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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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drwbischof ist jetzt online.

Ich bin 45 Jahre alt,seit 12Jahren nehme ich Benzodiazepine,genau

Kundenfrage

Ich bin 45 Jahre alt,seit 12Jahren nehme ich Benzodiazepine,genau seit1999 seit Todgeburt meines Tochter Corina in8 Mon.IN1999 stirbt auch mein Vater auf meinen Händen zu hause.In2004 stirbt wieder meine Tochter Agnes,in7Monat.Beides Mädchen haben sich mit extrem langen Nabelschnurr um die Hals Gewickelt und erstickt.Ich habe 2 Söchne eine 21 jahre der 2te 16.Die sind sehr gesunde Kinder und Große nach seinem Vater also meine Ehemann.Wir sind zussamen seit 24 Jahren und lieben sich so sehr wie am Anfang.Als vor 13 Jah. habe ich in ZIRKUS gearbeitet,stürtzte ich von 25 meter nach DIE Manege.Bei mir war fast alles gebrochen.Seit diese Zeit nahmte ich Tilidin.Jetzt bin ich bei Spezialist von Schmerzen bekkome von Ihm seit 2 Morphin.Ich bekomme bald Rente ICH WILL WEG von diese Morphin und auch von Benzodiazepine. Was soll ich machen,ich habe schon alleine alles ausgestellt,aber dieschmerzen sind höllisch.Von meine Unfall in ZIRKUS ICH STAMME aus Polen.Nur so für Infarmation.Also meine Frage WASsoll ich machen? Mit Morphin habe ich keine SCHMERZEN;ABER MIT Sie will ich nicht weiter so leben,weilSie raubt meine Gefühle.Zb:Liebe,sex ich bin egoistin es kümmert mich nicht.Aber keine SCHMERZEN,ohne Sie kann ich auch nicht,weil sofort meine SCHMERZEN SIND UNERTRÄGLICH:Wie soll ich weiter leben mit oder ohne diese Morphin.Ich hasse Sie,aber muss ich Sie nehmen.Bitte Helfen Sie mir Herr DOKTOR: WAS SOLL ICH MACHEN ? dANKE XXXXX XXXXXür ihre Mühe.Mit hochachtung! Frau Agata.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

 

offensichtlich haben sie ein chronisches Schmerzsyndrom als Folge ihrer schweren Verletzung. Es ist gut, dass sie bei einem Schmerztherapeuten in Behandlung sind. Dieser wird die optimale Einstellung mit ihnen zusammen finden. Es nutzt ihnen nicht, wenn sie mit Gewalt auf Morphin verzichten möchten. Am wichtigsten ist, dass die Schmerzen erträglich sind und sie am Leben teilnehmen können. Selbstverständlich kann man nach Rücksprache mit dem Arzt gelegentlich versuchen, die Medikamente zu reduzieren oder schwächere Medikamente einzusetzen, aber letztendlich ist ihre Lebensqualität entscheidend.

 

Anders sehe ich es mit den Benzodiazepinen. Hier wäre ein Absetzen bei sicherlich schon vorhandener Abhängigkeit sinnvoll. Nach vielen Jahren der Einnahme muss allerdings ein sehr langsames Absetzen erfolgen. Das kann sich über Monate hinstrecken und sollte mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Bei plötzlichem Absetzen können lebensbedrohliche Entzugssyndrome auftreten, also auf keinen Fall ohne den Arzt gesprochen zu haben reduzieren.

 

Möglicherweise könnte ein Antidepressivum begleitend hilfreich sein. Zum einen verbessert sich die Stimmung und die Belastbarkeit, zum anderen wird auch die Schmerzintensität positiv beeinflusst. Ihr Schmerztherapeut kennt diese Medikamente. Das bekannteste ist zur Zeit das Cymbalta. Ihr Leben ist ja nun auch alles andere als einfach verlaufen. Sie mussten schließlich viele Schicksalsschläge hinnehmen und verarbeiten

 

Wenn sie die Vergangenheit noch sehr belastet, wäre auch die Aufnahme einer Psychotherapie ein sinnvoller Schritt.

 

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Bischof



Verändert von drwbischof am 19.10.2010 um 08:48 Uhr EST