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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Hallo ! Ich habe n chsten Dienstag einen Termin bei einer

Kundenfrage

Hallo !
Ich habe nächsten Dienstag einen Termin bei einer Gutachterin der Rentenversicherung, Sie soll begutachten ob ich eine Erwerbsunfähigkeitsrene bekomme oder nicht, ich bin 389 Jahre alt, habe einen Schwerbehindertenausweis mit einem Gb von60, leide seit gut vier Jahren an Deppressionen, und habe auch ander körperlichen "leiden" die im Ausweis anerkannt wurden. Meine Frage, wie läuft so ein Gutachten ab ? Habe ich Chancen auf Die Rente?
Liebe Grüße
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Abend !

 

Zunächst herzlichen Glückwunsch zu diesem biblischen Alter von 389 Jahren, bei dem Rente wirklich verdient wäre :-)

Aber Spass beiseite :

 

Eine Begutachtung läuft so ab, dass sich die Ärztin mit ihnen ausführlich über ihre aktuelle Problematik, Lebensgeschiche bzw. Entwicklung der Symptomatik und Einschränkungen in den verschiedenen Lebensbereichen unterhalten wird. Sie wird dann vermutlich (nicht ganz sicher) eine körperliche bzw neurologische Untersuchung machen. Zudem werden vorhandene Vorbefunde von anderen Ärzten oder Kliniken beurteilt und einbezogen.

 

Der Schwerbehindertenausweis bzw. der GdB hat erstmal so keinen Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit. Für die Beurteilung spielt eher eine Rolle, ob sie arbeitslos sind bzw wie ihre Erwerbssituation ist. So gelten für Arbeitslose andere Beurteilungskriterien, was hart aber leider auch Realität ist.

 

Üblicherweise wäre eine Depressive Störung quasi nie ein Grund für eine Berentung, weil man eine Depression sowohl medikamentös wie auch psychotherapeutisch behandeln kann. Es müsste schon der Nachweis einer "Therapieresistenz" bei verschiedenen Methoden erbracht werden, was ich mir so kaum vorstellen kann. Es wird also stark darum gehen, was schon an Therapien erfolgte. Häufig wird in einem derartigen Problemfall dann auch eine stationäre psychosomatischen Behandlung verordnet, um eine ausführlichere sozialmedizinische Beurteilung vornehmen zu können.

 

Körperliche Leiden werden berücksichtigt. Aber häufig ist es so, dass eben zumindest leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten (theoretisch) möglich sind. Dabei zählt bei Arbeitslosigkeit / Hartz IV, dass man IRGENDEINE (theoretisch vorhandene, in der Realität nicht existente Tätigkeit wie Papiertütenkleben, Telefonistin in der Friedhofsverwaltung etc) ausüben können müsste.

 

Zudem ist es hoch problematisch mit unter 40 eine Rente bekommen zu wollen, weil dies immer Grundsicherungsniveau bedeutet. Kaum ein Gutachter wird dies heute befürworten können, wenn nicht ganz ganz stichhaltige Argumente dafür bestehen.

Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ergeben sich noch Rückfragen ? Sonst würde ich um Akzeptieren meiner Antwort bitten !