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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

hallo, ist es m glich, dass eine trauerzeit nach dem todesfall

Kundenfrage

hallo,
ist es möglich, dass eine trauerzeit nach dem todesfall der mutter, was mit 2 jährigen krankheit verbunden war und keine schönen bilder hinterließ, nicht von alleine endet?
es sind inzwischen 15 monate her, ich muss jeden tag daran denken, komme eigentlich im alltag gut damit zurecht, allerdings, kommt es mir vor als würde ich neben mir stehen, ich beobachte alles nur und bin nicht wirklich 100% anwesend...
ist das ein nichtendendes trauma oder wie kann ich das deuten?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Trauer ist etwas sehr unterschiedliches und so gibt es auch keine zeitlichen Vorgaben, wie lange der Trauerprozess ablaufen darf oder muss.

Aber es sollte ein Prozess sein, eine Bewegung (häufig ein Pendeln zwischen totalem Nicht-Wahrhaben-Wollen und totalem Wiedererleben).

Wenn man tagtäglich mit Gedanken und Gefühlen gequält wird, aber es sich nicht weiter bewegt, kann es sich durchaus um eine pathologische Trauer handeln.

Gerade wenn dem Todesfall schon sehr viel Stress vorausging bzw. dann eine Art "Alarmzustand" auftrat, kann sich auch ein Todesfall wie eine Posttraumatische Belastungsstörung darstellen.

Hier gibt es dann unterschiedliche Vorgehensweisen. Ich selber arbeite mit inneren Bildern, d.h. ich übersetze Gefühle in abstrakte, vorgestellte Bilder. Diese werden dann mit rechts-links-Augenbewegungen wie im Traumschlaf weiter verarbeitet. Damit lassen sich derartige pathologischen Blockaden eigentlich gut auflösen.

Leider ist dies aber keine allgemein angewandte Methode (schauen sie mal unter www.emoflex.de und probieren sie dort die Übung Innerer Raum).

Sonst wäre Pathologische Trauma auch ein Thema für die Psychotherapie. Hier sollte man sich dann aber eben auch Kollegen suchen, die sich spezieller mit Trauer und Trauma beschäftigen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
hallo,
vielen dank für ihre antwort.
die rede ist von EDMR? hab schon darüber gelesen...und auch versucht, wobei nicht konsequent genug aufgrund von unsicherheit, ob ich das richtig mache.
kann das für immer bleiben, ohne behandlung? "die zeit heilt alle wunden" - sollte man sich darauf nicht wirklich verlassen? ich kann mich sehr schwer konzentrieren täglich bei der arbeit und obwohl ich schon immer sehr ehrgeizig und zielstrebig war, so fällt mir vieles sehr schwer...die ruhe ist mein größter luxus...fürchte nur depressiv zu werden
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
EMDR ist eigentlich noch anders. Dabei werden konkrete Bilder (z.B. der Anblick der toten Mutter) mit Augenbewegungen verarbeitet.

Ich bzw. Johannes Drischel arbeiten abstrakter und damit auch schonender . Wir übersetzen Gefühle in Bilder.

Zunächst beispielsweise das Gefühl, dass das Leben in Ordnung und schön ist. Alles in Ordnung quasi.

Dies lassen wir uns z.B. als Zimmer beschreiben. Welche Farbe hat die Zimmerwand ? Welcher Fußbodenbelag ? Welche Lichtverhältnisse ? Wäre ein Geruch oder ein Geräusch im Raum.

Dann macht man Augenbewegungen (wie bei EMDR).

Und fragt sich, wie das Lebensgefühl in dem Raum wäre . Übersetzt auch das in ein Bild

Aus diesem "sicheren Ort" heraus geht man dann an das blockierte Gefühl.

Also fragt man sich, wie sich der Raum bzw. die Form ändern würde, wenn sie die belastenden Gefühle darstellen könnte. Häufig sind es ambivalente Gefühle (d.h. häufig ist auch Wut oder unausgesprochene Aggressionen oder offene Frage bei Todesfällen beteiligt). Das bildet sich in den Bildern ab.

Über Augenbewegungen kann man das aber integrieren bzw. verarbeiten.

Depression wäre ja schon ein "Fortschritt". Vorrübergehend würden sie für 2 oder 4 Wochen "traurig" sein, heulen und vielleicht schlecht drauf sein, wie bei einer Depression. Das jetztige Problem ist schlimmer, weil quasi eine Branddecke über alle Gefühle geworfen ist.

Mit der oben genannten Methode kann man es aber auch "schneller" schaffen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen dank...
ist dieses gefühl "neben sich stehen" gefährlich? führt es automatisch zu schlechteren zuständen?
wie lange müsste man die übung mit den augen und bildern machen, bis erste erfolge erzielt werden?
ist es normal auch über selbstmord nachzudenken? ohne das vorhaben, ich meine allgemein?
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dieses Verfahren ermöglicht häufig "nur", dass man in den normalen Trauerprozess zurück kommt.

Das "neben sich stehen" ist insofern gefährlich, weil in der Folge alle ähnlichen Gefühlserlebnisse nicht richtig verarbeitet werden und sich quasi anstauen. Irgendwann ist die Kompensationsgrenze erreicht und man wird von einem äußeren Erlebnis "getriggert", d.h. von einer scheinbaren Kleinigkeit in eine tiefe Krise geworfen. Das muss nicht so sein. Aber wenn es passiert, wissen die Ärzte oder Psychologen meist nicht, warum es so gekommen ist.

Selbstmordgedanken können kommen. Das ist soweit "o.K.", solange man sich distanzieren kann und keine konkrete Pläne macht. Sonst sollte man sich lieber in stationäre psychiatrische Behandlung begeben.
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung: Arzt und Psychotherapeut
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
ist das üblich, der zustand in dem ich mich befinde? ist es möglich, das alleine zu schaffen?
ich habe keine konkreten pläne bzgl. selbstmor bzw. kein vorhaben. es ist eher die angst, dass es ganz schlimm wird und ich selbstmord als einzigen ausweg sehen sollte. ich will noch leben, es gibt noch sehr vieles was ich machen möchte und auch einfach viel mehr zeit in diesem leben verbringen möchte....es ist eigentlich eher die angst vor der angst....lebenswillen habe ich zur zeit...ich habe nur angst, dass sich das ändert
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Derartige "Gefühls-Gefrierzustände" sind schon häufig. Ich persönlich finde sie nicht sehr lebenswert. Gefährlich müssen sie nicht sein.

Ich würde mich immer eher einer Psychotherapie anvertrauen bzw. eben so ein einfaches Verfahren wie Emoflex ausprobieren, weil man da sehr schnelle Ergebnisse erzielt.

Sonst eben herkömmliche Psychotherapie mit EMDR und Gesprächen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen dank
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gerne geschehen und viel Kraft zur Bewältigung für Sie !

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