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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Was bedeutet es, wenn ich seit dem 11. Lebensjahr Tr ume und

Kundenfrage

Was bedeutet es, wenn ich seit dem 11. Lebensjahr Träume und Phantasien von Missbrauch und Vergewaltigung habe? Ich bin bis zum 5. Lebensjahr jede Nacht geweckt worden und wurde auf Toilette gesetzt, teilweise mit sehr viel Kampf und Geschrei meinerseits. Ich habe mich im Bett steif gemacht wie ein Brett, so dass ich nicht auf Toilette getragen werden konnte. Irgendwann haben meine Eltern wieder Windeln angelegt, die ich früh morgens voller Scham ausgezogen habe. Dann habe ich mich zu meinen Brüdern im Nachbarzimmer ins Bett gekuschelt. Ich habe immer wiederkehrende, belastende Bilder im Kopf, wie ich mich voller Angst unterm Bett verstecke und mein Vater versucht mich darunter vor zu holen. Ich sehe aber nur den Stock und bin wie versteinert und ohnmächtig, weiß nicht was dann passiert ist. Diese Bilder lassen mich nicht los. Zudem berichtet mir meine Mutter vor 2 Wochen, dass ich im Alter von ca. 5 Jahre eine Art von komischen Anfällen hatte, ca. 15min. Ich lag auf dem Rücken, Arme und Beine zucken , Augen verdreht und ich war nicht ansprechbar. Das alles verwirrt mich sehr und ich kann meinen Empfindungen nicht trauen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Ich benötige immer noch Hilfe.
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Sie haben auf jeden Fall in ihrer Kindheit eine ständige Alarmierung bzw emotionale Invalidisierung ihrer Grenzen und Bedürfnissen erfahren (was durchaus einer Traumatisierung entspricht). Ob da "mehr" passiert ist im Sinne von Grenzverletzungen im sexuellen Bereich kann man nicht sagen und muss man auch nicht (solange in diesem Bereich keine Probleme auftauchen)...

So oder so, wäre eine Traumatherapie erforderlich und sinnvoll. Zunächst eine Stabilisierung über innere Bilder (sog. Imaginationsverfahren wie der Sichere Ort oder Tresorübungen), dann traumazentrierte Therapie gegen die Bilder (z.B. EMDR). Das sollte aufgrund der Komplexität und der Dauer der Vorfälle bei Ihnen aber vermutlich stationär gemacht werden (beispielsweise Klinik Waldschlösschen in Dresden).

Ich selber würde mit einer Abwandlung von EMDR arbeiten (siehe www.emoflex.de), das ist aber kein allgemein bekanntes oder akzeptiertes Traumatherapieverfahren. Vorteil davon wäre die grössere Distanz zum Erlebten, weil man Gefühle in Bilder übersetzt und verarbeitet. Nicht Bilder von Erlebten Dingen.
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn sie keine weiteren Nachfragen haben würde ich um Akzeptieren der Antwort bitten. Das Grundprinzip von JustAnswer ist die Fairness gute Antworten zu liefern und diese dann aber auch durch Akzeptieren zu honorieren, wenn die Antwort zufriedenstellend ist.
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für die Antwort! Habe nächste Woche die 1. probatorische Sitzung bei einer Therapeutin, die tiefenpsychologisch arbeitet, zu dem auch anthroposophisch, katathymes Bilderleben und Ordnungstherapie. Was halten Sie von diesen Methoden? Von EMDR habe ich auch schon viele gutes gelesen. Eine stationäre Behandlung kommt bei mir erstmal nicht in Frage, da wie ich ja schonmal gepostet habe, bereits wegen Alkoholabhängigkeit, mittelschwerer Depression und Bulemie 8 Wochen in Behandlung war
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich denke, sie sind da gut aufgehoben. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was Ordnungstherapie ist. Katathymes Bilderleben praktiziere ich so auch nicht, aber so fern ist es von meinen Erfahrungen dann auch wieder nicht. Ich denke, wichtiger ist die persönliche Chemie. Weniger die Methode ! Viel Erfolg damit !
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich habe noch eine Frage. Ich war heute bei meiner neuen Therapeutin. Auf dem 1. Blick scheint mir diese sehr unsicher und chaotisch zu sein - quasi mein Spiegelbild. Aufgrund meines Rückfalles erhöhten Alkoholkonsums nach meinem Klinikaufenthalt, riet sie mir zunächst erneut eine stationäre Entgiftung aufzunehmen. Am Freitag habe ich eine woche urlaub auf sylt gebucht, mit einem bekannten, der aber eine beziehung möchte, die ich aber schon seit langem ablehne. und er weiß das, möchte aber trotzdem mit mir urlaub machen. ich habe angst vor zu viel nähe, zuneigung und sexueller annäherung. ich habe angst, da ich noch ständig alkohol trinkenmöchte. eigentlich müsste ich in dieser zeit stationär in eine klinik - aber der urlaub ist schon gebucht und bezahlt - was tun?
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.
So spontan klingt es für mich keine gute Idee unter diesen Umständen in en Urlaub zu fahren. Egal, was an Storno-Gebühren anfällt oder was verfällt : Es wäre ein ziemlich wenig erholsamer Urlaub und besser wäre eine Auszeit in der Klinik zur Entgiftung und Neustart.

Sie hätten derzeit gar nicht die Kompetenzen sich gut abzugrenzen, was zu einer Zwickmühle zwischen Alkohol und Aushalten bzw. erneutes Missbrauchen ihrer Wünsche führen würde. Der Drang nach Alkohol ist das Warnzeichen, das sie in die Klinik führen sollte.
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Im Prinzip haben Sie Recht. Aber wäre es nicht für mich eine Herausforderung, endlich anfangen zu lernen mich abzugrenzen? Im prinzip kann ich den Bekannten gut leiden. ich möchte versuchen mich darauf einzulassen und versuchen zu genießen, dass da jemand ist, der mich leiden kann, aufmerksam und nett ist. früher habe ich sowas immer abgelehnt und konnte es nicht zulassen, weil ich glaubte es nicht wert zu sein. Neben meiner Arbeit, der ich seit 5 Wochen (unmittelbar nach der Entlassung aus der klinik ende august) wieder nachgehe, fühle ich mich sehr einsam und isoliert. ich schaffe es nicht mir in meinem wohnort (wohne seit Februar hier) einen Bekanntenkreis aufzubauen. Deshalb freue ich mich auch einerseits auf den Urlaub zu zweit und meinem Hund. Gestern habe ich meinen abschussbericht von der klinik bekommen. Inhaltlich wurde vermerkt, dass ich im kognitiven Bereich angemessene Lösungsmöglichkeiten entwickele, mich aber schwer tue, diese auf Verhaltensebene umzusetzen. Desweiteren wurde ich bei der Entwicklung größerer Selbstwirksamkeitserwartungen unterstützt. Diesen Satz verstehe ich nicht?! Macht es nicht Sinn, mich durch den Urlaub so langsam aus meiner Isolation herauszubewegen und endlich meine Probleme mit Abgrenzung, Bedürfnisse äußern, Meinung vertreten, Ärger nicht als Kränkung zu bewerten etc. anzugehen? Im Anschluss kann ich ja immernoch zur Entgiftung in eine klinik gehen. Sollte die diesmal in wohnortnähe, sprich Düsseldorfer Raum oder wieder in die "alte" im Weserbergland?

Schon wieder 1000 neue Fragen

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend - schade, dass Sie nicht mehr antworten - aber trotzdem 1000 Dank für Ihre kompetenten Antworten und Ihren unermüdlichen Einsatz - trotz Kongress am vergangenen Wochenende :-))

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