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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 159
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
65728183
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Dr. med. St. Berghem ist jetzt online.

Hallo und guten Abend, ich habe eine Frage bezgl. einer AU.

Kundenfrage

Hallo und guten Abend,
ich habe eine Frage bezgl. einer AU. Leider werde ich jetzt zum zweiten Mal wegen meiner ungenügenden Arbeitszeitflexibilität aus meinem momentanen Arbeitsbereich versetzt. Ehrlich gesagt habe ich die Schna..... voll. Dabei handelt es sich im Grunde genommen nur um eine einzige Stunde, die ich nicht abdecken kann (08:00-09:00), da ich um diese Zeit meinen Sohn in die Schule bringen muß (bin alleinerziehend). Normalerweise sind diese Stunden durch meine zwei Kollegen abgedeckt, es sei denn sie sind krank oder im Urlaub.
Kann es möglich sein, daß ich nur deswegen tatsächlich schon wieder wechseln muß, obwohl ich meine jetzige Arbeit toll finde und auch gerne bleiben würde? Ich hatte bis vor kurzem eine Kernarbeitszeit von 09:00-13:00 Uhr 5 Tage/Wo. Jetzt besteht aber der Chef auf eine 100% Besetzung der Ambulanz innerhalb der o. g. Zeit. Bin mit meinen Nerven am Ende und weiß nicht mehr ein noch aus, da die mir gebotene Altenative inakzeptabel ist. ( gleiche Arbeitszeit) Außerdem habe ich das Ganze vor zwei Jahren schon einmal durchgemacht, welches dann zu einem Vergleich führte.(vor Gericht nach einjährigem Verfahren).
Jetzt brauche ich Hilfe, um das Ganze zu verarbeiten; ich verkrafte so eine "Verhandlung" kein zweites Mal. Kann ich mich, um einer Versetzung zu entgehen, vorrübergehend krankmelden und bei einen Psychologen vorstellen? Hoffe ich habe mein Problem einigermaßen verständlich machen können! Vielen Dank XXXXX XXXXX K.N.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Patientin,

selbstverständlich können Sie sich krankmelden und dazu einen Psychotherapeuten aufsuchen. Niemandem ist damit gedient, wenn Sie unter der Last zusammenbrechen und gar nicht mehr arbeitsfähig sind. Daher sollten Sie lieber jetzt die Notbremse ziehen, erst recht, da Sie die Situation schon kennen und damit genau beurteilen können, was Sie in Ihrer momentanen Situation noch aushalten können.
Sollten Sie nicht sogleich einen Termin zu einer psychotherapeutischen Sitzung bekommen (was leider recht wahrscheinlich ist, aber vielleicht haben Sie ja Glück), würde ich Ihnen empfehlen, gezielt eine psychosomatische Klinik aufzusuchen bzw. sich an die psychosom. Abteilung eines Krankenhauses zu wenden. An manchen Häusern gibt es spezialisierte Burn-out Therapieeinheiten und Tageskliniken mit verschiedenen anderen Therapiegruppen, so dass Sie nicht stationär bleiben müßten, sondern auf jeden Fall für Ihren Sohn da sein können.

Wenn Sie ein wenig Kraft geschöpft haben, sollten Sie sich wieder mit dem Betriebsrat in Verbindung setzen und mit ihm ihre Möglichkeiten und das weitere Vorgehen besprechen. Ihr Problem sollte sich auch ohne Gericht lösen lassen, z.B. mit Hilfe kleiner organisatorischer Änderungen. Wichtig ist auch - sofern möglich - Ihren Chef mit ins Boot zu holen. Vielleicht ist er kooperativer als Sie annehmen. So können Sie eine weitere Front vermeiden und Ihren Streßlevel darüber ebenfalls reduzieren.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, viel Kraft und Erfolg dabei!