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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

wie werde ich meine Glossophobie los

Kundenfrage

wie werde ich meine Glossophobie los?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Morgen !

Die Angst in der Öffentlichkeit zu sprechen (z.B. eine Rede halten zu sollen) ist eine weit verbreitete Form der Sozialen Phobie. Dabei sollte man unterscheiden, ob sich die Angst auf eine mehr oder weniger reale Grundlage stützt, d.h. ob sie sich schon eimmal in der Öffentlichkeit bei einer entsprechenden Situation blammiert haben, rot angelaufen sind oder einfach kein Wort mehr rausbekommen haben.

Die andere Form ist eher eine Selbstunsicherheit, d.h. die Angst begründet sich eher in einer abstrakten Furcht vor einem Black out in einer solchen Situation.

Gemeinsam ist der Drang zur Flucht bzw. der Wunsch zur Vermeidung. Wie sie möglicherweise längst wissen, muss man in der Therapie diesem Wunsch widersprechen bzw. sich gerade der Angst stellen.

Je nach Auslöser der Problematik können nun verschiedene Therapieansätze hilfreich sein.

Medikamentös setzt man heute überwiegend sog. SSRI-Antidepressiva ein. Diese können gerade bei einer Sozialen Phobie / Glossophobie ganz gut wirken. Psychotherapeutisch wären Entspannungsverfahren bzw. die Verhaltenstherapie dann angezeigt, wenn es sich wirklich um die Erfahrung einer Blammagesituation handelte. Dann kann man über Flooding bzw. Systematische Desensibilisierung gute Ergebnisse erzielen.

Ich persönlich bin zwar Verhaltenstherapeut, erlebe aber häufig auch therapeutische Grenzen. Im Alarmzustand kann das Gehirn schlecht neue Erfahrungen machen. Daher arbeite ich gerne mit inneren Bildern, die ich quasi mit wachen Traumverarbeitungsmechanismen (Augenbewegungen wie im REM-Schlaf des Traums) verarbeite. Dies ist kein gängiges Therapieverfahren. Sie können aber unter www.emoflex.de sich näher informieren. Die Übung "Innerer Raum" auf der Webseite eignet sich hervorragend, um das Gehirn einmal in einen Zustand der De-Alarmierung (Angstfreiheit) zu bringen bzw. dann eine bildliche Übersetzung des Angstzustandes zu erhalten. In aller Regel lässt sich dann relativ leicht eine Verarbeitung der Angsterlebnisse erzielen.

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