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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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drwbischof ist jetzt online.

hallo, bin gerade von der arbeit nachhause, weil ich just

Kundenfrage

hallo,
bin gerade von der arbeit nachhause, weil ich just (wieder) eine akkute angstattacke hatte. das ganze ist vor ca. 3-4 monaten das erste mal aufgetreten, allerdings nicht bei der arbeit. eltern und freunde sind zum größten teil eingeweiht. einen beratungstermin bei einem therapeuten habe ich noch nicht bekommen. ich bin derzeit in köln. was raten sie mir? gibt es eine gute direkte anlaufstelle in köln?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

erst einmal ist es wichtig, dass sie sich klar darüber sind, dass dieser Zustand zwar sehr unangenehm und belastend, ansonsten aber völlig harmlos ist. Bei einer Panikattacke kommt es durch Hyperventilation zu einem harmlosen Anstieg der Sauerstoffkonzentration im Blut. Hierdurch wird in der Folge die Symptomatik (Herzrasen, Schwindel, Gefühl der Luftnot, Zittern, Pelzigkeitsgefühle usw ...) ausgelöst. Die Angst, dass es sich um etwas Ernstes handeln könnte führt zu einer körperlichen Stressreaktion (Stesshormone werden ausgeschüttet), wodurch sich der (harmlose) Zustand weiter verstärken kann.

Meist entwickelt sich die sogenannte Angst vor der Angst. Indem man sich aber klar macht, dass einem wirklich nichts passieren kann, wird es häufig schon etwas leichter. Die meisten Menschen befürchten in einem solchen Zustand ernsthaft krank zu sein, sterben zu müssen oder die Kontrolle zu verlieren (u.v.m.)... Dies ist definitiv nicht der Fall.

Es existieren gut wirksame medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten und hilfreiche psychotherapeutische Verfahren. Generell gilt, je gelassener sie mit den Angstattacken umgehen, desto schneller sind sie das Problem in der Regel wieder los. Selbstverständlich ist es wichtig, die möglichen Hintergründe solcher Angstattacken aufzudecken. Manchmal ist einfach nur Stress, es können aber auch tiefer liegende Probleme und Belastungen sein, die einem nicht unbedingt bewusst sein müssen.

Da es häufig dauert bis man einen Psychotherapiepatz gefunden hat, ist es sinnvoll sich zunächst bei einem Psychiater vorzustellen, sich genaustens über das Krankheitsbild informieren zu lassen und ggf. eine medikamentöse Behandlung zu beginnen, die dann im Laufe der Psychotherapie wieder abgesetzt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. W. Bischof