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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Mein Mann hat eine Narzistische Pers hnlichkeisst rung. Es

Kundenfrage

Mein Mann hat eine Narzistische Persöhnlichkeisstörung. Es ist für mich unerträglich geworden mit ihm weiter zusammen zu leben. Er ist ständig beleidigt. Er fühlt sich ständig angegriffen und kritisiert. Er droht sich zu erhängen, schreit, läuft weg und ich darf nichts zu ihm sagen. Das alltägliche Leben mit ihm ist einfach nur noch schrecklich. Vor zwei Wochen hatte meine Tochter eine Totgeburt. Es war ihr zweites Baby. Mein Mann war damit überfordert. Anstatt hilfreich zu sein, war er beleidigt, weil sich niemanden um ihn gekümmert hat. Ich war Tag und Nacht für die Familie meiner Tochter im Einsatz. Ich bin erschöpft und kann jetzt meinen Mann mit seinen Lauen nicht mehr ertragen.
Was kann ich tun?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !
Aus ihrer Schilder wird ein schon länger bestehender Konflikt mit ihrem Mann deutlich, aber sie leben noch mit ihm zusammen.

Wenn er droht, sich zu erhängen sollten sie dies wörtlich bzw ernst nehmen. Wenn er derartige Drohungen ausstösst (und sei es nur, um sie zu erpressen oder andersweitig zu manipuieren) könnten sie die Polizei alarmieren. Dann würde über das Ordnungsamt bzw. eine ärztliche Untersuchung die Notwendigkeit für eine stationäre psychiatrische Unterbringung (auch gegen den Willen ihres Mannes) geprüft werden. Vermutlich würde er sich dann sofort von akuter Suizidalität distanzieren und wäre kurzfristig wieder zu Haus. Und dennoch : Sie müssen und sollen sich diese Drohungen nicht gefallen lassen.

Trennung wäre ein Weg. Aber kein leichter. Hier ist es häufig ja so, dass der Mann in einer solchen Beziehung sehr viel Kontrolle aber auch soziale Isolierung erzeugt hat. Hier gilt es also schrittweise wieder soziale Kontakte bzw. Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen. Mit Familienangehörigen und Freundinnen, ggf. Arbeitskolleginnen sich zu verabreden. Kirchengemeinde, Hobbies, Vereine etc. reaktivieren oder neu aufsuchen. Beratungsstellen vor Ort oder auch überregional im Internet für Frauen nutzen.

Wenn ein wenig Ruhe eingekehrt ist, gilt es eine Art Notfallkoffer zu packen. Wohin könnten sie gehen, wenn sie sich trennen ? Haben sie Kontovollmacht bzw. eine EC-Karte ? Wer würde sie unterstützen ? Wie sieht es finanziell aus ?
Brauchen Sie Schutz vor etwaigen Gewaltdrohungen ihres Mannes ? Kommen sie emotional allein zurecht ?

Erst wenn diese Schritte klar sind, wird eine Trennung tatsächlich gelingen.

Sie werden ihn vermutlich nicht ändern können. Aber natürlich gilt es auch dann in einem de-alarmierten Zustand zu prüfen, ob die Partnerschaft noch gerettet werden kann oder nicht. Ob er sich einer Therapie unterziehen würde, an einer Paartherapie teilnehmen würde.

Allein werden sie es kaum schaffen. Sie brauchen jetzt ein oder zwei starke Helfer an ihrer Seite. Wer könnte dies sein ?
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen !
Haben Sie noch Rückfragen oder kann ich meine Antwort präzisieren ? Sonst würde ich um Akzeptieren der Antwort bitten :-)