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Stellen Sie Ihre Frage an Verhaltensthera...
Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Ich habe akute Schlafst rungen. Ich habe eine Beziehung hinter

Kundenfrage

Ich habe akute Schlafstörungen. Ich habe eine Beziehung hinter mir, die ich noch nicht ganz verarbeitet habe. Meine Gedanken die mich wach werden lassen sind wie meine ex-freundin mit ihrem neuen Freund und inzwischen Mann schläft. Wie kann ich diesen Dingen am besten begegnen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !

Wie man mit Trennungen oder Liebeskummer klar kommen kann, ist eine schwierige Frage. Augen zu und durch gelingt ja eben gerade nicht, weil man häufig schlaflos ist.

Sie schreiben nicht, wie lange die Trennung her ist. Zeit heilt da Wunden, wenn die Trauerarbeit über die Trennung (und den Eigenanteil an der Paarproblematik) wirklich laufen kann. Sie sind aber hin- und hergerissen. Sie Grübeln.

Das kann entweder eine Anpassungsstörung / oder depressive Reaktion sein oder die Re-Aktivierung eines alten Konfliktes. Das nehmen sie ja selber an. Bindungsangst oder eben Autonomie-Abhängigkeit wie die Psychoanalytiker vermutlich sagen würden.

Es gibt da tatsächlich viele Wege und viele Bücher. Ich selber versuche mit meinen Klienten dieses Gefühl der Zerrissenheit oder des Angezogen und Abgestossen in eine Metapher oder ein Bild zu übersetzen. Dann bearbeiten wir dies mit Augenbewegungen wie im Traumschlaf. Die Grundannahme dabei ist, dass ihr Gehirn aufgrund einer Alarmierungsreaktion den normalen Schlaf und auch das emotionale Verarbeiten im Traumschlaf nicht "hinbekommt". Also muss man ein wenig therapeutisch nachhelfen. Leider arbeiten so aber kaum Therapeuten.

Schauen sie dazu vielleicht mal auf www.emoflex.de (unter Innerer Raum). Hilfreich ist, sich einen sicheren, imaginierten Raum vorzustellen. Das wäre eine Situation ohne Alarm. Von dort aus kann man dann auch auf die weitere therapeutische Suche nach den Ursachen des Autonomie-Abhängigkeitskonfliktes gehen.

Hierzu dient eine normale Psychotherapie, die dann tiefenpsychologisch oder psychoanalytisch orientiert wäre, wenn man es über die inneren Bilder nicht selber hinbekommt.

Gut ist, dass dies dann auch gegen die Schlafstörungen hilft und eine Neuorientierung für neue Partnerschaften ermöglicht bzw. einen nicht in die gleichen Fehler immer und immer wieder tappen lässt (nach dem Muster" und täglich grüsst das Murmeltiert"
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen,

der Verlauf der Beziehung bzw. der Trennung war wie folgt:

vor ca. 6 Monaten meinerseits aus getrennt
vor ca. 3 Monaten intensives Telefongespräch mit der Ex-Freundin
vor ca. 2 Monaten hat sie geheiratet
vor ca. 1 Monat habe ich davon erfahren

Insgesamt dauerte die Beziehung nicht ganz ein Jahr. Als ich von der Hochzeit erfahren habe, hat es mich sehr geschockt. Ich habe das nicht im Rahmen des Möglichen gesehen, besonders weil diese Situation des getrennt seins und wieder zusammenkommens schonmal so war. Besonders das Telefongespräch unterstützte dieses Gefühl möglicherweise doch wieder zusammenzukommen. Nun ist es de facto nicht mehr möglich, dass sie zurückkommt, aber ehrlich gesagt hege ich diese Hoffnung immer noch in meinen Fantasien. Was mich dabei am meisten verwirrt ist, warum ich selber so gehandelt habe, also Schluss gemacht habe (und das war nicht ein einziges Mal). Die Frage die mich während der Zeit des Zusammenseins auch plagte war, ob es wirklich so möchte wie es gerade ist. Besonders, dass sie etwas älter ist als ich (3 Jahre) machte mir Sorgen. Das erinnerte mich an meine erste Beziehung, wo meine Partnerin 5 Jahre älter war als ich und das zu Problemen geführt hat. Ihr Wunsch nach einer Hochzeit und Kindern konnte ich nicht erfüllen, was zur Trennung führte. Ich kann mich gefühlsmäßig nicht mit der Tatsache einer älteren Partnerin anfreunden, und wenn ich es rational sehe es kaum was ausmacht. Ich hatte erwähnt, dass ich mich zu vor schon einige Male getrennt hatte, jedesmal fühlte ich mich schuldig dabei, was mich in gewisser Weise wieder zurücktrieb zu ihr.

Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ich befürchte, wir werden über das Internet nicht klären können, ob sie nun eine Art "Schockzustand" durch die Hochzeit bekommen haben, oder eher eben auch in eine durch ihre eigene Persönlichkeitsstrukturierung mitbestimmte Krise geraten sind. Hier wäre wirklich eine längerfristige (tiefenpsychologische ?) Psychotherapie erforderlich, um an die Wurzeln des Übels zu kommen und den wiederkehrenden Pendel-Ausschlag zu normalisieren.

 

Wie der Verlauf der Trennung war bzw. was diese Frau jetzt tut, denkt, fühlt ist ja eigentlich egal. Sie ist weg.

 

Sie könnten nur für zukünftige Beziehungen auf die Suche gehen, warum sie immer und immer wieder in die gleiche Fehlermuster verfallen. (Oder beziehungsabstinent leben, was aber quasi auf ein Klosterleben hinauslaufen würde, was sicher auch nicht ihre Bestimmung ist).

Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Die Schlafstörungen sind leider immer noch vorhanden. Auch merke ich zwar gelegentlich eine kurzweilige Besserung der Situtation, aber auf Dauer ist es nicht besser. Jetzt frage ich mich, da ich im Moment noch Student bin, ob die Krankenkasse die Kosten dafür übernehmen würde und worauf zu achten ist.