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Stellen Sie Ihre Frage an Verhaltensthera...
Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

hallo! ich habe eine frage zu meiner tochter angelina(5 Jahre).

Kundenfrage

hallo! ich habe eine frage zu meiner tochter angelina(5 Jahre). ich habe mich von meinem mann getrennt und bin mit meinen beiden kindern weggezogen. der vater kümmert sich noch regelmäßig um die beiden und wir dachten auch das sie es realtiv gut verkraftet haben. jetzt zeigen sich jedoch veränderte verhaltensweisen bei der großen. wäre es sinnvoll mit ihr zu einem kinderpsychologen zu gehen oder was kann ich sonst tun um es für sie so leicht wie möglich zu machen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !

Sie schreiben nicht, wie lange die Trennung her ist und welche Verhaltensänderungen aufgetreten sind.

Auch ist es entscheidend, ob die Tochter noch Streit bzw. Spannungen zwischen Ihnen und dem "Papa" spürt. Gerade Kinder sind extrem sensibel, was diese Spannungen angeht. Sie könnten wohl weit besser mit einem Fakt der Trennung umgehen, schlechter aber mit einem Hin und Her oder latententen Vorwürfen. Es gibt einige Dinge, die man NICHT tun sollte :
- Vor den Kindern streiten
- Das Kind als seelischen Mülleimer für seine Trauer oder Schuldvorwürfe missbrauchen
- Den Vater bzw. die Mutter schlecht oder gut reden
- Die Traurigkeit des Kindes wegreden bzw. sagen, dass es "keinem Grund" dafür gibt.

Das Kind "mag die Situation nicht". Das ist verständlich und auch o.k. Aber es kann sich an Veränderungen anpassen. Hilfreich kann eine Beratung beim Kinderpsychologen sein. Leider sind nur die Termine so schwer zu bekommen :-(

Ich selber finde eine Methode sehr elegant und kindgerecht, bei denen man Gefühle in Bilder übersetzt. Einerseits kann man die Kinder also einfach malen lassen und so einen Ausdruck für Gefühle finden. Ich mache es aber mit inneren Bildern, d.h. vorgestellten Bildern. Es kann ja sein, dass ihre Tochter in der Zeit vor der Trennung eben Spannungen etc mitbekommen hat und ambivalente Gefühle für den Papa und / oder sie hat. Einerseits liebt sie sie. Andererseits findet sie viele Vorfälle oder die Trennung an sich "nicht in Ordnung".
Sie sollte nun versuchen, die Gefühle als Obst oder Gemüse zu beschreiben. Eher spielerisch.

Beispielsweise : Wie würde sich der Papa gerade fühlen, wenn er hier wäre ?
Dann sagt sie vielleicht : Tomate
Dann lassen sie sich die "Tomate" mal beschreiben :
Wie gross oder schwer wäre sie (die kann riesig sein)
Welche Farbe ? könnte z.B. auch blau sein
Wie fest ist sie ? Ist noch Erde dran ? Bewegt sie sich ?

Dann NICHT interpretieren, sondern einfach 10 mal abwechselnd auf die rechte und linke Schulter tippen. Augen zu und wieder auf.
Das Bild kann sich verändert haben. Damit aber auch das Gefühl selber.

Mehr dazu unter www.emoflex.de
Das ist ein tolles Instrument, das noch besser als Trösten bei Traurigkeit und Spannungen wirkt (dies natürlich aber nicht ersetzt).

Weitere Tips wären :
- Nehmen sie sich abends ein paar Minuten Spiel- und Kuschelzeit mit ihr, die nur ihr gehört.
- toll wäre eine andere Person , die als "aussenstehender Trost oder Quatschtante" hilfreich wäre.
Aber meistens renkt es sich eben von ganz allein ein ?

Gibt es denn auch ausserhalb der Familie im Kindergarten oder beim Sport etc Probleme ?
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wenn sich keine Rückfragen ergeben, würde ich um Akzeptieren der Antwort bitten.