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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Guten Tag, was kann man tun, wenn jemand, der unter starken

Kundenfrage

Guten Tag,
was kann man tun, wenn jemand, der unter starken Depressionen leidet und an manchen Tagen geistesverwirrt ist, keine Hilfe von Familienangehörigen und Freunden mehr annimmt? Die Person lässt niemanden mehr an sich heran. Auch der Versuch, sie zu einem Gespräch mit einem Psychologen oder auch "nur" einem Hausarzt wurde verweigert und die Situation wird immer bedenklicher.
Gibt es eine Möglichkeit, wie wir der Person helfen können?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.
M.M.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Einen "geistesverwirrten" Zustand bei einer depressiven Störung gibt es eigentlich nur bei einer psychotischen Depression (oder aber was ich für unwahrscheinlich halte bei einer manischen Episode). Kennzeichen einer Psychose ist gerade der Wahn, d.h. die Verkennung der Realität, die auch durch Worte bzw. Versuche der Realitätsüberprüfung gerade nicht korrigierbar ist. Anders ausgedrückt : Sie könnten da noch soviel versuchen, es klappt mit Druck nicht, weil keine Einsichtsfähigkeit besteht.

Häufig spielen tatsächlich Ängste bzw. paranoide Gedanken eine Rolle, manchmal schlicht die Angst vor einem Psychiater oder gar die Einweisung in eine Klinik. Wirklich helfen könnten hier kurzfristig wohl nur Medikamente. Seien es Angstlöser (z.B. Lorazepam / Tavor ), Antidepressiva oder aber Neuroleptika gegen die Psychose.

Man kann versuchen, ein freundliches Klima zu schaffen und eine "günstige Situation" für eine freiwillige Behandlungseinwilligung zu einer solchen Behandlung oder gar eine stationäre Therapie zu erzielen. Eine Behandlung gegen den Willen ist aber nur bei SEHR akuter EIGEN- oder FREMDGEFÄHRDUNG möglich. Dabei sind die Grenzen doch sehr eng gesetzt. Es ist den Betroffenen (leider ?) erlaubt, sich im Rahmen der Erkrankung unglücklich zu machen und Hilfe zu verweigern, obwohl diese Einschätzungsfähigkeit ganz klar durch die Erkrankung aufgehoben oder zumindest eingeschränkt ist.

Bei starker Gefährdung wäre der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes ansprechbar, im akuten Notfall auch die Polizei, die dann die Notwendigkeit auch für eine Behandlung gegen den Willen der Person veranlassen könnte.
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Kann ich ihnen weitere Auskünfte zu ihrer Frage geben ? Sonst würde ich um Akzeptieren der Antwort bitten !
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Upps . Zeitgleich :-)

Herzlichen Dank !

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