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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Guten Tag, am 8. August ist mein Man verstorben, wir waren

Kundenfrage

Guten Tag, am 8. August ist mein Man verstorben, wir waren 44 Jahre zusammen. Ich bin 60 Jahre. Wir haben vor seinem Tod in gutem Einvernehmen getrennt gelebt.Wir hatten uns ein Haus gekauft, das ich vor seinem Tod verkauft hatte und von Thüringen nach Bayern gezogen bin, einvernehmlich mit meinem Mann, der im Erzgebirge lebte. Das war vor 5 Monaten. Die jetzige Wohnung ist eine Übergangslösung, weil ich so schnell, wie ich sie brauchte, keine bessere gefunden hatte.
Ich stehe vor der Entscheidung, umzuziehen.Ich muss umziehen. Ich bin ganz allein und unendlich traurig, kann keinen klaren Gedanken fassen.
Ich könnte in den Ort, in Thüringen, den ich wegen dem Hausverkauf verlassen hatte, zurückkehren und dort ein kleines Häuschen kaufen, benötige dafür aber einen kleinen Kredit, ehemalige Nachbarn ermuntern mich, es zu tun. Ich liebte diesen Ort sehr.
Ich könnte nach Baden-Baden, in die Nähe meiner großen Schwester ziehen oder auch hier am Tegernsee bleiben. Obwohl ich aber schon 5 Monate hier wohne, habe ich mich noch nicht eingelebt, habe keinen Menschen und werde jetzt, seidem ich meinen Mann verloren habe, auch gemieden.
Was soll ich nur tun? Vielen Dank!
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !
Nach dem Tod des Partners ist eine Phase der Trauer aber auch der Neuanpassung normal und gesund. Sie deuten an, dass die einvernehmliche Trennung noch nicht so lange zurückliegen kann. Derzeit ist es normal, dass sie keinen klaren Gedanken fassen können. Es kommt zum Grübeln bzw. einem Wechsel der Gefühle und Gedanken. In dieser Phase sollten sie nach Möglichkeit keine Entscheidungen fällen (müssen).

Wichtig wäre zunächst sich an Menschen zu halten, die ihnen Halt geben können. Die mit ihnen trauern und sie unterstützen können und ihnen auch ein wenig den Druck von den jetzt anstehenden Entscheidungen mit abnehmen können. Möglicherweise könnte dies vorübergehend ihre Schwester sein.

Sie sind derzeit ja quasi heimatlos und damit nicht nur in einer schweren persönlichen Lebenssituation, sondern eben berechtigt irritiert und verstört. Leider wird man da keinen RICHTIGEN Rat geben können. Alle Entscheidungen können gleich gut oder falsch sein. Daher eben mein Rat, jetzt keine Entscheidung zu fällen. Sich eine Auszeit zu gönnen und ggf. erstmal Trauerarbeit zu leisten. Sollten sie dazu Unterstützung brauchen, wäre ggf. eine kirchliche Stelle, ein Hausarzt oder auch ein Psychotherapeut die richtige Stelle. Versuchen sie rechtliche Angelegenheiten und Entscheidungen dagegen vorübergehend an einen Anwalt oder andere Familienmitglieder zu deligieren. Entscheiden sie später.
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich muss aber eine Entscheidung treffen, ob ich will und kann, oder nicht.<br />Ich bin nach Bayern gzogen, um zu meinen Wurzeln, die ich als Kind verlassen musste, zurückzukehren und meine Existenz zu festigen, was mir aber bis jetzt noch nicht gelungen ist, weil ich durch meinen Mann keine Zeit hatte.<br />Erschwerend kommt hinzu, dass der jetzige Mietvertrag, es handelt sich um eine Übergangswohnung, befristet ist und nicht verlängert werden kann.<br />Leider habe ich niemanden, der mich wirklich unterstützen könnte, um mich herum sind nur fremde Menschen, Bekannte und Familiemitglieder sind weit weg und teilweise auch nicht in der Lage, zu helfen.
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wenn alle Entscheidungen gleich gültig oder gleich wichtig sind, können sie auch ein Los ziehen oder eine Münze werfen. Ich persönlich würde abwarten, weil sie derzeit keine klare Entscheidung treffen können. Eine andere Antwort darauf weiss ich auch nicht, weil ich ja nicht die emotionalen Beweggründe für und wider der einzelen Optionen kenne.

In einer Therapie würde man ihnen raten einen Zettel mit dem Pro und Contra für die einzelnen Orte und Optionen zu machen und danach abzuwägen. Aber ich befürchte, dass das emotionale Gewicht nahezu identisch sein wird und sie somit derzeit nicht zu einer Entscheidung kommen werden. Diese Entscheidung kann aber auch ein Therapeut nicht abnehmen oder für sie treffen.