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Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 89
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Hallo, Ich versuche, mich so kurz wie m glich zu fassen.

Kundenfrage

Hallo,
Ich versuche, mich so kurz wie möglich zu fassen.
Ich habe Theologie studiert (1998-2003), ursprünglich mit dem Ziel, Priester zu werden. Mit der Zeit bin ich im Priesterseminar jedoch regelrecht krank geworden, ich litt jahrelang und Angst und Depressionen, bis ich mich verliebt habe und abgesprungen bin. Dann war die Angst weg. Dann habe ich das Referendariat für Religionslehrer gemacht. Es war keine Entscheidung aus grosser Leidenschaft, sondern eher eine pragmatische Lösung. Jetzt bin ich im 8. Jahr im Beruf. Es ist jedes Mal bei Schulbeginn (der läuft bei uns erst in diesen Tagen), da bekomme ich - nicht in der Schule selbst -, sondern hauptsächlich an Wochenenden usw. grosse Angstsymptome wenn ich aufstehe (Zittern, Beben, Schweissausbrüche usw.) und kann nichts essen. Schon als Kind hatte ich immer Schwierigkeiten mit Wechseln (von Ferien zu Schule oder umgekehrt, ich war schon als Kind sehr ängstlich und grüblerisch). Jetzt stelle ich mir dann wieder die Frage: Woher kommt diese Angst? Eigentlich läuft es ganz gut in der Schule, davon abgesehen, dass ich immer noch eine gewisse Verkrampfung verspüre, wenn ich vor einer Klasse stehe (auch nach 8 Jahren), aber meistens kann ich gut damit umgehen. Es bescheinigt mir auch jeder, dass ich ein sehr guter Lehrer bin. Und manchmal strotze ich auch nur so von Selbstbewusstsein. Aber es kann wie gesagt schagartig umschlagen. So am Schulbeginn, wo die Angst dann so heftig wird, stelle ich mir dann immer wieder die Frage: Bist du wirklich motiviert genug für diesen Beruf? Bist du im falschen Job? Musst du ihn wechseln? Aber wechseln wohin? Oder wäre das eine Flucht? Kämen die gleichen Probleme nicht da wieder? Ist es wirklich die Situation, die mich ängstigt, oder meine Einstellung zur Situation?
Vielen Dank, XXXXX XXXXX sich Zeit für mich nehmen!
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr.med.24h hat geantwortet vor 7 Jahren.
Lieber Fragesteller,
vielen Dank XXXXX XXXXX Frage.
Sie schreiben selbst, dass Sie bereits als Kind ängstlich und grüblerisch waren -vielleicht war bereits der Wunsch, Priester zu werden, eine Suche nach Sicherheit- denn wer kann Sie besser beschützen als Gott?
Nun sind Sie in einem anderen Beruf gelandet, der auch viel Angstpotenzial birgt -als Lehrer kann man sich nicht verstecken, sondern steht "im Rampenlicht".
Ohne Sie zu kennen, glaube ich aber, dass Sie den richtigen Beruf gefunden haben-das zeigen auch die positiven Rückmeldungen. Und unmotivierte Menschen fragen sich nicht, ob sie genug motiviert sind.
Aus meiner Sicht leiden Sie unter einer depressiven Gefühlslage und etwas, was Ärzte "generalisierte Angststörung" nennen. Das ist sehr belastend.
Und jetzt die gute Nachricht: das ist heute sehr gut behandelbar, so dass Sie vielleicht in einem Jahr zurückblicken, und diesen Lebensabschnitt als Erfahrung verbuchen, die Ihnen hilft, andere Menschen besser zu verstehen. ( unter Christen: der liebe Gott macht nichts umsonst).
Es gibt für Sie zwei Behandlungsansätze, die sich NICHT ausschließen:
das ist wichtig, da viele Behandler, insbesondere die Psychtherapeuten, eine Art Dogma in Deutschland vertreten, das nur historische und pekuniäre Gründe hat.
Also, es gibt die Psychotherapie, und es gibt gut wirksame Medikamente ohne größere Nebenwirkungen.
Sie mögen das vielleicht nicht gerne hören, aber ich würde in Ihrem Fall mit den Medikamenten beginnen. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Hausarzt, der Ihnen diese verordnen kann, oder Sie ggf. überweist.
Eine PsychØtherapie ist ein langwieriges Verfahren, das immer erstmal de-stabilisiert, das halte ich für Sie momentan nicht geeignet.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Experte:  Dr.med.24h hat geantwortet vor 7 Jahren.
Lieber Fragesteller,
ich hoffe es geht Ihnen gut. Haben Sie noch Nachfragen?
Falls nicht, bitte ich Sie die Frage noch durch Akzeptieren zu schliessen.
Viele Grüße,