So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an webpsychiater.
webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
53212237
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Unser Sohn (30 Jahre) leidet an Depressionen. Er ist Arzt,

Kundenfrage

Unser Sohn (30 Jahre) leidet an Depressionen. Er ist Arzt, aber z. Zt. noch ohne Arbeitsverhältnis. Meiner Ansicht nach leidet er im Moment an Anriebsarmut. Nach fast 5 Monaten hat er sich noch nicht um eine Stelle bemüht, BewerbungsschreiXXXXX XXXXXegen angeblich schon da, aber noch nicht weggeschickt. Jedes Mal kommt etwas dazwischen, Krankheiten, im Moment hat sich seine Freundin von ihm getrennt. Er fühlt sich schlecht und spricht selber von Depressionen, will sich aber nicht von Fachärzten helfen lassen. Wir als Eltern sind auch nicht die richtigen Ansprechpartner. Er igelt sich irgendwie ein. Wie können wir ihm helfen? Er sorgt sich auch um die Verantwortung als angehender Chirug im Krankenhaus mit den entsprechenden Verantwortungen. Trotzdem will er aber den Beruf ausüben, da er ihn erlernt hat.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Morgen !

Wenn ihr Sohn wirklich das Studium erfolgreich abgeschlossen hat, wäre es derzeit ja sehr leicht, eine Stelle in einer Klinik als Assistenzarzt zu bekommen und eine Facharztweiterbildung zu beginnen. Die Verantwortung ist ja so verteilt und aufgebaut, dass man nicht am ersten Tag der Tätigkeit mit einer Herztransplantation betraut ist, sondern unterstützt in den Beruf hineinwächst und unter Anleitung lernt.

Wenn sich ihr Sohn so ausweichend verhält, kann dies viele mögliche Gründe haben. Einerseits denkt man da an Vermeidung (aus welchen Gründen auch immer) im Rahmen einer Angst (z.B. soziale Phobie) oder aber einer selbstunsicheren Persönlichkeit. Andererseits kann es auch eine Art Aufschieberitis sein (dies besonders bei Menschen, die entweder Aufmerksamkeitsstörungen wie ADHS aufweisen, oder aber sehr perfektionistisch oder zwanghaft orientiert sind). Eine depressive Störung allein erklärt das Phänomen aus meiner Sicht eher unzureichend.

So oder so, ihr Sohn benötigt klare ZIele und Perspektiven. Hier könnte ggf. ein Coach mit Schwerpunkt Berufseinstieg hilfreich sein. Sicher wäre es auch professionell richtig, einen Psychiater (am besten mit zusätzlicher psychotherapeutischer Qualifikation) zu besuchen. Das Problem dabei ist nur, dass dies eben von ihrem Sohn ausgehen muss.

Derzeit werden sie wenig Handlungsoptionen haben, ihn dazu zu bringen.
Manchmal denken Ärzte, dass sie selber nicht sich in Behandlung begeben sollten und dies negative Auswirkungen für sie haben könnte. Teilweise ist dies sogar berechtigt, wenn sie privatversichert sind (da wird die Behandlung nicht immer mit abgedeckt), besonders aber wenn sowas wie Berufsunfähigkeitsversicherung und / oder Lebensversicherung etc. noch nicht geklärt ist. Hier kann eine psychische Erkrankung leider tatsächlich ein Argument sein, dass man nicht in die Versicherung aufgenommen wird.

Das ändert natürlich überhaupt nichts daran, dass er Behandlung und Hilfe benötigt, wenn er krank ist. Wenn er Arzt ist, sollte er wenigstens so vernünftigt sein können, dies einzusehen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie haben die Antwort auf ihre Frage gelesen. Kann ich etwaige offene Fragen noch klären ? Sonst würde ich um Akzeptieren der Antwort bitten, um eine Honorierung der Beratungsleistung zu erhalten.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychiatrie