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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Mit meiner Tochter (31) habe ich bestimmt 20 Jahre kein gutes

Kundenfrage

Mit meiner Tochter (31) habe ich bestimmt 20 Jahre kein gutes Verhältnis. Aussage meiner
Tochter: Ich habe sie nie geliebt. Ich liebe mich nur selbst - bestimmt nicht
Ich habe ihr sehr viel angetan - 1 Scheidung , 2 Beziehungen. Ich habe sie sehr lieb, finde
aber keinen Weg, um mit ihr richtig zu sprechen. Scheitert immer wieder in Auseinandersetzungen. Mit meiner 2. Tochter ist alles o.k
Gestern versuchte meine 2. Tochter (27) nochmals ein Gespräch zwischen uns zu vermitteln, da wir beide darunter sehr leiden. Es endete wie immer. Wir waren Alle
sehr traurig.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Wenn ein Verhältnis bzw. ein Konflikt so lange zerrüttet ist, sind die Fronten verhärtet. In der Konfliktforschung unterscheidet man da bestimmte Phasen bzw. Entwicklungsstufen, die bis zum erbitterten Krieg gehen (siehe z.B. hier http://de.wikipedia.org/wiki/Konflikteskalation_nach_Friedrich_Glasl).

Häufig ist man auf beiden Seiten schon vor dem Gespräch so innerlich alarmiert und auf Kampf und Abwehr eingestellt, dass da wenig Land zu gewinnen ist. Gerade die schlechten Erfahrungen von Vorgesprächen wirken da total kontraproduktiv. Hier wäre auf beiden Seiten zunächst wichtig, in einer Therapie oder aber mit anderen Methoden raus aus dem Alarm zu kommen. Wichtig wäre auch, ein Kommunikationstraining zu haben.

Dazu gehört, dass man den anderen Partner im Gespräch ausreden lässt und dann mit eigenen Worten das Gesagte zusammenfasst (Persevation). Man fängt mit positiven bzw. neutralen Themen an. Und versucht so Gemeinsamkeiten statt Trennendes zu finden.

Das muss und kann man aber üben.

Dann erst werden Probleme besprochen. Aber auch hier eben nicht in die Vergangenheit bezogen ("Immer hast du"..., "Nie ...." ) sondern verhaltensbezogen auf die Gegenwart und Zukunft. Dabei müssen Sie und ihre Tochter lernen, dass eben Erwartungen und Bedürfnisse aus der Vergangenheit nicht mehr änderbar sind. Man kann nur in die Zukunft schauen.

Ob ihre Tochter dazu in der Lage oder bereit ist, weiss ich nicht

Grundsätzlich war es ja nett, dass ihre andere Tochter das moderieren wollte. Ich glaube aber nicht, dass sie das als Familienangehörige so schafft. Hier wären "Profis" in der Konfliktberatung gefragt, also Psychotherapeuten bzw. Konfliktmoderatoren für Familienfragen.
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Kann ich noch weitere Klärung online bieten ? Sonst würde ich um Akzeptieren der Antwort bitten.

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