt im April diesen Jahres die Diagnose Erschöpfungsdepression. Zum Psychologen ist er allerdings nie gegangen. Krank wurde er als begonnen wurde unser Haus zu bauen. Er ist unzufrieden, hat keine Freunde mehr, kXXXXX XXXXXm schlafen, ist gereizt und jeden Tag schlecht gelaunt. Er geht außer zur Arbeit nicht vor die Tür. Seit der Diagnose rede ich ständig auf ihn ein, sich endlich behandeln zu lassen. Sei einigen Monaten macht er mir und unserer Tochter auch das Leben zur Hölle, er gönnt uns keinen Spass, da er ihn auch nicht hat und meckert die ganze Zeit. <br />Uns soll es auch schlecht gehen, er hat ja auch keine Freude am Leben, hören wir uns ständig an.Sobald er aufwacht, ist er schlecht gelaunt und sucht nach Dingen, die ihn aufregen, kaum von der Arbeit zu Hause geht es weiter. Ich bin froh, wenn ich zu Bett kann, da ich die Situation nicht mehr ertrage. Ich habe ihn viele Wochen angebettelt, seine Einstellung zu ändern, ihm erklärt, alles ist gut, er sieht die Zukunft zu negativ. Uns geht es gut, wir haben keine Schulden, ein Haus, alles könnte wunderbar sein. Ich zeige ihm seine Bekannten, was diese erreicht haben, im Vergleich, es ist ihm alles egal. Auch der Drohung ihn zu verlassen, wenn er sich nicht helfen lassen will, sieht er gelassen entgegen. Er spricht dann von den Ratten die das sinkende Schiff verlassen. Er spielt mit dem Gedanken, das Haus zu verkaufen, da er denkt, dies belaste ihn. Ich habe ihm täglich versucht zu erklären, dass es daran nicht liegt und er diesen Schritt bereuen wird, da er im Moment diese Entscheidungen nicht treffen sollte. Er solle gerne mit mir zusammen einen Arzt aufsuchen. Wenn es ihm besser geht und er das Haus dann immer noch verkaufen will, stehe ich hinter ihm, habe ihm aber verdeutlicht, dass dies nicht die Lösung sein wird, da er dann wieder etwas Neues hat, worüber er sich ärgern wird. Er hört nicht zu, denkt jeder will ihm nur schlecht, alle sind gegen ihn, keiner versteht ihn. Er lebt in seiner eigenen Welt mit dem täglich gleichen kranken Ablauf und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Sein Verhalten, sein Blick, er ist nur noch gereizt und böse, sobald er die Tür hereinkommt. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Heute habe ich nun bei einem Psychologen angerufen und als letzte Hoffnung für mich um mir später keine Vorwürfe machen zu müssen, dass ich nicht alles versucht habe gefragt, ob auch Hausbesuche möglich wären. Der Arzt möchte gerne dass ich nächste Woche vorbeikomme und ihm das Problem schildere, da ich ihm erklärt habe, dass mein Lebensgefährte nicht mitkommen wird. Welche Möglichkeiten gibt es? Mir geht es selbst schon nicht mehr gut. Ich bin nervig und nah am Wasser gebaut. Diese Dinge kenne ich normalerweise nicht. Ich bin sehr stark und habe eine feste Psyche. Genau das Gengenteil meines Lebensgefährten. Ich merke, dass mir die Situation zu schaffen macht, weil ich sie gerne ändern würde aber nicht kann. <br /> Ps dazu kommt er hat innerhalb weniger Monate 15 kg abgenommen und schläft kaum nocht, wacht mit Hitzewallungen auf und kann nicht einschlafen, will nicht essen, Hungerstreik und bekommt sobald er nach Hause kommt oder aufwacht Magenkrämpfe<br />Danke für Ihre Antwort
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Sie schildern eine ausgesprochen belastende und schwierige Situation. Ich vermute, dass es über eine reine Depression hinaus geht und auch Merkmale einer narzistischen Persönlichkeit hinein spielen.

Ernst zu nehmen sind die parasuizidalen Andeutungen, "Augenschliessen" auf der Autobahn könnte man dabei sowohl als akute Eigen- oder Fremdgefährdung deuten. Wenn man diese Aussage ernst nimmt und sie eben nicht als Provokation bzw. indirektes Austesten interpretiert, wie sie auf solche Aussagen reagieren.

Und hier sind wir auch schon bei der Problematik, dass SIE (oder jede andere Person) kaum etwas machen kann. Eigentlich kann man fast nur den Rat geben, bei einer solchen Aussage bzw. Drohungen sofort die Polizei zu verständigen und darum zu bitten, dass das Ordnungsamt zur Regelung eines Zwangseinweisung gerufen wird, weil eben eine Eigengefährdung besteht. Nur : Er wird sich sofort wieder davon distanzieren, womit dann die Gründe für eine Unterbringung gegen den Willen des Patienten nicht mehr geeben sind.

Hier würde ich im geplanten Gespräch genau die Grenzsetzung besprechen. Sie werden ihn aber nicht "im Guten" zu einer Behandlung zwingen können oder überzeugen. Leider ist es eben so, dass man sich dieses "Gejammer" gefallen lassen muss - oder aber eben wirklich eindeutig sich abgrenzt und geht.

Mir ist klar, dass es keine befriedigende Antwort ist, aber es gibt eben in einer solchen Situation keine gute Lösung . Dies mussten sie ja bisher auch schon schmerzlich selber erfahren.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend Herr Doktor,
macht es Sinn ihm von dem geplanten Arzttermin zu erzählen in der Hoffnung, dass er vielleicht mitkommt? Wie kann ich mich verhalten?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend Herr Doktor,
macht es Sinn ihm von dem geplanten Arzttermin zu erzählen in der Hoffnung, dass er vielleicht mitkommt? Wie kann ich mich verhalten?


Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ja schon. Aber eher im Sinne von :

Ich weiss mir keinen anderen Rat mehr. Ich möchte Dir helfen, aber du lässt es nicht zu. Ich kann es nicht mehr allein schultern und verantworten und versuche eben eine professionelle 2. Meinung einzuholen. Besser wäre, du würdest direkt meine Sorge entkräften und direkt mit dem Arzt sprechen.

So in der Art.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
super dankeschön und schönen Abend....
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gerne geschehen !