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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Mein Enkelkind ist 3 Jahre und 7 Monate .Sie geht seit 6. Septemb

Kundenfrage

Mein Enkelkind ist 3 Jahre und 7 Monate .Sie geht seit 6. September in den Kindergarten.Gestern bin ich hellhörig geworden , weil sie folgenden Satz sagte: "Oma mich hat niemand lieb und keiner spielt mit mir im Kindergarten."
Meine Tochter sprach heute mit der Kindergarten pädagogin. Meine Enkelin ist sehr fahrig, kann sich nicht lange konzentrieren und steckt alles in den Mund und wirkt nicht sehr glücklich.2 Buben sekkieren sie ständig und sie wehrt sich nicht. K. ist ein sehr,sehr sensibles ,aber kluges Kind und hat eine Schwester mit 2 Jahren. Meine Familie ist sehr verzweifelt und wir wollen diesem kleinen Geschöpf helfen.Danke
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Ich benötige immer noch Hilfe.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Ich kann ihre Besorgnis gut nachempfinden und möglicherweise mit meiner Antwort als Psychotherapeut und Papa 2 Kinder im Kindergartenalter und frühem Schulalter nicht ganz entkräften.

Gerade sensible Kinder können im Kindergarten so ihre Probleme haben. Dies kann einerseits mit der Menge an (emotionalen) Reizen, mit der Gruppengrösse oder auch mit dem Wechsel von Kindern und Bezugspersonen zu tun haben. Kinder weisen dabei ganz grosse individuelle Unterschiede auf, wie sie mit diesen Anforderungen umgehen können. Jedes Kind ist da individuell weit und es kann Bereiche geben, in denen sie besser sind und andere (z.B. Kontakte) in denen es schwieriger ist.

Nun wäre erstmal zu klären, ob wirklich NIEMAND mit ihr spielt. Das glaube ich so nicht, wäre aber auch bei meinen Jungs eine typische Schilderung eines Tages, wo es mit einem oder zwei Kindern Probleme gab. Was bedenklich ist, ist dass sie sich nicht gut abgrenzen kann gegen die Stänkerer. Einige Kindergärtnerinnen vertreten die Meinung, das müssen Kinder unter such ausmachen. Das sehe ich persönlich etwas anders, weil gerade ein sensibles Mädchen sich vermutlich schlecht gegen aggressive Jungs durchsetzen kann. Das könnte eher dann zu einem Rückzug und Verweigerungsverhalten führen.

Wichtig zu wissen wäre zudem, wie die bisherige frühkindliche Entwicklung gewesen ist. Auch wenn das Alter viel zu jung wäre, um dies weiter zu klären wäre beispielsweise eine Regulationsstörung im Sinne einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung im weiteren Verlauf abzuklären. Das geht aber in aller Regel erst später.

Ein derartiges Mädchen sollte man fordern und fördern. Mit Gruppenaktivitäten im Kindergarten (z.B. ein soziales Kompetenztraining wie "Faustlos"), ggf. aber auch mit anderen Gruppenaktivitäten in Vereinen oder Gruppen. Man sollte ihr also quasi "Erfolgserlebnisse" in sozialen Situationen verschaffen.

Bei anhaltenden Beschwerden wäre auch eine kinderpsychologische Bewertung hilfreich, um sie ggf. über Ergotherapie und oder Kindertherapie zu fördern.