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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo unser sohn , jetzt 18 Jahre, leidet seit einem Jahr

Kundenfrage

Hallo unser sohn , jetzt 18 Jahre, leidet seit einem Jahr an Schitzophrenie und hat Selbstmordgedanken. Hört die Krankheit auch mal auf. Die Krankheit wird mit Medikamenten behandelt. Zur Zeit ist er in der 'Tagesklink
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Bei einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis sind begleitende Depressionen bzw. negative Gedanken und Ängste häufig. Hier ist es einerseits wichtig, dass ihr Sohn wirklich die Medikamente (in aller Regel atypische Neuroleptika) auch WIRKLICH einnimmt. Die allermeisten Patienten mit einer Schizophrenie sehen im behandelten Zustand ja nicht zwingend ein, dass sie eine Medikation benötigen. Dann kommt es nach Absetzen der Medikation recht schnell zu wirklich gefährlichen erneuten Verschlechterungen.

Dann sollte er die Selbstmordgedanken offen ansprechen. Häufig lassen sie sich dadurch entkräften, dass man Überforderungen oder auch Ängste in Hinblick auf die weitere Lebensgestaltung nehmen kann. Dies kann beispielsweise durch konkrete Überlegungen zur Wohnsituation, zu Ausbildung und Arbeit oder auch eine Rehabiliation für psychisch Kranke erfolgen. Die Tagesklinik ist da schon ein sehr guter Schritt. Hier sollte dann aber überlegt werden, ob eben eine zusätzliche Behandlung von Depressionen erforderlich ist bzw. die derzeitige Medikation verbessert werden kann.

Die Erkrankung Schizophrenie ist ja definitionsgemäss eine chronisch verlaufende Störung. Allerdings ist es in vielen Fällen so, dass eben die Episoden nicht wieder auftreten bzw. sich im Verlauf eine Besserung ergibt. In einigen Fällen bestehen aber leider lebenslang Symptome und Beschwerden. Dies ist aber glücklicherweise nicht die Regel. Weitere Informationen über diese Erkrankung würden Sie über Gespräche mit den Ärzten in der Klinik und ggf. eine Angehörigengruppe oder beispielsweise hier im Internet erhalten.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sie schreiben, dass die Episoden nicht wieder auftreten. Darf ich das glauben. Zur Zeit ist er sehr agressiv, ich als Mutter bin sehr ruhig und ausdauernd, kann einiges ab. Wenn der Zeitraum aber zu lange dauert, weiiß ich nicht was ich tu. Das gute ist, dass ich halbtags berufstätig bin und somit abgelenkt bin. Er erzählt mir einiges über seine Gedanken, seinem Vater und seinem Bruder nicht. Gehe immer davon aus, wenn einer von Selbstmord spricht, tut es auch nicht. Was ich gut finde, wenn er sehr agressive Antorten gibt, entschuligt er sich einigen Minuten später, es scheint ihm bewusst zu sein, dass er was falschen gesagt hat.

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich bringen ihn jeden Morgen zur Tagesklinik und hole ihn um 16 Uhr wieder ab. Dafür hat er sich gerade bei mir bedankt mit einer Tüte Rafaelo. Das war wunderbar.

 

Meine Frage ist noch, er hat im Mai die theoretische Fahrprüfung bestanden, er hatte auch schon einige Fahrstunde, musste es aufhören, weil er Ende Mai wieder ins Landeskrankenhaus musste. Wie sieht es eigentlich aus mit Führerschein ??

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das ist eine interessante Frage. Offiziell ist es wohl so, dass die akute psychotische Episode vorbei sein muss und eigentlich auch 12 Monate "Beschwerdefreiheit" vorliegen muss. Ehrlich gesagt habe ich das aber nie bei jungen Patienten mit Psychose so erlebt. Vielleicht, weil die Psychiater es selber nicht so genau wissen. Mehr dazu finden Sie hier