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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Hallo,bin seit 21 Jahren mit meinem Mann verheirat.Wir haben

Beantwortete Frage:

Hallo, bin seit 21 Jahren mit meinem Mann verheirat.Wir haben zwei Kinder 19 und 16 Jahre alt. Solange die Kinder kleiner waren ,habe ich nur 2 Vormittage gearbeitet, das nur gegen seinen enormen Widerstand.Seit Jahren wertet er mich mit verletzenden, demütigenden Worten vor Freunden und den Kindern ab.Seit drei Jahren arbeite ich mehr Stunden. Er wird immer geiziger, seit circa 2Jahre hat er cholerische Anfälle, die immer gehäufter auftreten. Wir haben ein Nettoeinkommen von fast 6000,00 €.Er beschimpft mich, dreht mir die Heizung ab, wenn ich fünf Minuten in den Garten gehe. Mit meiner 16 jährigen Tochter, die auf meiner Wellelänge liegt, betreibt er wirklichen Psychoterror, so behauptet er z.B.,daß sie sich nuttig anzieht.Hat diese Beziehung noch einen Sinn? Er ist studierter Pädagoge.Zur Ehetherapie geht er nicht, da ich eh an allem Schuld bin. Was raten Sie mir?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag
Sie beschreiben eine schwere Eheproblematik, die vermutlich nur professionell mit einem Moderator bzw. Paartherapeuten zu begegnen wäre - wenn ihr Mann da mitspielen würde bzw. sie der Beziehung noch eine Chance geben können.

Ihr Mann hat eine Persönlichkeit, die sie kontrollieren und ggf. auch einengen möchte. Sie sollen ihn anhimmeln bzw. das Leben auf ihn ausrichten. Das ist in einer Ehe in einem gewissen Rahmen ja auch o.K. , aber eben auch ein Geben und Nehmen. Sie haben viel gegeben, aber die Rechnung geht nicht (mehr) auf.

In einer derartigen Situation empfehle ich, über den Problemhorizont zu denken. Typisch für Probleme ist ja, dass man Grübeln muss, weil man sich quasi um das Problem dreht. Aber sich nicht vom Problem lösen kann (was ja dann eine Problem-Lösung) wäre. Dazu hilft es weiter zu denken. Wenn es eine Art Notfallkoffer gäbe, für die Zeit einer Trennung : Was gehört da mit rein ?
- Haben sie eine EC-Karte bzw. eigene Einkünfte / Zugriff auf ein Konto ?
- Wo würden sie wohnen ?
- Wie verhalten sich die Kinder ?
- Wie reagiert die Familie ?
- Welche Freunde stehen zu ihnen?
- Wo würde der erste Urlaub hingehen?
- Wer tröstet, wenn die Traurigkeit kommt ?

Viele Dinge machen sie schon richtig. Sie gehen raus aus der Isolation. Der Notfallkoffer ist auch nicht zwingend dafür gedacht, gebraucht zu werden. Eher dafür, sich innerlich anders positionieren zu können. Wenn sie weiter denken, werden sie sich emotional anders ihm gegenüber positionieren. Das wird er spüren und vielleicht sich auf eine Eheberatung einlassen können.

Wenn sie aber der Sündenbock sind, wird sich wenig ändern können. Dann wäre ein Auszug (ggf. auch auf Zeit) der richtige Schritt.
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.