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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Meine Tochter glaubt das sie schwer krank ist - Bluthochdruck-Schlaganfall

Kundenfrage

Meine Tochter glaubt das sie schwer krank ist - Bluthochdruck-Schlaganfall u.s.w. und umkippt und weg ist . Ich kann ihr nicht helfen.- Die Psychotherapeuten in unserer Stadt haben vor Dezember keine Termine frei . Was kann ich tun ?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !

Vermutlich ist ja die Angst ihrer Tochter völlig irrational = unbegründet. Kein Mensch kann seinen eigenen Blutdruck selber richtig spüren. Selbst wenn bei ihr eine Blutdruckerkrankung bekannt wäre, müsste man sie natürlich therapieren.Aber es wäre nie im Leben so, das sie nun kurzfristig deshalb einen Schlaganfall bekommen würde.

Daher muss man von einer Angststörung wie beispielsweise einer Panikstörung oder auch einer Hypochondrie ausgehen. Das schlimme daran ist, dass im Rahmen der Angst ein sog. Teufelskreis der Angst entsteht. Man nimmt körperliche Symptome wie beispielsweise Schwindel wahr und interpretiert diese (fälschlich bzw. übertrieben) als Vorboten eines Schlaganfalls. Dies wiederum macht Angst. Die Angst wiederum aktiviert das vegetative Nervensystem, so das mehr Schwindel durch Herzrasen und aucht tatsächlich Blutdruckanstieg entsteht. Eine Art selbsterfüllende Prophezeihung.

Nun bringt es gar nichts, mit Rückversicherungen dauernd den Notarzt zu rufen oder die Ärzte unsicher zu machen. Man könnte kurzfristig mit einem angstlösenden Medikament den Teufelskreis durchbrechen, was aber die Gefahr einer recht schnellen Abhängigkeitsentwicklung hat. Psychotherapie ist kaum verfügbar, hier wäre allenfalls eine tagesklinische (oder im Notfall auch vollstationäre) Behandlung in einer Psychiatrischen Fachklinik angezeigt. So kann sie ja kaum allein zurecht kommen.

Als Alterantive hätte ich noch ein Verfahren anzubieten, dass die Angst über innere Bilder angeht. Dazu müsste ihre Tochter aber zumindest die Bereitschaft haben, sich darauf einzulassen. Mit diesem Verfahren kann man das Alarmsystem zeitweilig "Deaktivieren" bzw. über eine Übersetzung der Angst in abstrakte Formen und anschliessende Augenbewegungen die Angst abbauen.
Zudem würde man einen sog. "Sicheren Ort" als Gefühl bzw. Vorstellung entwickeln, der ihr zumindest eine Art Schutzraum beim Auftreten der Angst geben kann bis es im Rahmen einer Psychotherapie um eine konkrete Angstbewältigung gehen kann.
Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !

Vermutlich ist ja die Angst ihrer Tochter völlig irrational = unbegründet. Kein Mensch kann seinen eigenen Blutdruck selber richtig spüren. Selbst wenn bei ihr eine Blutdruckerkrankung bekannt wäre, müsste man sie natürlich therapieren.Aber es wäre nie im Leben so, das sie nun kurzfristig deshalb einen Schlaganfall bekommen würde.

Daher muss man von einer Angststörung wie beispielsweise einer Panikstörung oder auch einer Hypochondrie ausgehen. Das schlimme daran ist, dass im Rahmen der Angst ein sog. Teufelskreis der Angst entsteht. Man nimmt körperliche Symptome wie beispielsweise Schwindel wahr und interpretiert diese (fälschlich bzw. übertrieben) als Vorboten eines Schlaganfalls. Dies wiederum macht Angst. Die Angst wiederum aktiviert das vegetative Nervensystem, so das mehr Schwindel durch Herzrasen und aucht tatsächlich Blutdruckanstieg entsteht. Eine Art selbsterfüllende Prophezeihung.

Nun bringt es gar nichts, mit Rückversicherungen dauernd den Notarzt zu rufen oder die Ärzte unsicher zu machen. Man könnte kurzfristig mit einem angstlösenden Medikament den Teufelskreis durchbrechen, was aber die Gefahr einer recht schnellen Abhängigkeitsentwicklung hat. Psychotherapie ist kaum verfügbar, hier wäre allenfalls eine tagesklinische (oder im Notfall auch vollstationäre) Behandlung in einer Psychiatrischen Fachklinik angezeigt. So kann sie ja kaum allein zurecht kommen.

Als Alterantive hätte ich noch ein Verfahren anzubieten, dass die Angst über innere Bilder angeht. Dazu müsste ihre Tochter aber zumindest die Bereitschaft haben, sich darauf einzulassen. Mit diesem Verfahren kann man das Alarmsystem zeitweilig "Deaktivieren" bzw. über eine Übersetzung der Angst in abstrakte Formen und anschliessende Augenbewegungen die Angst abbauen.
Zudem würde man einen sog. "Sicheren Ort" als Gefühl bzw. Vorstellung entwickeln, der ihr zumindest eine Art Schutzraum beim Auftreten der Angst geben kann bis es im Rahmen einer Psychotherapie um eine konkrete Angstbewältigung gehen kann.










Experte:  Verhaltenstherapeut hat geantwortet vor 7 Jahren.
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